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In der Offensive meist zu überhastet: Die EVM-Puckjäger konnten gegen Dorfen aus ihren Möglichkeiten wenig Kapital schlagen.

Eishockey-Bayernliga

Eine Strafe und ihre Folgen

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Der EV Moosburg wartet weiterhin auf seinen ersten Heimsieg in dieser Bayernliga-Saison: Mit dem ESC Dorfen konnten die Dreirosenstädter am Freitagabend nur ein Drittel lang mithalten. Am Ende hieß es 3:7 (1:1, 0:4, 2:2). Eine frühe Spieldauer-Disziplinarstrafe hatte die Startschew-Schützlinge anscheinend komplett aus dem Konzept gebracht.

Moosburg – Torreich, unberechenbar, unterhaltsam – und vor allem: meist auf Augenhöhe. Wenn sich Moosburg und Dorfen in den vergangenen Jahren gegenüberstanden, war für die Zuschauer eigentlich immer etwas geboten. In dieser Tradition verlief auch der erste Abschnitt: Die Partie wogte hin und her, Torszenen gab es auf beiden Seiten en masse. Die favorisierten Gäste brauchten jedenfalls ein Powerplay, um nach knapp einer Viertelstunde in Führung zu gehen. Doch der EVM blieb dran, fightete und kam in Person von Patrice Dlugos kurz vor der Pausensirene zum mehr als verdienten Ausgleich. Nur 13 Sekunden danach leistete sich EVM-Stürmer Daniel Schander allerdings einen Bandencheck gegen den Ex-Moosburger Christian Göttlicher, den der Referee mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe ahndete. Diese Aktion war so etwas wie der Partybreak aus grün-gelber Sicht.

Auch wenn der EVM zu Beginn des zweiten Abschnitts tapfer verteidigte und in der fünfminütigen Unterzahl lediglich einen Gegentreffer hinnehmen musste, fanden die Gastgeber nicht mehr zurück ins Spiel. Die Dorfener nutzten in der Folgezeit jeden einzelnen Fehler der Moosburger gnadenlos aus und zogen auf 5:1 davon.

Daran änderte sich auch im Schlussdrittel nichts. Obwohl die Unparteiischen nun erst gemerkt zu haben schienen, dass auch für ESC-Spieler eine Strafbank bereit steht, konnte der EVM aus den sich immer öfter ergebenden numerischen Überlegenheiten kein Kapital schlagen. Ganz im Gegenteil: Bei eigener 5:3-Überzahl enteilte ihnen gar Doppeltorschütze Trevor Hills – Penalty. Den konnte Goalie Thomas Hingel aber entschärfen.

Doch mit zwei weiteren Toren sorgten die Eispiraten in aller Ruhe für die endgültige Entscheidung. Moosburg hingegen wirkte bei seinen Offensivbemühungen viel zu überhastet, verlor immer wieder die Scheibe und offenbarte in der Abwehr bedenkliche Lücken. Immerhin das Ergebnis noch freundlicher gestalten konnten in den beiden Schlussminuten David Michel und Daniel Möhle. Am ungefährdeten Sieg der Gäste aus Dorfen änderte der Doppelpack freilich nichts mehr.

EV Moosburg – ESC Dorfen 3:7 (1:1, 0:4, 2:2)

Tore: 0:1 (13:54) Mayer (Fengler), 1:1 (19:25) Dlugos (Schander, Lenczyk), 1:2 (20:57) Hills (Miculka, Fengler), 1:3 (29:32) Hills (Sorsak), 1:4 (36:11) Miculka (Mayer, Fengler), 1:5 (36:46) Seidlmayer (Brenninger T.), 1:6 (43:04) Miculka, 1:7 (53:14) Brenninger T. (Sorsak), 2:7 (58:27) Michel, 3:7 (59:05) Möhle (Michel, Hanöffner). 

Strafminuten: EVM 8+5+ Spieldauer Schander (Bandencheck), ESC 12. 

Zuschauer: 240.

Aufstellung: Hingel, Probst; Ujcik, Steiger, Jeske, Lenczyk, Fink, Krämmer; Dlugos, Hanöffner, Möhle, Schander, Michel, Wawrotzki, Kankovsky, Asen, Killermann.

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