+
Gehörig Druck machten die River Rats gegen den HC Landsberg vor allem im zweiten Drittel. Klaus Berger (re.) erzielte beim wichtigen 8:7-Heimsieg den Treffer zum 3:2-Zwischenstand. 

Eishockey

Alles reine Nervensache

Kniffelige Eisbereitung, eine kaputte Zamboni und ein Zittersieg des ESC Geretsried

Geretsried – Beim ESC Geretsried brauchte man am Sonntag starke Nerven. Zum einen galt es, bei den warmen Temperaturen eine tragfähige Eisfläche ins Heinz-Schneider-Stadion zu zaubern, die dann auch noch rechtzeitig für das Heimspiel der River Rats gegen den HC Landsberg fertig sein sollte. Bereits am Donnerstag starteten die Verantwortlichen einen ersten Versuch. Das Eis zog bis zum Abend aber nicht an. In zwei Nachtschichten probierte man es erneut. Am Sonntag dann die große Erleichterung: Dem ersten Match der Saison vor eigener Kulisse stand nichts mehr im Wege.

„Was Rico Lehwald als Chef des Stadion-Betreibervereins mit seiner Crew und den Eismeistern geleistet hat, verdient größten Respekt“, lobte ESC-Vorsitzender Thomas Stöber. „Es ist sensationell, wie die das hinbekommen haben. Alle haben einen super Job gemacht.“ Erschwerend kam hinzu, dass die Eismaschine am Samstag wegen eines Motorschadens ausfiel. „Wir haben als vorübergehenden Ersatz unseren alten Zamboni geholt, den wir vor vielen Jahren an den EC Thanning abgegeben haben“, erklärte Stöber mit Dank an den Nachbarverein.

Eine Achterbahn der Gefühle erlebten die Fans dann bei der Heimpremiere der River Rats. Mit Ach und Krach brachten sie gegen Landsberg einen 8:7 (2:2, 5:0, 1:5)-Sieg über die Zeit. Beide Trainer sahen ein ausgeglichenes ersten Drittel, doch über die weitere Distanz zeigten die Mannschaften höchst wechselhafte Leistungen. „Wir haben völlig den Faden verloren, viele Strafzeiten und dementsprechend Unterzahltore kassiert“, monierte HCL-Coach Randy Neal, dessen Team im Mittelabschnitt mit 0:5 unterging.

Aber die Gäste zeigten Willen und kamen auf 5:7 und 7:8 (57.) heran. „Aufgrund unserer vielen Strafzeiten hat Landsberg Lunte gerochen. Wir sind dann wie in allen Spielen zuvor nervös geworden. Unser achter Treffer war wichtig, und Gottseidank hat es diesmal am Ende für den ersten Sieg gereicht“, freute sich Ludwig Andrä. Der ESC- Coach ist jedenfalls froh, dass er mit seinen Schützlingen ab sofort in der heimischen Arena zu einer vernünftigen Uhrzeit drei Mal in der Woche trainieren kann. gos

Auch interessant

Kommentare