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Da war der EVM noch auf der Siegerstraße: Jakob Killermann (r.) und Vorlagengeber Nolan Regan bejubeln das 3:2.

Eishockey

Mit Personalsorgen in die Verzahnung

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Es war ein Derby, in dem es eigentlich um nicht mehr viel ging. Und trotzdem hatte man nicht den Eindruck, dass den Moosburgern und den Pfaffenhofenern die Punktevergabe egal war. So wurde auch am letzten Spieltag der Vorrunde noch mal um jede Scheibe gekämpft. Am Ende hieß es 6:3 für die IceHogs. Was die EVM-Verantwortlichen allerdings mehr störte als die drei verlorenen Punkte, war die Tatsache, dass zwei weitere Akteure verletzt vom Eis mussten.

Moosburg – Mit 14 Feldspielern war Moosburgs Coach Bernie Englbrecht in die Partie gegangen, nur zwölf von ihnen spielten sie zu Ende. Tobias Hanöffner ging mit ausgekugelter Schulter bereits zu Beginn des mittleren Abschnitts in die Kabine. Kevin Steiger folgte ihm eine Viertelstunde später, nachdem er von Pfaffenhofens Michael Welter (erhielt dafür eine redlich verdiente Spieldauer-Disziplinarstrafe) ziemlich unnötig umgemäht worden war.

Dafür, dass Leistungsträger wie Patrice Dlugos, Daniel Möhle, Tobias Gilg oder Markus Gröger erst gar nicht im Kader standen, überraschte die Dominanz der Hausherren im ersten Durchgang doch etwas. Während die Gäste (3.) noch um den zweiten Tabellenplatz kämpften, hätten die Dreirosenstädter (4.) mit einem Sieg den ECP vom letzten Stockerlplatz verdrängen können. Und das hatten sie auch vor, wie die Angriffsbemühungen zeigten. Gäste-Goalie Philipp Hähl stand zeitweise massiv unter Beschuss, konnte mit seinen Paraden aber eine Moosburger Führung verhindern. Ein Entlastungsangriff der IceHogs brachte ihnen nach zehn Minuten das schmeichelhafte 1:0, das Jakob Killermann allerdings noch vor der ersten Pause egalisierte (17.).

Der zweite Abschnitt war dann überschattet von den Verletzungen Hanöffners und Steigers. Die Gastgeber jedoch gaben zunächst weiter Gas: Nolan Regan besorgte in Minute 25 das 2:1. Aber auch hier folgte prompt eine Antwort – und zwar nur 54 Sekunden später in Form des erneuten Ausgleichs. Als Killermann den EVM mit dem 3:2 (37.) dann abermals in Führung schoss und Pfaffenhofen besagte Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt (fünf Minuten Unterzahl), sah es fast so aus, als ob die Grün-Gelben die Partie entscheiden könnten. „Aber das ist uns in dieser Phase nicht gelungen – das war sicherlich der Knackpunkt“, sagte Englbrecht nach dem Match. Im Gegenteil: Die Gäste kamen in Unterzahl zum Ausgleich (40.) und nutzten die personelle Schwächung der Moosburger in den letzten 20 Minuten gnadenlos aus. Dreimal musste Linus Messerer im EVM-Kasten trotz einiger starker Paraden noch hinter sich greifen.

Damit beendete der EV Moosburg die Vorrunde als Tabellenvierter und trifft in der am kommenden Wochenende beginnenden Verzahnungsrunde mit der BEL (Gruppe B) auf die Bayernligisten Black Hawks Passau, ERV Schweinfurt und EV Pegnitz sowie auf die Landesligisten ESV Burgau 2000, VfE Ulm/Neu-Ulm, EV Fürstenfeldbruck (alle Gruppe 2) und den EC Pfaffenhofen. Für den Heimauftauftakt gegen Fürstenfeldbruck (Freitag, 19.30 Uhr) hofft nicht nur Coach Englbrecht, dass er dann wieder auf einen größeren Kader zurückgreifen kann.

EV Moosburg – EC Pfaffenhofen 3:6 (1:1, 2:2, 0:3)

Tore: 0:1 (10:19) Eder (Oexler), 1:1 (16:48) Killermann (Hanöffner, Rotzinger), 2:1 (24:56) Regan (Groß, Steiger), 2:2 (25:50) Gebhardt (Bauer, Bogner), 3:2 (36:06) Killermann (Regan, Krämmer), 3:3 (39:41) Duprey (Endreß, Fardoe), 3:4 (44:31) Gebhardt (Duprey, Endreß), 3:5 (50:36) Gebhardt (Neubauer), 3:6 (55:53) Fardoe (Duprey, Endreß).

Strafminuten: EVM 4, ECP 5 + Spieldauer Welter.

Zuschauer: 181.

Aufstellung: Messerer, Probst; Steiger, Maier, Krämmer, Eigner, Rotzinger; Ujcik, Seidlmayer, Hanöffner, Groß, Asen, Killermann, Regan, Stuckenberger, Klinecky.

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