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Ziel der gegnerischen Verteidigung: EVM-Topscorer Nolan Regan wurde in Burgau zweimal hart gecheckt.

Eishockey

Spitzenreiter mit Defiziten

Nach zwei Spieltagen grüßt der EV Moosburg von der Tabellenspitze der Verzahnungsrunde B. Und auch die Statistiken lesen sich gut: 7:0 Tore, sechs von sechs möglichen Punkten. Doch bei den Dreirosenstädtern kann man unterscheiden zwischen Theorie und Praxis. Auf dem Eis lief am ersten Wochenende nämlich wahrlich nicht alles wie gewünscht. Das soll nun besser werden – am Freitag im Heimspiel gegen den ERV Schweinfurt (19.30 Uhr) und am Sonntag beim Derby in Pfaffenhofen (17.30 Uhr).

Moosburg – Blickt man rein auf die Ereignisse auf dem Eis, sieht die Bilanz schon nicht mehr ganz so rosig aus: In Burgau setzte es eine 1:5-Pleite, die nur aufgrund der Tatsache, dass die Schwaben zu viele Kontingentspieler eingesetzt hatten, in ein 5:0 für Moosburg umgewandelt worden ist. Und zwei Tage zuvor beim Heimspiel gegen Fürstenfeldbruck tat man sich lange schwer, bis der 2:0-Erfolg unter Dach und Fach war.

„Wir haben wieder ein Problem mit dem Toreschießen“, gibt Pressesprecher Bastian Amann zu. „Rechnet man das Empty-Net-Goal im Heimspiel weg, sind das nur zwei Treffer in zwei Spielen.“ Mit ein Grund dafür dürfte auch das Fehlen der erfahrensten Offensiv-Akteure sein: Tobias Hanöffner (Schulter) und Patrice Dlugos (Knie) werden auch an diesem Wochenende ausfallen, immerhin scheint aber das Comeback von Daniel Möhle (Gehirnerschütterung) im Bereich des Möglichen zu sein. Topscorer Nolan Regan, der in Burgau zweimal hart gecheckt wurde und eine Trainingspause einlegen musste, dürfte bis zum Freitagsspiel ebenfalls wieder einsatzfähig sein.

Um weiteren personellen Hiobsbotschaften vorzubeugen, hat der EVM Max Retzer wieder in den Kader aufgenommen. Der junge Stürmer, der zum Ende der Vorsaison aus Landshut gekommen war, konnte aus beruflichen Gründen heuer kaum bis gar nicht trainieren. Er dürfte in den kommenden Wochen aber eine interessante personelle Alternative darstellen.

Interessant wird auch das Aufeinandertreffen mit dem Bayernliga-Zwölften aus Schweinfurt. Die Mighty Dogs gewannen ihr erstes Verzahnungsrundenmatch in Ulm mit 6:4, mussten sich dann aber auf eigenem Eis dem EV Pegnitz in der Overtime geschlagen geben. Ähnlich „gemischt“ ist Sonntags-Gegner EC Pfaffenhofen, der sich kurzfristig mit Ex-Profi Vitali Stähle (EV Landshut) verstärkt hat, gestartet. Der 3:4-Niederlage in Passau ließ man einen 6:3-Heimsieg über Ulm folgen. Pressesprecher Amann sieht den EVM in beiden Begegnungen in der Außenseiterrolle: „Der Druck ist bei den Gegnern. Vielleicht tun wir uns vor diesem Hintergrund ja wieder leichter mit dem Toreschießen.“ 

ft

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