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Manfred Sitter Vorsitzender des ERC
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Eishockey

Manfred Sitter im Interview: Aufstieg eine nachträgliche Belohnung für den ERC Lechbruck

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Geschafft: Der ERC Lechbruck ist in die Landesliga aufgestiegen. Im Interview steht der Vorsitzende Manfred Sitter Rede und Antwort.

Lechbruck – Der ERC Lechbruck spielt kommende Saison Landesliga. Nach dem Rückzug des TSV Farchant rückten die „Flößer“ eine Liga auf. Im Interview erzählt Manfred Sitter, seit Mai 2018 Vorsitzender des ERC, wie der Aufstieg zustande kam, wie Lechbruck die kommende Saison angeht, und was das Besondere an dem Dorf ist.

Herr Sitter, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg. Wie kam es dazu?

Vielen Dank. Wir haben in der vergangenen Saison in der Bezirksliga um den Aufstieg mitgespielt und unsere Gruppe als Erster abgeschlossen. Wir haben super gespielt, außer in den Play-offs. Im Viertelfinale sind wir gegen Bad Bayersoien ausgeschieden. Wir sind dann frühzeitig auf den Bayerischen Eissport-Verband zugegangen, dass wir für einen Aufstieg bereitständen. Und durch den Rückzug des TSV Farchant aus der Landesliga war es dann soweit.

Was hat den Ausschlag für den ERC gegeben?

Eigentlich wären wir hinter den beiden Halbfinalisten, die nicht ins Finale eingezogen sind, – Regen und Bad Bayersoien – erst an dritter Stelle gewesen. Im BEV-Ranking sind wir aber aufgerückt, da wir im Gegensatz zu den anderen beiden mindestens drei Nachwuchsmannschaften haben. Und das ist für das Fünf-Sterne-Nachwuchsprogramm entscheidend. Intern gab es bei uns dann keine Diskussion mehr, dass wir den Aufstieg annehmen.

Und die Freude war dementsprechend groß?

Natürlich wäre ein sportlicher Aufstieg mit Feier schöner gewesen. Wir sehen uns aber nicht als Lückenbüßer. Wir sind die vergangenen Spielzeiten knapp am Aufstieg gescheitert und nun haben wir es zu Recht geschafft. Es ist also eine nachträgliche Belohnung und auf die Landesliga freut sich jetzt jeder.

Wie wird der Verein diese Herausforderung angehen?

Wir haben bisher zweigleisig geplant, damit wir auch von den Spielern her Landesliga-fähig sind. Derzeit haben wir einen großen Kader mit 25 Spielern. Es kann also noch ein paar Abgänge geben – vor allem von Spielern, denen der Aufwand in der Landesliga beruflich zu groß wird. Es kann auch sein, dass noch ein, zwei Spieler dazukommen. Das werden dann aber auf jeden Fall Jungs aus der Region sein. An unserem Grundkonzept, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, wird sich nichts ändern. Wir haben das vor Jahren schon mal anders gemacht, und haben dann ein böses Erwachen erlebt.

Wie schätzen sie die Landesliga kommende Saison ein?

Dadurch, dass mit Ulm, Kempten, Amberg und Buchloe vier Mannschaften aufgestiegen sind, sind die ordentlichen Kaliber nicht mehr da. Ich denke, dass die Liga damit ausgeglichener wird. Wir schauen, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Pfronten, Forst und Fürstenfeldbruck sehe ich da als unsere Kontrahenten.

Themenwechsel: Welche Auswirkungen hatte die Corona-Krise auf den ERC Lechbruck?

Finanziell sind wir gesund aufgestellt. Durch zahlreiche Veranstaltungen im Sommer verdienen wir knapp ein Viertel unseres bisherigen Budgets von rund 120 000 Euro. Dass das bis dato fehlt, können wir verkraften – aber auch nicht auf Dauer.

Gibt es in Sachen „Stadiondach“ denn schon etwas Neues?

Es gibt positive Signale. Wir haben ein Betreiberkonzept für die Sommer- und Winternutzung. Die Bedachung wird unsere Mission in den nächsten fünf Jahren. Das ist kein Thema für die kommende Saison.

Dennoch gibt es derzeit Bauarbeiten am Stadion?

Ja, da tut sich einiges. Die erste Mannschaft baut ihre Kabine aus und verdoppelt die Fläche. Es wird dann beispielsweise eine Betreuerecke, Platz für eine Wasch- und eine Schleifmaschine geben. Die Eisanlage samt Kühltechnik wird derzeit geprüft, hier stehen Maßnahmen an. Ebenso wird kurz- bis mittelfristig eine neue Bande notwendig.

Wie wird der Ausbau der neuen Kabine finanziert?

Wir haben ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Die Materialien für den Ausbau kosten insgesamt 16 500 Euro, denn wir wollen etwas machen, das Hand und Fuß hat. 13 000 Euro übernimmt die Gemeinde und die fehlenden 3500 Euro versuchen wir, über Crowdfunding zu bekommen. Die Aktion läuft noch bis zum 22. Juli und bisher sind wir schon auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen. Die Bauarbeiten werden dann zu 100 Prozent von der ersten Mannschaft verrichtet.

Beschreibt das die Besonderheit des ERC Lechbruck?

Ja, das ist ein gutes Beispiel dafür. Wir sind in ganz Deutschland der einzige Eishockeyverein, der in einem Dorf mit rund 2700 Einwohnern mehrere Nachwuchsteams, eine Lauf- und Eishockeyschule und ein eigenes Stadion hat (Betreiber des Eisstadions ist die Gemeinde Lechbruck). Die Bezeichnung „Eishockeydorf“ kommt also nicht von ungefähr. Bei Heimspielen haben wir 200 bis 300 Zuschauer – in den Play-offs waren es sogar gut 400. Und jeder ist stolz, dabei zu sein.

Das Crowdfunding-Projekt

hier finden Sie das Crowdfunding-Projekt des ERC Lechbruck zum Ausbau der Umkleidekabine.

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