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Fanschals der Kassel Huskies. Das DEL-Schiedsgericht hat die Klage des Vereins abgewiesen.

DEL-Schiedsgericht weist Klage von Kassel ab

Frankfurt/Main - Das Schiedsgericht der Deutschen Eishockey- Liga (DEL) hat am Freitag in München die Klage der Kassel Huskies gegen den Lizenzentzug abgewiesen und damit die Kündigung durch die DEL bestätigt.

Das teilten Club und DEL am Freitag mit. “Die DEL wird beim Oberlandesgericht München die Vollstreckbarkeit des Schiedsspruchs beantragen, da davon auszugehen ist, dass Kassel das Urteil nicht akzeptiert“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Nachrichtenagentur dpa.

Die von der Insolvenz bedrohten Nordhessen bleiben nach dem Schiedsspruch aber vorerst weiter DEL-Club. Die einstweilige Verfügung des Landgerichts Köln, nach der der Ausschluss der Huskies aus der DEL nicht erfolgen darf, ist weiter in Kraft. “Mit einer Bestätigung des Schiedsspruch durch das OLG München wäre die einstweilige Verfügung allerdings hinfällig“, erklärte Tripcke.

Die Huskies kritisierten das Schiedsgericht. Nach Ansicht von Kassel besteht zwischen den “Schiedsrichtern“ und den Clubs der DEL kein wirksamer Vertrag. Zudem habe keine Wahl der Schiedsmänner stattgefunden, hieß es in einer Presseerklärung des Vereins vom Freitag. Es sei in rechtswidriger Weise verhandelt worden. Erkennbar wäre es der DEL nur um die Schlagzeile gegangen, dass der Lizenzentzug vom Schiedsgericht bestätigt wurde.

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“Mir ist in meinem gesamten beruflichen Leben noch nicht ein solch eklatanter Fall von vielen Rechtsmissbräuchen hintereinander vorgekommen. Es ist unfassbar, wie sich bis dahin unbescholtene Menschen persönlich ins Abseits stellen und zum Erreichen eines juristisch nicht machbaren Zieles durch fragwürdige und teilweise sogar strafbare Manipulationen den finanziellen persönlichen Ruin in Kauf nehmen“, wird Kassels Geschäftsführer und Rechtsanwalt Fritz Westhelle, der laut Tripcke während der Schiedsgerichts-Verhandlung telefonisch nicht erreichbar war, in der Presseerklärung zitiert.

dpa

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