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Fehlende Überdachung: Im Hubertusstadion ist für die Knaben kein Spielbetrieb möglich.

Knabenmannschaft kann nicht aufsteigen

Nicht genug Eiszeit

ESC Holzkirchen – Die Knabenmannschaft des ESC Holzkirchen muss auf den Aufstieg in die Landesliga verzichten. Der Grund: Zu wenig Eiszeit im Hubertusstadion. 

16 Spiele, 16 Siege, 32:0 Punkte und 116:28 Tore – die Knabenmannschaft des ESC Holzkirchen hat vergangene Saison die Gruppe 3 in der Bezirksliga nach Belieben dominiert. Logische Konsequenz: der Aufstieg. Eigentlich.

„Die Begebenheiten im Holzkirchner Eisstadion lassen einen Landesliga-Spielbetrieb für die Knaben nicht zu“, sagt jetzt ESC-Vorsitzende Helmut Heinrich. „Wir bringen die Eiszeiten einfach nicht zusammen.“ Die Ernüchterung nach der Aufstiegseuphorie folgte, als der Bayerische Eissport-Verband den Spielmodus für die Knaben-Landesliga veröffentlichte. Demnach stünde bereits zwischen 3. Oktober und 15. November eine Vorrunde mit zehn Spielen – ergo fünf Heimspielen – auf dem Programm. Da im Holzkirchner Hubertusstadion aber frühestens ab 1. November mit Eis zu rechnen ist, müssten entweder alle fünf Heimspiele binnen zwei Wochen stattfinden oder in die umliegenden Stadien nach Bad Tölz oder nach Miesbach ausgelagert werden.

„Für fünf Spiele binnen einer Woche fehlt uns die Eiszeit, für eine Auslagerung der Spiele die finanziellen Mittel“, stellt Heinrich klar. „Dafür müssten wir schon sehr viel Bandenwerbung verkaufen.“ Auch für die Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrunde, die bis einschließlich 6. März gespielt wird, gäbe es am Ende kein Eis mehr in Holzkirchen.

„Der ESC ist permanent bestrebt eine Verlängerung der Eiszeit oder eine Überdachung beziehungsweise einen Neubau in die Wege zu leiten“, betont der Vorsitzende. „Allerdings ist das alles eine Frage des Geldes.“ Die Gemeinde, so Heinrich, komme dem Verein ohnehin schon entgegen. „Außerdem lassen sie uns für die Werbemaßnahmen im Stadion völlig freie Hand."

Für Knaben-Trainer Markus Nachtmann ist das allerdings nur ein schwacher Trost. „Da geht für die Spieler natürlich ein Stück Entwicklung verloren. Alles steht und fällt mit einem neuen Stadion.“ Dennoch, dessen ist man sich beim ESC bewusst, ist auch das Hubertusstadion in seinem gegenwärtigen Zustand keine Selbstverständlichkeit. „Wir sind froh, dass wir jedes Jahr aufs Neue eine bespielbare Eisfläche bekommen“, sagt Nachtmann. „Und das hoffentlich noch lange."

Bastian Huber

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