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Eine enge Partie dürfte das Derby am Sonntagabend zwischen dem ESC Holzkirchen (in Weiß) und der Spielgemeinschaft Schliersee/Miesbach 1b werden. Gespielt wird im Hubertusstadion.

ESC Holzkirchen empfängt SG Schliersee/Miesbach 1b

Derby der Gebeutelten

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Es ist soweit, Weihnachtsderby im Hubertusstadion: Der ESC Holzkirchen empfängt am Sonntag die SG Schliersee/Miesbach 1b.

Holzkirchen – Im vergangenen Jahr war das Weihnachtsderby zwischen dem ESC Holzkirchen und der SG Schliersee/Miesbach 1b (damals noch 1c) so etwas wie das Spitzenspiel der Eishockey-Bezirksliga 3. Der ESC zog an der Tabellenspitze einsam seine Kreise, die Spielgemeinschaft lag auf Platz vier nur einen Punkt hinter Rang zwei. An diesem Sonntag, wenn es um 19 Uhr im Hubertusstadion zur Neuauflage kommt, sind die Vorzeichen andere. „Es ist schade, dass unsere Landkreis-Mannschaften so schlecht dastehen“, sagt Holzkirchens Trainer Christian Frütel.

In der Tat sind beide derzeit ein Stück von Tabellenplatz zwei entfernt, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Der ESC hat bei sieben Spielen schon acht Punkte Rückstand auf Rang zwei, elf sind es zum Spitzenreiter. Schliersee/Miesbach hat bereits zehn Spiele absolviert und liegt vier Zähler hinter dem Zweiten, der erst acht Partien gespielt hat. Sieben Punkte Abstand sind es zu Platz eins. „Wir haben uns auf jeden Fall von den Playoffs verabschiedet“, sagt Hans Eham, Sportlicher Leiter der SG.

Holzkirchen hingegen nicht. „Ich sehe das nicht so schwarz und meine Mannschaft auch nicht“, sagt Frütel. „Wir haben jetzt noch neun Spiele. Wenn wir sieben gewinnen, sind wir mit Sicherheit Zweiter.“ Gegen die SG geht es daher nur um die drei Punkte. Nicht um die Lokalrivalität, nicht um die Ehre – nur um den Sieg. „Es ist egal, ob Schliersee oder eine andere Mannschaft kommt, wir müssen gewinnen.“

Freilich habe das Derby einen Nebeneffekt: „Wenn wir da gewinnen, gibt das zusätzlich Selbstvertrauen, und wir können die Negativerlebnisse der letzten Wochen vergessen machen.“ Vor allem zu Hause läuft es für Holzkirchen heuer nicht. Von den drei Heimspielen ging jedes verloren. Doch die Stimmung lassen sich die Holzkirchner davon nicht verderben. „Meine Mannschaft ist brutal fokussiert“, sagt Frütel. „Wir freuen uns auf das Derby.“

So geht es auch den Schlierseern und Miesbacher. „Da ist immer was los“, sagt Eham. Knapp 600 Zuschauer waren es im vergangenen Jahr. „Das ist eine tolle Atmosphäre in Holzkirchen.“ Dort muss die SG jedoch arg dezimiert antreten. Mit Yannick Dreier, Dominik Willibald und Lukas Pfeiffer fällt die komplette erste Sturmreihe aus. Zudem wird Torhüter Markus Voit nicht rechtzeitig fit. „Wir kriegen schon drei Reihen zusammen“, sagt der Sportliche Leiter. „Aber Favorit sind wir nicht.“ Diese Rolle geht für Eham ganz klar an die Gastgeber: „Holzkirchen hat ein brutales Stadion, dann kommt noch das Wetter hinzu – da musst du als Auswärtsmannschaft erst mal bestehen.“ Zudem habe sich der ESC bislang unter Wert verkauft. „Die stehen sich zur Zeit selbst im Weg“, glaubt Eham.

Holzkirchens Frütel geht von einer engen Partie aus. „Das wird am Sonntag ein heißes Spiel.“ Auch der ESC-Coach hat einige Langzeitverletzte zu beklagen. Diese Woche gesellte sich noch Andreas Hieber dazu, der sich mit einer langwierigen Erkältung plagt. „Ich habe genug andere“, sagt der Trainer. „Dann müssen die kämpfen.“ Frütel hofft am Sonntag vor allem, dass das Wetter besser wird als vorhergesagt, „damit viele Leute kommen“.

Der ESC rührte in den vergangenen Tagen zumindest eifrig die Werbetrommel. Auf der Facebook-Seite warben Nationalspieler Leo Pföderl, Ex-Profi Klaus Kathan und Andreas Schwarz von den Tölzer Löwen für das Weihnachtsderby. In der ersten Drittelpause zeigen die Eiskunstläufer ihr Können, die zweite Pause gehört dem Förderverein Holzkirchner Halle, der auch mit dem ESC die Verpflegung übernimmt. Es ist also alles gerichtet für ein Eishockey-Fest.

jpa

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