Geretsrieds Ruf eilt bis nach Frankfurt

Geretsried - River Rats halten Trostberg mit einem 4:2-Sieg auf Distanz

Geretsried – Sage noch einer, der ESC Geretsried würde keine Zuschauer anlocken. 221 Eishockeyfreunde wollten sich bei widrigem Wetter den Vergleich zwischen den River Rats und ihrem ärgsten Verfolger, dem TSV Trostberg, ansehen. Darunter sieben Fans der Frankfurt Lions. Die hatten sich im Internet aus dem Hessischen nach Geretsried in die Landesliga gegoogelt. „Wir wollten mal Freiluft-Eishockey sehen“, verriet Markus Metzger, einer von ihnen. Was das Septett noch sah: einen völlig verdienten 4:2 (2:0, 1:0, 1:0) der Gastgeber, mit dem die River Rats den Vorsprung vor ihrem Tabellennachbarn vergrößerten.

Die Geretsrieder begannen engagiert und couragiert, die ersten Minuten gehörten klar ihnen – und Max Kruck, der ein paar Mal beherzt zupacken musste, um einen ganz frühen Rückstand zu verhindern. Doch in der vierten Minute war auch Trostbergs Goalie machtlos: Moritz Lauer hatte den Puck zum 1:0 für die Rats unter die Latte gezimmert. Das 2:0 zwei Minuten vor der ersten Pause durch den starken Martin Köhler entsprach genau dem Kräfteverhältnis.

Enger wurde die Angelegenheit in den beiden folgenden Dritteln. Man habe gesehen, dass Trostberg das Match sehr ernst genommen habe, befand Peter Holdschik später, „die waren ja so komplett wie heuer noch nie auf dem Eis“. Für den ESC-Coach waren „das deshalb zwei ganz wichtige Punkte“. Die sich die Rats mit einer weitgehend konzentrierten Leistung verdienten – bis auf die Schlussphase. Während einer fünfminütigen Überzahl ließen es die Hausherren arg locker angehen, was Trostberg das zweite Tor durch Martin Hagemeister erlaubte.

Am Ende waren viele glücklich; die Geretsrieder über ihren Erfolg, und ihre Frankfurter Gäste über den zünftigen Beginn ihres Wochenendtrips, der mit Abstechern nach Moosburg und Buchloe heute und morgen seine Fortsetzung findet. Lions-Fan Metzger: „Super hier. Es schneit, und das Bier schmeckt auch.“

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