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Chancenlos: EVM-Keeper Linus Messerer stand den Schweinfurter Angreifern oftmals allein gegenüber. 

Eishockey 

Puck und Gegner im Griff

Sie haben gekämpft bis zum Schluss. Doch die starke Leistung im letzten Drittel reichte dem EV Moosburg nicht, das Match noch zu drehen. So kassierten die Dreirosenstädter am Freitag beim 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) gegen Bayernligist Schweinfurt die erste Niederlage in der Verzahnungsrunde.

Moosburg – Coach Bernie Englbrecht stand exakt das Personal der Vorwoche zur Verfügung. Was bedeutete: Aus der erhofften Rückkehr von Stürmer Daniel Möhle wurde erst mal nix. Die Hausherren legten trotzdem los wie die Feuerwehr und tauchten einige Male gefährlich vor dem Gäste-Gehäuse auf. „Da, wenn wir das 1:0, 2:0 machen, sieht das Ergebnis am Ende sicher anders aus“, trauerte Englbrecht den vergebenen Chancen in der Anfangsphase hinterher. Denn nach sieben Minuten und einem Stellungsfehler in der EVM-Defensive jubelten plötzlich die Gäste. Ein Tor, dass den Mighty Dogs Sicherheit gab. Jetzt wirbelten die Unterfranken, hätten ihrerseits neben dem 2:0 (18.) noch durchaus öfter treffen können.

Das taten sie dafür nur 13 Sekunden nach dem ersten Seitenwechsel – ein nächster Nackenschlag für die weiterhin bemühten Gastgeber. Doch zu großen Chancen kamen sie in der Folge nicht mehr. Die Schweinfurter ließen im zweiten Drittel, ohne sich überanstrengen zu müssen, immer wieder den Klassenunterschied erkennen, hatten Puck und Gegner im Griff.

Die Grün-Gelben fanden erst in den letzten 20 Minuten wieder richtig zurück ins Spiel. Markus Grögers schön herausgespieltes 1:3 (45.) war der erhoffte Weckruf. Von den Gästen war kaum noch was zu sehen, der EVM agierte nun als Herr im eigenen Haus. Doch die Sache mit dem Toreschießen bleibt offensichtlich ein Problem. Die Belagerungszustände im Schweinfurter Drittel sahen zwar gefährlich aus, der letzte Schritt – ein weiteres Tor – wollte aber nicht gelingen.

Wie man sowas besser macht, zeigten die beiden „alten Herrn“ und Ex-Profis im Gäste-Kader, die sich dort aktuell den Trainer-Job teilen: Nach einem Entlastungsangriff des ERV netzte Christopher Schadewaldt (34) zum vorentscheidenden 1:4 (54.) ein, und als Englbrecht Goalie Linus Messerer durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte, schoss Josef Straka (40) die Scheibe in den leeren Moosburger Kasten.

EV Moosburg - Schweinfurt 1:5 (0:2, 0:1, 1:2).

Tore: 0:1 (6:48) Rabs (Tratz), 0:2 (17:25) Kouba (Rypar, Schäfer), 0:3 (20:13) Straka (Rypar, Kouba), 1:3 (45:41) Gröger (Klinecky, Seidlmayer), 1:4 (53:03) Schadewaldt (Straka, Kouba), 1:5 (58:13) Straka (Rypar, Schadewaldt, ENG).

Strafminuten: 4/6.

Zuschauer: 125.

Aufstellung: Messerer, Schwarz; Krämmer, Maier, Steiger, Gröger, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Stuckenberger, Regan, Gilg, Klinecky, Groß, Asen, Killermann, Seidlmayer.

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