Kein Durchkommen: Der Geretsrieder Stürmer Josef Reiter (schwarz-gelb) wird in dieser Szene vom Dorfener Verteidiger Michael Numberger (l.) und seinem Torwart Andreas Tanzer (r.) gestoppt.
+
Kein Durchkommen: Der Geretsrieder Stürmer Josef Reiter (schwarz-gelb) wird in dieser Szene vom Dorfener Verteidiger Michael Numberger (l.) und seinem Torwart Andreas Tanzer (r.) gestoppt.

Eishockey - Bayernliga-Abstiegsrunde

River Rats haben den längeren Atem

Die Eispiraten aus der Isenstadt  bleiben ein gern gesehener Gast.

Geretsried/Dorfen – Außer Spesen wieder mal nix gewesen lautet auch das Fazit der vierten Auswärtstour des ESC Dorfen in dieser Bayernliga-Abstiegsrunde. Mit 2:5 Toren (0:2, 2:0, 0:3) geschlagen geben mussten sich die Eispiraten am Freitagabend den River Rats vom ESC Geretsried vor 410 Zuschauern. Auf der Noch-Baustelle bei auf 500 reduziertem Fassungsvermögen war die Partie also fast ausverkauft.

Die personelle Konstellation war nicht neu. Mit 15 Feldspielern war das Aufgebot der Eispiraten zahlenmäßig nah am unteren Limit. Immerhin hatte es bei Andreas Tanzer geklappt, für ihn war es der zweite Abstiegsrundeneinsatz. Simon von Fraunberg saß als Backup auf der Bank. Dafür fiel kurzfristig Timo Borrmann aus, der sich im Training verletzt hatte. Die gastgebenden River Rats konnten dagegen mit 19 Feldspielern plus zwei Torleuten, also ziemlich kompletter Kapelle, aufmarschieren.

Die erste hundertprozentige Torchance verzeichnete Dorfen, als Verteidiger Florian Mayer nach einem gegnerischen Fehlpass alleine auf Torhüter David Albanese zustürmte, aber den Kürzeren zog. Schießt du sie vorne nicht, kriegst du sie hinten rein: Nach diesem Motto brachte Josef Reiter die Geretsrieder dann 1:0 in Führung (7.). Drei Strafzeiten kassierte Dorfen in diesem ersten Drittel, Geretsried keine. Die fragwürdigste war die gegen Lukas Miculka, als er nach einem Solo mit hochkarätiger Einschussmöglichkeit am Keeper scheiterte und bei freiliegender Scheibe nachstocherte. Genau diese Überzahl führte zum 2:0 durch Daniel Merl. „Geretsried ist auch nicht besser als wir“, meinte in der Pause Richard Thiel aus dem ESC-Betreuerstab. „Nur lassen wir hinten mehr zu und nützen vorne unsere Möglichkeiten nicht“, musste er zugeben.

Seine Eispiraten präsentierten sich nach Wiederbeginn gleich viel zielstrebiger und konzentrierter. Sandro Schroepfer meldete sich bei seinem Comeback gleich mit dem Treffer zum 1:2 zurück (34.). Eineinhalb Minuten später veredelte Josef Folger eine klasse Miculka-Vorlage zum Ausgleichstreffer – für den 19-Jährigen der erste in seinem elften Saisonspiel. In den Spielminuten 27 und 30 verhinderte Torwart Tanzer mit all seiner Klasse Geretsrieder Treffer. Auf ESC-Seite hatte Bastian Rosenkranz vor dem Schroepfer-Tor eine tolle Möglichkeit vergeben.

Der letzte Spielabschnitt wurde zur Kopie des ersten. Lange Zeit hatten beide Seiten gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Auf ESC-Seite hatte vor allem Miculka die Seuche am Schläger. Innerhalb von sieben Minuten stellten Merl und Florian Strobl für Geretsried die Weichen auf Sieg. Treffer Nummer fünf durch Benedikt May konnte man aus Dorfener Sicht der Rubrik „auch schon egal“ zuordnen.

Statistik:

Tore/Assists: 1:0 (7.) Reiter (Merl, L. Rizzo), 2:0 (18.) Merl (Fuchs/5-4), 2:1 (34.) Schroepfer (Folger, Vrba), 2:2 (36.) Folger (Miculka, Schroepfer), 3:2 (47.) Merl (Englbrecht, Reiter), 4:2 (55.) Strobl (Hrazdira), 5:2 (59.) May (Merl, Fuchs) – HSR: Marcel Ehrhardt – Zuschauer: 410 – Strafminuten: Geretsried 2, Dorfen 10. 

HELMUT FINDELSBERGER

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare