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Verletzungsmisere bei den River Rats hält an

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Von: Thomas Wenzel

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Drei Rippen sind angeknackst: Abwehr-Ass Marek Haloda wird den Geretsrieder River Rats für mindestens drei Wochen fehlen.
Drei Rippen sind angeknackst: Abwehr-Ass Marek Haloda wird den Geretsrieder River Rats für mindestens drei Wochen fehlen. © hans lippert

Die Verletzungsmisere bei den Geretsrieder River Rats nimmt kein Ende: Jetzt fällt Abwehr-Ass Marek Haloda wegen Rippenbruchs für drei Wochen aus. Außerdem fehlen im Match beim ESV Buchloe weitere Stammspieler.

Geretsried – Eigentlich sollte Rudi Sternkopf keinen Grund zum Klagen haben. Mit der bisherigen sportlichen Ausbeute des Geretsrieder Eishockeyteams kann der Trainer nämlich durchaus zufrieden sein. Zuletzt erkämpften sich die River Rats beim VfE Ulm/Neu-Ulm einen 5:4-Sieg, hatten allerdings im Heimspiel gegen den alten Rivalen TSV Erding trotz bester Chancen mit 3:6 das Nachsehen. Und trotz der Niederlage gaben die beiden jungen Backup-Goalies Maximilian Freytag und Johanna May – sie waren für den erkrankten Stammkeeper Martin Morczinietz eingesprungen – eine gute Figur ab. „Sie habe ihre Sache wirklich gut gemacht“, lobte Sternkopf, der mit dem ESC weiterhin den angepeilten achten Tabellenplatz einnimmt.

Was den 55-Jährigen allerdings zermürbt, ist zum einen der mittlerweile völlig durchlöcherte Spielplan der Bayernliga. Kein Wochenende, an dem Corona-bedingt nicht Mannschaften pausieren müssen. Dieses Mal hat sich der ESC Kempten abgemeldet, der am Sonntag im Heinz-Schneider-Eisstadion zu Gast gewesen wäre. „Ich weiß gar nicht, wann die Klubs ihre Nachholspiele austragen sollen. Die Kemptener zum Beispiel brauchen jetzt mindestens 14 Tage oder drei Wochen, bis wieder alle Spieler für den Sport zugelassen sind“, hadert der Coach.

Was ihn zusätzlich frustriert, ist die schier endlose Verletzungsmisere bei den River Rats. Maximilian Hüsken (krank), Xaver Hochstraßer (Schulter) und Daniel Merl (Knie) waren auch diese Woche nicht im Training. Der nächste Tiefschlag: Abwehr-Ass Marek Haloda hat sich drei Rippen gebrochen. Passiert ist das Malheur wohl am Freitag in Ulm, dennoch lief der 29-jährige Tscheche ohne größere Probleme am Sonntag gegen Erding auf. Die ärztliche Diagnose folgte dann zu Wochenbeginn. „Er wird bis zu drei Wochen fehlen. Das ist bitter“, so Sternkopf.

Genaue personelle und taktische Vorstellungen für die Partie am heutigen Freitag beim ESV Buchloe (20 Uhr) hat der Coach deshalb noch nicht: „Ich bin schon froh, wenn die zwölf Leute zur Verfügung stehen, die im Training waren.“ Die Gastgeber, die im Vorbereitungsspiel in Geretsried mit 2:5 das Nachsehen hatten, rangieren als Neunter einen Platz hinter den River Rats. Zuletzt verloren die Allgäuer um ihre Topscorer Michal Petrak (5 Tore/11 Vorlagen) und Kapitän Alexander Krafczyk (15 Scorerpunkte) gegen Klostersee (4:6) und Peißenberg (3:6). Die Ansage von Rudi Sternkopf für das Match in Buchloe ist in Anbetracht der Situation wenig euphorisch: „Wir schauen einfach nur, dass wir ohne Verletzte und Infizierte wieder gut nach Hause kommen.“

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