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Einen starken Auftritt zeigten die River Rats um Josef Reiter (am Puck) beim ersten Heimspiel im renovierten Eisstadion gegen den ESV Königsbrunn.

EISHOCKEY - BAYERNLIGA

River Rats vor der Abstiegsrunde: Platz eins oder zwei sollte das Ziel sein

ESC-Vize Peter Holdschik setzt hohe Erwartungen in die zweite Saisonhälfte. Doch die schwere Verletzung von Torjäger Ondrej Horvath überschattet die Abstiegsrunde.

Geretsried – Um einen Platz besser, aber mit drei Punkten weniger als im Vorjahr hat das Geretsrieder Eishockeyteam eine turbulente Bayernliga-Vorrunde als Tabellenneunter abgeschlossen. Weil sich die Sanierung und Überdachung des Heinz-Schneider-Stadions verzögerte, mussten die River Rats bis Mitte November ihre Heimspiele in Mittenwald austragen und sich in fremden Stadien Trainingszeiten anmieten. Am 24. November fand gegen den ESV Königsbrunn (9:5) endlich das erste Match vor heimischer Kulisse statt. Trotz einer kleinen Siegesserie reichte es für die Mannschaft von Trainer Sebastian Wanner am Ende nicht mehr, um unter die Top-6 zu kommen. Im Gespräch mit Sportredakteur Thomas Wenzel ließ ESC-Vize Peter Holdschik die Vorrunde Revue passieren und wagte einen Ausblick auf die Abstiegsrunde, die am Sonntag mit dem Derby gegen Peißenberg beginnt.

Herr Holdschik, kommen wir gleich zum aktuellsten Thema: Ausgerechnet im letzten, unwichtigen Match am Sonntag in Dorfen hat sich Torjäger Ondrej Horvath schwer verletzt. Wie sieht es aus?

Stand Montag sieht es nicht gut aus. Allerdings müssen wir abwarten, was die Kernspinuntersuchung am Dienstag ergibt. Erst dann kann man sagen, wie schwerwiegend die Knieverletzung ist und ob Ondrej länger ausfällt. Das wäre natürlich extrem bitter.

Wie wollen Sie weiter vorgehen? Wird ein Ersatzmann verpflichtet?

Ich bin in ständigem Kontakt mit unserem Vorsitzenden Markus Janka und Trainer Sebastian Wanner. Wir werden zu gegebener Zeit – falls notwendig – eine Entscheidung treffen. Allerdings muss bei einem eventuellen Transfer alles passen – der Spieler muss uns weiterhelfen und finanzierbar sein. Ich habe keine Lust, da einen Schnellschuss zu tätigen.

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Das heißt, Sie warten noch ab?

Wir haben ja den Vorteil, dass wir am Freitag noch spielfrei sind. Und ich traue unserer Mannschaft schon zu, dass sie am Sonntag gegen Peißenberg auch ohne Ondrej zurecht kommt. Aber natürlich würde es in den kommenden Wochen die Sache leichter machen, wenn wir bei Bedarf einen Ersatz hätten.

Horvath hatte ja zu Beginn krankheitsbedingt auch schon gefehlt ...

Ja, und auch deshalb muss ich unserer Mannschaft meinen Respekt zollen. Was die Jungs trotz aller Widrigkeiten mit den Spielen in Mittenwald und Trainingsterminen abends um 22 Uhr in Bad Tölz geleistet haben, war toll.

Was waren für Sie die Höhepunkte?

Der 8:3-Sieg in Peißenberg, dazu die kleine Heimserie in unserem renovierten Stadion mit dem klaren Erfolg gegen Königsbrunn.

Gab’s auch Durchhänger?

Ja, das 1:2 gegen Peißenberg im Mittenwalder Stadion. Und die beiden Niederlagen gegen Erding und Schongau haben geschmerzt.

Häufig wurde davon gesprochen, dass es in der Defensive Probleme gibt. Hätte nicht ein zusätzlicher Verteidiger der Mannschaft gut getan?

Natürlich, das haben wir ja von Anfang an gesagt. Aber der Markt hat halt nichts hergegeben. Letztlich ist das aber auch eine taktische Angelegenheit. Und unser Trainer lässt halt lieber etwas offensiver spielen (lacht).

Wie sieht die Marschroute für die Abstiegsrunde aus?

Meiner Ansicht nach sollte Platz eins oder zwei das Ziel sein. Dann hätten wir den Klassenerhalt sicher und dürften auch noch an den Pre-Play-offs teilnehmen.

Das wird auch der Plan der Konkurrenz sein ...

Natürlich. Die Qualifikation wird genau spannend und schwer wie die Vorrunde. Es muss uns klar sein, dass wir Vollgas geben sowie konzentriert und konsequent auftreten müssen.

Wer sind die stärksten Gegner?

Königsbrunn und Peißenberg. Aber man darf die anderen Klubs wie Schongau und Dorfen auch nicht unterschätzen. Ich hoffe nur, dass wir nicht in die Play-downs müssen. In so einer Situation liegen dann bei allen Beteiligten die Nerven blank.

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