Eishockey - Bayernliga

Sieben Gegentore im letzten Drittel! EVM geht in Buchloe mit 2:11 unter

Auf den neuen EVM-Coach Bernhard Englbrecht kommt noch eine Menge Arbeit zu: Im letzten Spiel der Bayernliga-Vorrunde gingen die Grün-Gelben aufgrund eines katastrophalen letzten Drittels beim ESV Buchloe mit 2:11 (1:1, 1:3, 0:7) unter. Damit müssen die Moosburger ab dem kommenden Wochenende in die Verzahnungsrunde mit den Landesligisten aus dem Nord-Osten des Freistaats.

Moosburg – Zwei Drittel lang waren die Gäste ein ebenbürtiger Gegner. Obwohl mit Patrice Dlugos und Max Retzer zwei offensive Leistungsträger verletzungsbedingt fehlten, konnte der EVM endlich wieder drei komplette Blöcke aufbieten. Das Team kam gut in die Partie und nutzte bereits sein erstes Powerplay nach eineinhalb Minuten zur Führung. Bei den folgenden Angriffskombinationen der Pirates standen die Dreirosenstädter sicher, erst in einer 5:4-Überzahl gegen Ende des ersten Abschnitts sorgte der ESV für den Ausgleich.

In Durchgang zwei brachten einige nicht ganz nachvollziehbare Zwei-Minuten-Strafen die Moosburger in Schwierigkeiten. Als den Hausherren nach 32 Minuten das 2:1 gelang, hatten die Gäste bereits vier Strafzeiten hinnehmen müssen. Doch Daniel Schander glückte 38 Sekunden später der abermalige Ausgleich. Aber obwohl Tabellennachbar Germering in Füssen zeitgleich ein Tor nach dem anderen kassierte und Rang 13 in greifbare Nähe zu rücken schien, kam vom EVM in der Folgezeit nicht mehr viel. Kurz vor der zweiten Pause ging der ESV wieder in Führung. Und nach einem weiteren Powerplay hieß es sogar 4:2 (39.).

Über das, was Moosburg dann im Schlussabschnitt ablieferte, würde man am liebsten den Mantel des Schweigens legen. Englbrecht fand für den „totalen Einbruch“ bei der Pressekonferenz noch eine bayerische Formulierung: „Da fehlt’s vom Boa weg.“ Seine Schützlinge leisteten sich einen dicken Patzer nach dem anderen – Buchloe wurde regelrecht zum Toreschießen eingeladen. Zwischen der 50. und 56. Minute schlug es hinter Thomas Hingel fünfmal ein. Am Ende schraubten die Gastgeber das Ergebnis auf 11:2 in die Höhe. Ratlose Mienen bei den Spielern.

Nur gut, dass es am Freitag in der Verzahnungsrunde wieder bei Null losgeht. Der EVM trifft in seiner Achter-Gruppe auf die BEL-Teams EC Pfaffenhofen und ESV Buchloe sowie auf die Landesligisten aus Amberg, Haßfurt, Schweinfurt, Bad Kissingen und Königsbrunn. Nur die drei Erstplatzierten gehören 2018/19 der Bayernliga an. Auch wenn der Spielplan noch nicht offiziell ist, deutet alles darauf hin, dass die Moosburger am Freitag, 19. Januar, um 19.30 Uhr zum Auftakt den ERSC Amberg empfangen. Das erste Auswärtsspiel steht wohl am Sonntag, 21. Januar, um 17.30 Uhr beim EC Pfaffenhofen auf dem Programm.

ba

ESV Buchloe – EV Moosburg 11:2 (1:1, 3:1, 7:0)

Tore: 0:1 (1:26) Hanöffner (5:4; Steiger), 1:1 (17:20) Weigant (5:4; Krafczyk, Lerchner), 2:1 (31:58) Vaitl (5:4; Hofer), 2:2 (32:36) Schander (Krämmer, Möhle), 3:2 (37:08) Zahora (Krafczyk, Lerchner), 4:2 (38:56) Dropmann (5:4; Vaitl, Zahora), 5:2 (42:15) Weigant (Krafczyk), 6:2 (49:20) Zahora (Krafczyk, Hermann), 7:2 (50:14) Marek (Vaitl, Dropmann), 8:2 (51:12) Vaitl (5:4; Dropmann), 9:2 (52:27) Krafczyk, 10:2 (55:15) Vycichlo (Krafczyk), 11:2 (58:36) Rauskolb (Dropmann, Zahora).

Strafminuten: 6/16.

Zuschauer: 257.

Rubriklistenbild: © EVM

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