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Der nächste Schritt in der Trainerkarriere: Stefan Roth kommt zum ESC

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Von: Thomas Wenzel

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Ein neues Gesicht an der Bande beim ESC Geretsried: Stefan Roth trainierte zuletzt den ESV Burgau.
Ein neues Gesicht an der Bande beim ESC Geretsried: Stefan Roth trainierte zuletzt den ESV Burgau. © halmel

Mit dem Peißenberger Stefan Roth übernimmt ein junger Trainer die Geretsrieder River Rats. Der 42-Jährige war zuletzt beim Landesligisten ESVS Burgau tätig.

Geretsried – Groß war das Bedauern beim ESC Geretsried, als Randy Neal am Ende der Bayernliga-Saison seinen Abschied verkündete. Der 65-jährige Kanadier war zum Jahreswechsel für den erkrankten Rudi Sternkopf bei den River Rats eingesprungen und hatte das Team in der Abstiegsrunde auf Rang vier geführt. „Es ist Zeit für mich, in Eishockey-Rente zu gehen“, hatte der Peißenberger als Begründung angegeben.

Vielleicht hat es mit den guten Erfahrungen zu tun, die der ESC mit Neal gemacht hat – jedenfalls kommt auch der neue Coach aus Peißenberg. Stefan Roth ist mit seinen 42 Jahren noch ein jüngeres Semester im Trainergeschäft. Aktiv gespielt hat der verheiratete Vater zweier Söhne beim EC Peiting (Oberliga) und beim TSV Peißenberg (Bayernliga) – unter anderem unter Randy Neal. Bei seinem Heimatverein war Roth auch als Nachwuchscoach tätig, ehe er eine Saison beim Landesligisten SC Forst (2019/20) und zuletzt beim ESV Burgau (2020 bis 2022) an der Bande stand. Weil ihm die Fahrten in den Landkreis Günzburg auf Dauer zu weit waren, bewarb sich der Lehrer an einer Peißenberger Mittelschule jetzt in Geretsried.

Dort zeigte man sich schnell aufgeschlossen. „Nachdem wir mit Stefan in Kontakt getreten sind, waren wir sofort überzeugt, mit ihm den richtigen Mann an Bord zu holen“, sagt Peter Holdschik. Der neue Übungsleiter sei bereit, den anvisierten Weg der River Rats voll mitzugehen. „Einerseits wollen wir natürlich die Play-off-Plätze im Visier haben, andererseits auch stetig junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an das Bayernliga-Niveau heranführen und in die Mannschaft einbauen“, erklärt der 2. Vorsitzende. Die Entscheidung für Roth sei bewusst getroffen worden, betont Holdschik: „Wir setzen hier auf einen jungen Trainer, der Geretsried auch als Chance sieht, sich weiterzuentwickeln.“

So sieht das auch der neue Übungsleiter. „Die Bayernliga war jetzt der nächste Schritt, den ich in meiner Laufbahn gehen wollte“, sagt Roth. Seine bisherigen Tätigkeiten seien durchaus interessant gewesen. „Zumal Forst und Burgau zwei völlig unterschiedliche Vereine sind“, betont der 42-Jährige. Bei den Naturboyz habe er es mit einer eingeschworenen Truppe Einheimischer zu tun gehabt, beim ESV gab es etliche auswärtige und ausländische Akteure. Dass es trotzdem für die Burgauer nicht zur Landesliga-Meisterschaft gereicht hat, lag laut dem Coach an Verletzungsproblemen und der Konkurrenz: „Reichersbeuern und Germering waren einfach zu stark.“

Den Eishockey-Standort Geretsried kennt Roth vor allem aus seiner aktiven Zeit. „Das waren immer harte Duelle und es war immer unangenehm, hier zu spielen“, so der 42-Jährige über die Heimstärke der River Rats. Die aktuelle Mannschaft selbst kennt er noch nicht, hat den ESC zuletzt vor drei Jahren bei einem Auftritt in Peißenberg gesehen. „Ich hoffe in jedem Fall, dass wir wieder eine schlagkräftige Truppe zusammenbekommen“, betont der 42-Jährige, der am 18. Juni mit dem Sommertraining beginnen will. Taktisch setzt er auf drei Blöcke und möchte offensives Eishockey spielen lassen, „ohne aber dabei die Defensive zu vernachlässigen“. Wichtig sei ihm, dass sein Team dem Gegner das Spiel aufzwingen könne.

Zwei persönliche Herausforderungen sieht der  neue ESC-Bandenchef noch auf sich zukommen: „Dass wir dreimal pro Woche trainieren und am Wochenende zweimal im Einsatz sind.“

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