„Noch nie so eine Herausforderung erlebt“

ESC-Dorfen-Trainer Neal beklagt die vielen Ausfälle in seiner Mannschaft

Verletzungs- und krankheitsbedingt fehlen Randy Neal permanent bis zu einem halben Dutzend Spieler.

Dorfen – Der ESC Dorfen führt seit Beginn der Bayernliga-Hauptrunde 2019/20 einen zähen Kampf um den Anschluss ans Mittelfeld. Vor dem Hintergrund permanenter verletzungs- und krankheitsbedingter Ausfälle von meist einem halben Dutzend Spieler und mehr, ist es besonders für Cheftrainer Randy Neal schwierig, länger eingespielte Blöcke aufs Eis zu bringen.

„Seit 1981 bin ich Spielertrainer und Trainer in verschiedenen Ligen, aber so eine Herausforderung, bedingt durch ständige Ausfälle, habe ich noch nie gehabt“, betonte der ESC-Coach bei der Pressekonferenz nach der Heimpartie gegen Schongau. Umso mehr freue ihn, dass sich seine Mannschaft trotz dieser Handicaps immer wieder aufbäume und zu einer geschlossenen Leistung finde.

Den Auftritt beim 3:1-Sieg gegen Schongau nannte Neal eine „taktische Superleistung“, wenngleich noch einige dicke Chancen ungenutzt geblieben seien. Er verwies auch auf die Klasse-Leistung von Torhüter Andi Tanzer und lobte Junioren-Keeper Andreas Marek, der einmal mehr kurzfristig die Back-up-Position übernommen hatte. Vorgesehen war als Torsteher Simon von Fraunberg, der sich aber – wie eine Woche zuvor Thomas Hingel – vor der Partie am Knie verletzte.

„Wir hatten uns für Dorfen einiges vorgenommen, waren aber im ersten Drittel noch nicht im Spiel“, resümierte Schongaus Trainer Andreas Leschinger. Er stimmte mit Neal überein, dass die Eispiraten da schon eine Vorentscheidung herbeiführen hätten können. Letztlich sei der ESC cleverer gewesen und habe verdient gewonnen.

In Mittenwald, beim Spiel gegen den ESC Geretsried, wurde dann Torwart Marek buchstäblich ins kalte Wasser geworfen, weil er für den angeschlagenen Tanzer sein Bayernliga-Debüt gab. Der Youngster bestand diese Aufgabe glänzend. Nur schade, dass es im dortigen Spiel nicht zu einem oder gar zwei Punkten reichte, weil die Eispiraten, die gegen Schongau noch zweimal eine zweifache Unterzahl meisterten, dieses Mal nicht so clever waren. Das 2:2, das sie erst 45 Sekunden vor Schluss erzielt hatten, brachten sie nicht über die Zeit. Fünf Sekunden vor dem Ende kassierte Timo Borrmann eine Strafe. Es gab Bully vor dem Dorfener Tor, und bei einer Spielzeit von 59:59 lag der Puck zum 3:2 für Geretsried im Netz.

Inzwischen zählt das Lazarett der Dorfener noch immer die Verteidiger Jonas Huber und Florian Mayer, die Stürmer, Lukas Miculka, Mario Sorsak und Andreas Attenberger sowie die Torleute Tomas Hingel und Simon von Fraunberg. Wenigstens auf die Rückkehr von Attenberger und dem zuletzt an Grippe erkrankten Verteidiger Florian Ullmann darf Trainer Neal zum Miesbach-Doppel am kommenden Wochenende wieder hoffen.

Georg Brennauer

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