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Die gelbe Wand: Daniel Schander (r.) war nicht der einzige Moosburger Stürmer, der an Pfaffenhofens Keeper Philipp Hähl scheiterte.

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EV Moosburg verzweifelt am Pfaffenhofen-Keeper

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Das Anrennen wurde nicht belohnt: Der EV Moosburg biss sich am Sonntag an Pfaffenhofens Goalie Philipp Hähl die Zähne aus und kassierte so eine vermeidbare 1:2-Heimniederlage im Hallertau-Derby.

Moosburg – Doppelt hält besser. Beim EC Pfaffenhofen gilt dieses Motto zumindest auf der Trainerposition. Mit Gregor Tomasik und Dimitri Kurnosow haben bei denIceHogs nämlich zwei gleichberechtigte Übungsleiter das Sagen. Und so hörte man auf der Pressekonferenz nach dem Sonntagsspiel im Eisstüberl auch so manches doppelt. Der Name des Keepers fiel gleich fünf- oder sechsmal: Philipp Hähl war schließlich der Garant für die ersten drei ECP-Punkte der Saison.

„Wir brauchen nicht reden: Es war Wahnsinn, was Pippo heute gehalten hat“, lobte Tomasik. „Besonders im letzten Drittel, als die Moosburger nochmal richtig Dampf gemacht haben.“ Was die rund 200 Zuschauer da geboten bekamen, erinnerte eher an Handball als an Eishockey: Der EVM schnürte die Gäste im eigenen Drittel ein und ließ die Scheibe teilweise im Halbkreis vor deren Gehäuse laufen. Doch entweder die Schüsse knallten an die Bande – oder „Pippo“ war da.

Da es in dieser Phase noch 1:1 stand, wäre es für die Hausherren auch nicht so dramatisch gewesen, wenn dieses Spielchen noch bis zum Ende so weitergegangen wäre. Den geplanten Dreier fürs Wochenende hatte man überraschenderweise am Freitag in Peißenberg geholt. Und ein vierter Zähler wäre bei einem Remis nach 60 Minuten so auch noch dazugekommen. Aber einer der wenigen Befreiungsangriffe der Gäste sollte nach 54 Minuten die Endphase auf den Kopf stellen: Thomas Bauer traf aus dem Gewühl vor EVM-Keeper Thomas Hingel zum 1:2. Da sich die Moosburger noch zwei Strafzeiten einfingen, fiel die Schlussoffensive.

In den vorangegangenen beiden Dritteln hatten die Zuschauer ein über weite Strecken mäßiges Bayernliga-Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten gesehen. Während der EVM im ersten Abschnitt den Ton angab und neben der 1:0-Führung durch Daniel Möhle noch zwei, drei hochkarätige Chancen vergab, gehörte der Großteil des zweiten Durchgangs den Gästen. Hier fiel auch der zwischenzeitliche Ausgleich.

Moosburgs Coach Dimitri Startschew trug die Pleite mit Fassung: „Mit Blick auf den Kampf um die Playoff-Plätze wären die drei Punkte gegen Pfaffenhofen vielleicht wertvoller gewesen. Aber sowas kann man sich nicht aussuchen.“ Oder der EVM gewinnt beim nächsten Mal einfach beide Spiele. Doppelt hält bekanntlich besser.

EV Moosburg – EC Pfaffenhofen 1:2 (1:0, 0:1, 0:1)

Tore: 1:0 (14:59) Möhle (Michel, Jeske), 1:1 (27:33) Landstorfer (Huber, Hähl), 1:2 (54:31) Bauer.

Strafminuten: 8/4.

Zuschauer: 180.

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