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Dorfens Torwart Kilian Ober (M.) stand am Freitag permanent im Mittelpunkt. Am Sonntag war er Backup - Andreas Marek stand im ESC-Kasten.

Eishockey-Bayernliga

Dorfens starker Auftritt – und ein Schock

Eine starke Leistung hat der ESC Dorfen am Sonntagabend trotz der 3:5 (2:2, 0:3, 1:0)-Niederlage beim TEV Miesbach geboten.

Miesbach/Dorfen – Im Schlussdrittel rückte das Spiel angesichts einer schlimm anmutenden Verletzung eines Miesbacher Spielers in den Hintergrund.

Die Verletzungsmisere bei den Eispiraten will kein Ende nehmen. Sandro Schroepfer musste mit Schulterproblemen passen. Weitere Änderungen gegenüber dem Freitagsspiel: Verteidiger Alexander Rauscher fehlte, dafür war Johannes Kroner zurück. Neu im Angriff war der 18-jährige Maximilian Steiner dabei, und auch der 19-jährige Abwehrspieler Sebastian Rappolder musste diesmal stürmen. Wenigstens waren zwei Torhüter dabei: Der 19-jährige U 20-Keeper Andreas Marek, der auch gleich zwischen den Pfosten stand, und als Backup der 21-jährige Kilian Ober, der am Freitag genug zu leisten hatte.

Immerhin dreieinhalb Minuten dauerte es bis zum ersten Miesbacher Treffer durch Michael Grabmeier – am Freitag waren es nur 39 Sekunden gewesen. Die Eispiraten zeigten sich überhaupt nicht geschockt, wussten sie doch, dass sie nach der 3:9-Schlappe vom Freitag diesmal nichts zu verlieren hatten. Ein Überzahlspiel veredelte Verteidiger Florian Ullmann mit seinem ersten Saisontreffer zum 1:1 (8.). In Unterzahl gelang Florian Brenninger gar das 2:1 (12.), aber es dauert nur 53 Sekunden, bis Miesbachs Verteidiger Sebastian Deml den numerischen Vorteil zum 2:2 nützte. Das war der Pausenstand und für die Eispiraten, die sich nicht versteckten, hochverdient.

Der zweite Abschnitt war noch keine zwei Minuten alt, da kassierte der ESC das 2:3 durch Athanasios Fissekis. Als Christoph Obermaier auf der Sünderbank saß, traf Max Hüsken zum 4:2. Mit einem Solo übers ganze Feld erhöhte Fissekis 73 Sekunden vorm zweiten Pausengang auf 5:2.

Nachdem der ESC ab Mitte des ersten Drittels sechs Zwei-Minuten-Strafen kassiert hatte und die Hausherren in der Hinsicht etwas nachsichtiger behandelt wurden, wendete sich nun das Blatt. Die Eispiraten konnten aus ihren Überzahlspielen aber kein Kapital schlagen.

Dann die Schockminute 49, als Miesbachs Sebastian Höck nach einem Zusammenprall regungslos auf dem Eis liegen blieb und das Spiel fast eine halbe Stunde unterbrochen wurde, bis er abtransportiert werden konnte. 74 Sekunden vor Schluss gelang Martin Saluga noch das 3:5, aber das war in dem Moment nur noch Nebensache.

Statistik:

Tore/Assists: 1:0 (4.) Grabmaier (Deml, Frosch), 1:1 (8.) Ullmann (Brenninger, Göttlicher/5-4), 1:2 (12.) Brenninger (Vrba/4-5), 2:2 (13.) Deml (Czaika/5-4), 3:2 (22.) Fissekis (Mechel, Mangold), 4:2 (24.) Hüsken (Frosch, Slavicek/5-4), 5:2 (39.) Fissekis, 5:3 (59.) Saluga (Rosenkranz, Kroner/5-4) – HSR: Marcel Ehrhardt – Zuschauer: 350 – Strafminuten: Miesbach 12, Dorfen 14.

Helmut Findelsberger

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