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Sie gehen in dieser Saison für den EV Moosburg in der Bayernliga auf Tore- und Punktejagd: (vordere Reihe, v. l.) Bernhard Eggerdinger-Hölzl, Oliver Wawrotzki, Daniel Schander, David Michel, Thomas Hingel, Tobias Hanöffner, Marc Lenczyk, Bastian Krämmer, Johannes Probst, (mittlere Reihe, v. l.) Jakob Killermann, Jan Herrmann, Philipp Ujcik, Mathias Jeske, Daniel Möhle, Patrice Dlugos, Stefan Loidl, Trainer Dimitri Startschew, Betreuer Martin Fischer und Physiotherapeutin Selina Heller sowie (hintere Reihe, v. l.) Michael Herrmann, Josef Kankovsky, Julian Fink, Adrian Kant, Artur Schwarz, Andrej Bartz, Hermann Azimov und Alexander Asen.

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Der EV Moosburg vor dem Saisonstart: „Wir werden an unser Limit gehen müssen“

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Der Temperatursturz zum Wochenende kommt wie bestellt: Mit einem anspruchsvollen Auftaktprogramm startet der EV Moosburg da nämlich in die neue Bayernliga-Eiszeit. Am Freitag sind die Grün-Gelben bei den Passau Black Hawks zu Gast (20 Uhr, Busabfahrt 16 Uhr), am Sonntag kommt der HC Landsberg in die Sparkassen-Arena (17.15 Uhr).

Moosburg  – Diese Vorbereitungsphase verlief fast schon zu glatt. Fünf Spiele, keine Niederlage, darunter zwei Siege (7:6 n.P. und 4:1) gegen den favorisierten Nachbarn Erding Gladiators. Doch wenige Tage vor dem Saisonstart kam der vielleicht gar nicht so unwillkommene Dämpfer: Gegen den Landesligisten TSV Trostberg setzte es auf heimischem Eis eine verdiente 3:7-Pleite. „Wir sind wieder geerdet“, kommentierte Kapitän Mathias Jeske die verpatzte Generalprobe.

Der EVM geht also auf dem Boden der Tatsachen in das erste Punktspielwochenende – das es durchaus in sich hat. „Ich hoffe einfach, dass wir zum Auftakt gleich was mitnehmen können“, sagt Vorstandsmitglied Ludwig Kieninger. „Gegen Mitfavorit Landsberg sind wir sicher nur Außenseiter. Deshalb wäre es gut, nicht mit leeren Händen aus Passau heimzukommen.“ Zumal die Black Hawks, die in der Vorsaison erst in letzter Sekunde den Klassenerhalt schafften, ihren Kader qualitativ verstärkt haben (unter anderem mit Moosburgs Stürmer Dominik Schindlbeck) und als einer der Hauptkonkurrenten des EVM im Kampf um die Playoff-Plätze gelten.

Womit wir beim Thema „Saisonziel“ wären. Und da holt Kieninger etwas aus: „Diese Liga ist heuer schwer einzuordnen. Die meisten Mannschaften haben sich auf jeden Fall eher verstärkt. Deshalb erwarte ich einen harten Kampf um Platz acht – mit einigen Konkurrenten.“ Wie hoch er die Chancen des EVM einschätzt? „Wir werden schon an unser Limit gehen müssen, um dieses Ziel zu erreichen. Aber ich traue es der Mannschaft zu.“

Diese wurde heuer rundum erneuert: Acht Neuzugängen stehen sechs Abgänge gegenüber. Das Motto „Frischer Wind“ hat in der Kaderplanung eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Blickt man auf den einen oder anderen neuen Namen im Kader, so wird auch die Handschrift von Trainer Dimitri Startschew, der das Team während der vergangenen Spielzeit übernommen hat, erkennbar.

So sind nicht nur die beiden U 23-Akteure Andrej Bartz und Hermann Azimov, die wie Startschew aus Dingolfing stammen, erklärte Wunschspieler gewesen, auch für die Offensiv-Verpflichtung von Jan Hermann (EHC Straubing 1b) oder Oliver Wawrotzki (Passau Black Hawks) machte sich der Trainer stark. Sie haben das Eishockeyspielen ebenfalls in der BMW-Stadt gelernt. Auf der Ausländerposition ist dem EVM mit dem Tschechen David Michel ein echter Coup gelungen: Der 22-jährige Angreifer stand in der Vorsaison in Erding unter Vertrag und kam dort in 35 Spielen auf 56 Punkte. In der Vorbereitung hat er seine Treffsicherheit ebenfalls schon unter Beweis gestellt. Die neu eingeführte zweite Ausländerposition besetzt weiterhin Josef Kankovsky (Tschechien).

Was die Abwehr betrifft, halten sich die Neuerungen in Grenzen: Eigengewächs Julian Fink kehrte von seinem einjährigen Kanada-Gastspiel zurück, während Routinier Marc Lenczyk (ESC Dorfen) den Platz von Rudi Lorenz (zurück nach Erding) einnimmt. „Fakt ist, dass die gesamte Mannschaft heuer defensiv anders agieren muss“, weiß Kieningers Vorstandskollege Bernhard Loidl. Kein Wunder: Kein Bayernligist kassierte in der abgelaufenen Spielzeit so viele Tore wie die Grün-Gelben. Damit sich daran etwas ändert, haben die Moosburger auch auf der Position des letzten Mannes reagiert – und Thomas Hingel aus der Oberliga (Waldkraiburg) zurückgeholt. Seine Backups sind Johannes Probst (U 23 EV Aich) und Adrian Kant (U 23 EVM). Und für den Fall der Fälle steht Oldie Bernhard Eggerdinger-Hölzl bereit.

Loidl blickt optimistisch auf die bevorstehende Saison: „Ich denke, dass uns dieser Umbruch ganz gut tut.“ Auch wenn sich weiterhin Urgesteine wie Patrice Dlugos (38) und Tobias Hanöffner (34) im Kader tummeln, wurde der Altersdurchschnitt auf 24,3 Jahre gesenkt.

Der Kader des EV Moosburg: 

Torhüter: Thomas Hingel, Johannes Probst, Adrian Kant, Bernhard Eggerdinger-Hölzl. 

Verteidiger: Bastian Krämmer, Kevin Steiger, Mathias Jeske, Philipp Ujcik, Stefan Loidl, Maximilian Ohr, Marc Lenczyk, Julian Fink. 

Angreifer: Daniel Möhle, Daniel Schander, Tobias Hanöffner, Josef Kankovsky (CZE), Alexander Asen, Andrej Bartz, Patrice Dlugos, Jan Herrmann, David Michel (CZE), Jakob Killermann, Oliver Wawrotzki, Hermann Azimov. 

Trainer: Dimitri Startschew.

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