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Stolz auf die Auszeichnung (v. l.): BLSV-Präsident Jörg Ammon, Innenminister Joachim Herrmann, die ESC-Präsidenten Emil Rudolf und Rudi Kreuzpaintner, der Erdinger BLSV-Kreisvorsitzende Martin Weber und LEW-Vorstandsmitglied Markus Lithper.

BLSV belohnt den Verein für Maßnahmen in und an der Eishalle

Umweltpreis für den ESC Dorfen

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Der BLSV hat den ESC Dorfen ausgezeichnet. Mit 2500 Euro Preisgeld. Grund sind energetische Maßnahmen in und an der Dr.-Rudolf-Halle.

Dorfen/Ingolstadt – Umweltschutz lohnt sich. Diese Erfahrung hat nun auch der ESC Dorfen gemacht. Er ist einer von drei bayerischen Vereinen, die mit dem LEW-Umweltpreis des Bayerischen Landessportverbands (BLSV) ausgezeichnet worden sind, und darf sich über 2500 Euro Preisgeld freuen.

Die Verleihung fand im Rahmen der BLSV-Fachmesse bau@blsv im Audi-Sportpark in Ingolstadt statt. Bei dieser Messe ging es um aktuelle Themen und Trends aus dem Sportstättenbau. Unmittelbar vor der Eröffnung wurden die LEW-Umweltpreise verliehen. Damit zeichnen der BLSV und sein Kooperationspartner Lechwerke (LEW) innovative Vereine aus, die ihre Sportanlage energetisch saniert und modernisiert haben, um Energiekosten zu senken. Mit dem FC Haarbrücken, dem SV Tussenhausen und dem ESC Dorfen durften sich drei Vereine über ein Preisgeld von jeweils 2500 Euro für ihre Projekte freuen.

Moderne Technik bringt auch praktische Vorteile

„Diese Vereine haben die Kombination aus Klimaschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auf ganz besondere Weise umgesetzt“, erklärte BLSV-Präsident Jörg Ammon, der zusammen mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der für den Sport zuständig ist, die Preise übergab.

In der Laudatio für den ESC Dorfen wurde die bunte Angebotspalette des Vereins gelobt, mit Eishockey, Eiskunstlauf und Stockschießen. „Da ein Kunsteisstadion eine sehr energieintensive Sportstätte ist und es auch sportartspezifische Unterschiede bei der benötigten Temperatur des Eises gibt, hatte man sich 2016 dazu entschlossen, die Steuerungstechnik zu modernisieren“, hieß es in der Laudatio. „Dadurch kann der Primärenergiebedarf gesenkt und die Nutzung der Abwärme optimiert werden, außerdem gelingt nun eine genauere Einstellung der Eiskälte für die einzelnen Sportarten.“ Diese Arbeiten seien 2019 fertiggestellt worden.

Biomasse statt fossilen Brennstoffen

„Darüber hinaus wurden 2017 die Fenster an der Westseite des Stadions durch neue mit höherer Wärmedämmung ersetzt. Ein Jahr später erfolgte im Stadion die Umrüstung von 46 Gasdrucklampen und Leuchtstoffröhren auf LED-Lampen, wodurch eine jährliche Einsparung von rund 3,8 Tonnen Kohlendioxid gelingt.“

Durch ehrenamtlichen Einsatz von Vereinsmitgliedern habe darüber hinaus die Heizungsanlage von fossilen Brennstoffen auf Fernwärme aus dem lokalen Biomassekraftwerk umgestellt werden können. „Diese Projekte sind nur ein Teil der bereits realisierten Maßnahmen, aber sie verdeutlichen, dass sich der ESC Dorfen den LEW Umweltpreis verdient hat“, hieß es am Ende der Laudatio.

Mit diesem Umweltpreis möchte der BLSV Impulse für eine klimabewusste und nachhaltige Gesellschaft setzen und Vereine unterstützen, die sich in diesem Bereich engagieren. „Wir haben in den letzten Jahren aus über 500 Bewerbungen 30 Gewinner mit insgesamt knapp 70 000 Euro gefördert“, erklärte BLSV-Präsident Ammon. 

Wolfgang Krzizok

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