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Klassische Bauchlandung: Der Dorfener Stürmer Christoph Lönnig wird hier gleich von zwei Peißenbergern in die Zange genommen.

Eishockey- Bayernliga-Abstiegsrunde

Aufgedrehte Peißenberger lassen Dorfen keine Chance

Nach knapp 40 Minuten war die Partie in Peißenberg gelaufen.

Peißenberg/Dorfen – Zur falschen Zeit am falschen Ort: Mit 2:6 Toren (0:2, 1:4, 1:0) musste sich der ESC Dorfen am Freitagabend beim TSV Peißenberg geschlagen geben. Ohne sieben Stammspieler, angeführt wurde die Liste der Ausfälle von Galionsfigur Lukas Miculka, war die Aufgabe schon fast unlösbar. Bei den Gastgebern war fast alles an Bord – bis auf Trainer Rainer Höfler. Der war tags zuvor entlassen und dem langjährigen Co Simon Mooslechner die Chef-Rolle übertragen worden. Der schien seine Eishackler bis in die Haarspitzen motiviert zu haben.

„Das Resultat geht in Ordnung, die Peißenberger rennen wie aufgedreht, sind zielstrebiger, passsicherer, und unser Torhüter Simon von Fraunberg hält, was zu halten ist“, musste Richard Thiel aus dem ESC-Betreuerteam in der ersten Pause feststellen.

In der 4. Minute, als Timo Borrmann zwei Strafminuten abzusitzen hatte, verhinderte noch die Torlatte einen TSV-Treffer. Als zur Halbzeit dieses ersten Drittels Verteidiger Jonas Huber in die Kühlbox musste, war es passiert. Matthias Müller, der 102 Kilo schwere Angreifer und Rückkehrer aus Schongau, traf zum 1:0. Keine eineinhalb Minuten später erhöhte der Kanadier Brandon Morley auf 2:0.

Die Eispiraten hatten danach ein paar sehr gute Tormöglichkeiten. In Überzahl scheiterten Martin Saluga und Borrmann in der 16. Minute an TSV-Keeper Korbinian Sertl, und zwei Minuten später erging es erneut Borrmann nicht besser. Das Ganze hätte vielleicht einen klein wenig anderen Verlauf nehmen können, wenn Tomas Vrba in der 23. Minute nach starker Einzelaktion nicht den Pfosten, sondern am machtlosen Sertl vorbei ins Netz getroffen hätte. Vier Minuten später kombinierte sich Peißenberg mit einem Mann weniger zum 3:0 durch Valentin Hörndl durch die ESC-Abwehr.

Ein Dreifach-Schlag der Peißenberger prägte die Schlussphase dieses zweiten Drittels und bedeutete zugleich die Vorentscheidung. Florian Höfler und Tobias Estermaier erhöhten innerhalb von 26 Sekunden auf 5:0, und 114 Sekunden danach gelang Marco Mooslechner das 6:0. Drei Sekunden vor der Sirene machte Borrmann das 1:6.

Waren die Besuchszeiten auf der Strafbank bis jetzt rar, änderte sich dies nun. In der 48. Minute saßen vier Eispiraten draußen. Die Gäste wehrten sich nun aber auch mit spielerischen Mitteln und kamen ohne Gegentreffer aus dieser misslichen Lage raus, ehe Saluga das 2:6 erzielte. Strafen auf beiden Seiten hagelte es weiterhin, und Peißenbergs Markus Andrä kann am Samstag ganz entspannt seinen 25. Geburtstag feiern. Mit „5 plus Spieldauer“ hat er am Sonntag frei.

Statistik:

Tore/Assists: 1:0 (12.) Müller (Morley, Estermair/5-4), 2:0 (13.) Morley (Müller, Glattenbacher), 3:0 (28.) Hörndl (Birkner, Ebentheuer/4-5), 4:0 (38.) Höfler (Kreutterer), 5:0 (38.) Estermaier (Morley), 6:0 (40.) Mooslechner (Birkner), 6:1 (40.) Borrmann (Saluga), 6:2 (54.) Saluga – HSR: Manuel Vorgeitz – Zuschauer: 481 – Strafminuten: Peißenberg 8 + 5 + Spieldauer (Andrä), Dorfen 24 + 10 (Rosenkranz).

Helmut Findelsberger

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