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Lange Gesichter auf der Moosburger Bank: Die EVM-Puckjäger erlebten am Freitag gegen die Gäste vom VfE Ulm/Neu-Ulm einen Abend zum Vergessen.

Eishockey

1:9 gegen Ulm: EV Moosburg „wie das Kaninchen vor der Schlange“

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Die Talfahrt des EV Moosburg in der Verzahnungsrunde geht weiter: Auch gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm präsentierten sich die Grün-Gelben über weite Strecken äußerst harmlos und mussten beim 1:9 (0:3, 1:2, 0:4) die bislang höchste Niederlage in dieser Runde hinnehmen. Dazu kamen vier neue Namen auf der Verletztenliste.

Moosburg – „Wie das Kaninchen vor der Schlange“ hatte Coach Bernie Englbrecht seine Eishackler über die 60 Minuten gesehen. Und sein Pendant Robert Linke gab ihm insofern Recht, „dass es uns der Gegner heute streckenweise auch recht einfach gemacht hat“. Dabei sah es für die Moosburger personell endlich mal wieder vielversprechend aus: Mit den Comebackern Daniel Möhle und Max Retzer hatte Trainer Englbrecht zwei neue Optionen für die Offensive. Doch der EVM startete denkbar unglücklich in die Partie: Bereits nach eineinhalb Minuten verlor Goalie Carlo Schwarz die Kontrolle über die Scheibe – das war das 0:1. Kurz darauf mussten zwei Moosburger auf die Strafbank, was die Gäste via Powerplay mit dem zweiten Gegentreffer bestraften. Das dritte Devils-Tor nach 13 Minuten war fast schon die Vorentscheidung. Von den Hausherren kam außer ein paar ungenauen Alibi-Pässen nach vorne fast gar nichts, hinten stolperte man von einer Verlegenheit in die nächste.

Immerhin kämpferisch klar verbessert gingen die Dreirosenstädter in den zweiten Abschnitt. Dabei erspielten sie sich auch die eine oder andere kleinere Torchance. Doch Ulm war weiterhin viel gefährlicher: Dem 0:4 (29.) folgte bald Treffer Nummer fünf (32.). Die Gastgeber schienen den Faden nun wieder verloren zu haben. Für einen kleinen Hoffnungsschimmer sorgte nach 34 Minuten Rückkehrer Daniel Möhle, der eine 5:4-Überzahl mit dem 1:5 abschloss. Bei den beiden vorangegangenen Powerplays war dem EVM kein einziger vernünftiger Torschuss gelungen.

Wer die Hoffnung für den Schlussabschnitt noch nicht aufgegeben hatte, wurde bald enttäuscht. Sechs Strafzeiten kassierten die Moosburger in den letzten 20 Minuten – und so lässt sich natürlich kein Spiel drehen. Ganz im Gegenteil: Die Devils nahmen die Überzahl-Gelegenheiten gerne wahr und bauten ihre Führung so in aller Ruhe auf 9:1 aus. Neben den statistischen mussten die Gastgeber nun auch noch personelle Hiobsbotschaften verkraften: Stefan Groß (Schulter ausgekugelt) und Alexander Asen (Folgen eines Kniechecks) konnten nicht mehr weiterspielen, und auch die Namen von Kapitän Kevin Steiger und Tobias Gilg kamen nach der Begegnung auf die Verletztenliste. Fazit: Es war ein Abend zum Vergessen.

EV Moosburg – VfE Ulm/Neu-Ulm 1:9 (0:3, 1:2, 0:4)

Tore: 0:1 (1:29) Dschida (Synek), 0:2 (6:48) Schirrmacher (Döring, Dörner), 0:3 (13:08) Döring (Ceslik, Schirrmacher), 0:4 (28:11) Synek (Simon, Ceslik), 0:5 (31:43) Synek (Brückner), 1:5 (34:34) Möhle (Maier, Gröger), 1:6 (45:17) Ceslik (Koberger, Simon), 1:7 (47:32) Brückner (Synek,
Koberger), 1:8 (48:05) Dörner (Jainz, Schirrmacher), 1:9 (50:31) Brückner (Synek).

Strafminuten: 20/8.

Zuschauer: 135.

Aufstellung: Schwarz, Probst (ab 28:11); Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Rotzinger, Eigner; Ujcik, Stuckenberger, Retzer, Seidlmayer, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Möhle.

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