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Endstation Simon von Fraunberg: Der ESC-Goalie stoppt den Grafinger Stürmer Florian Gaschke.

Eishockey

Klostersee war für Dorfen eine Nummer zu groß

Eispiraten wehren sich wacker aber vergeblichgegen sturmstarke Gäste.

VON HELMUT FINDELSBERGER

Dorfen – Die spielerische Klasse aus vielen Jahren Oberliga verlernt man nicht. Das demonstrierte der EHC Klostersee am Freitagabend mit einem 6:3 (1:1, 2:0, 2:3)-Sieg gegen den gastgebenden ESC Dorfen.

Von Beginn an war Simon von Fraunberg im ESC-Tor voll beschäftigt. Machtlos war er beim Klosterseer Führungstreffer durch Felix Kaller. Mitte des ersten Abschnitts konnten sich die Eispiraten erstmals vor dem Gästetor festsetzen. Klostersee kassierte prompt zwei Strafminuten. Die größte Tormöglichkeit hatte aber erst wieder der zurückgekehrte Sünder Nicolai Quinlan, der an von Fraunberg scheiterte.

Bei der nächsten Überzahl machten es die Eispiraten besser. Lukas Miculka fälschte einen Schuss von Erik Walter in der Luft gekonnt an EHC-Goalie Dominik Gräubig vorbei ab. Den Spielverlauf auf den Kopf gestellt hätte fast noch Miculka, als er 20 Sekunden vor der Sirene vorbei zielte.

Das zweite Drittel begann mit einer Strafzeit gegen Dorfens Borrmann, und die veredelte Raphael Käfer mit einem Zauberstück. Den Puck auf der Schlägerschaufel, chippte er diesen in die Maschen. Gleixner fälschte eine Minute später einen Schuss an den Pfosten des ESC-Tores. Mit Klasseparaden musste von Fraunberg selbst bei Dorfener Überzahl weitere Gegentreffer verhindern. So einer fiel dann zum 3:1 für Klostersee, als Sandro Schroepfer zu Unrecht auf die Sünderbank musste und Käfer mutterseelenallein vor von Fraunberg einschob.

Es folgten drei Strafzeiten gegen die Gäste, und Dorfen hatte nun Oberwasser. Eine gute Nachschussmöglichkeit für den jungen Walter nach einem Bandenabpraller war aber zu wenig. Simon von Fraunberg hatte da in der Schlussphase ganz andere Hochkaräter zu entschärfen.

Der letzte Spielabschnitt begann wie der zweite: Strafzeit Dorfen, Tor für Klostersee nach nur sieben Sekunden durch Bob Wren. Sieben Sekunden waren auch von der nächsten ESC-Strafe von der Uhr, da jagte Käfer die Scheibe ins Kreuzeck zum 5:1. So ein Klasseschuss gelang auch Ernst Findeis zum zweiten Dorfener Treffer. Der 46-jährige Wren traf zum 6:2 für Klostersee auch noch in Unterzahl, und elf Minuten vor Schluss war die Messe gelesen. Als zwei Kosterseer gleichzeitig auf die Sünderbank mussten, schloss Timo Borrmann mal ein Klassepowerplay zum 3:6 ab.

Statistik:

Tore/Assists: 0:1 (5.) Kaller (Baumhackl, Wren / 5-4), 1:1 (18.) Miculka (Millers, Walter / 5-4), 1:2 (23.) Käfer (5-4), 1:3 (29.) Käfer (5-4), 1:4 (42.) Wren (Kischer, P. Quinlan/ 5-4), 1:5 (45.) Käfer (5-4), 2:5 (47.) Findies (Kroner, Brenninger), 2:6 (50.) Wren (Baumhackl / 4-5), 3:6 (56.) Borrmann (5-3) – Hauptschiedsrichter: Florian Fröhlich – Strafminuten: ESC 16 / EHC 26 – Zuschauer: 200

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