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Die Entscheidung im 16. Anlauf: Königsbrunns Anton Zimmer überwindet Dorfens Torwart Andreas Tanzer im Penaltyschießen zum 2:1.

Eishockey - Bayernliga-Abstiegsrunde

Erst der 16. Penalty bringt die Entscheidung

Einen Punkt hat der ESC Dorfen beim EHC Königsbrunn ergattert.

Königsbrunn/Dorfen Zum zweiten Mal innerhalb von neun Tagen mussten sich die Dorfener Eispiraten am Sonntag in der Hydrotech-Arena in Königsbrunn dem dortigen EHC stellen. Und den Eispiraten war klar, dass nach ihrem unbedeutenden 7:5-Sieg im Nachholspiel der Hauptrunde diesmal die Herausforderung weitaus höher war. Nach einem Kraftakt und einem wahren Herzschlag-Finale unterlag der ESC Dorfen im Zwischenrundenspiel 1:2 (0:1, 0:0, 1:0; 0:1) nach Penaltyschießen. Dennoch war es ein wichtiger Auswärtspunkt für die Eispiraten auf dem Weg in die Pre-Playoffs

ESC-Trainer Randy Neal musste auf die verletzten Spieler aus dem jüngsten Heimspiel gegen Schweinfurt, Sandro Schroepfer (Gehirnerschütterung) und Christian Göttlicher (Handverletzung), sowie Kapitän Andreas Attenberger (beruflich verhindert) verzichten.

Den Eispiraten wehte bereits nach knapp zehn Minuten ein kräftiger Wind um die Ohren. Die Schwaben verstärkten nämlich kontinuierlich den Druck aufs Dorfener Tor. Allerdings scheiterten sie mit guten Chancen durch Jakub Sramek in der 4. und in der 9. Minute am fehlerlosen ESC-Torwart Andreas Tanzer. Den Isenstädtern boten sich nur wenige Möglichkeiten im ersten Durchgang. Lukas Miculka und Martin Saluga hatten gute Chancen, die sie jedoch nicht nutzten, bis den Gastgebern zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt für Dorfen, in der letzten Sekunde des ersten Drittels, dann doch die bis dahin verdiente Führung durch Sramek gelang. Allerdings war es ein etwas umstrittener Treffer. Dorfen reklamierte, dass die Uhr beim Torschuss bereits 20:00 angezeigt hatte, die Sirene jedoch erst mit kurzer Verzögerung ertönt sei. Aber das Schiedsrichtergespann entschied auf Tor.

Im zweiten Drittel kamen die Dorfener dann besser in die Partie. Vor allem konnten sie sich auf einen starken Tanzer im Tor verlassen, der einige gute Chancen der Schwaben mit tollen Paraden vereitelte. Indes scheiterten auch die Eispiraten mehrmals im Abschluss, beispielsweise durch Christoph Lönnig und Ernst Findeis im Powerplay, und dann rettete der Pfosten für den bereits geschlagenen Torwart Nicolas Hetzel bei Schüssen von Miculka und Saluga.

In einem ziemlich ausgeglichenen Schlussdrittel ergaben sich zwar auf beiden Seiten wiederum einige gute Möglichkeiten, die aber hüben wie drüben zunächst nichts Zählbares einbrachten. Erst nach einem Überzahlspiel in der 52. Minute, als Königsbrunn gerade wieder komplett war, gelang den Eispiraten durch Lönnig auf Pass von Miculka der insgesamt verdiente 1:1-Ausgleich.

Nachdem die Verlängerung torlos blieb, musste per Penaltyschießen eine Entscheidung herbeigeführt werden. Und auch hier gab es eine Verlängerung. Bei einem wahren Penalty-Krimi glückte schließlich Anton Zimmer beim insgesamt 16. Versuch das 2:1 für Königsbrunn.

Statistik

Tore/Assists: 1:0 (20.) Sramek (Seider, Trupp), 1:1 (53.) Lönnig (Miculka), 2:1 (P) Zimmer – HSR: Peter Poschenrieder – Zuschauer: 400 – Strafminuten: Königsbrunn 12, Dorfen 18.

Georg Brennauer

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