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Bayrischer Stanley-Cup-Sieger Sturm: Seine Freundin holte schon vor ihm Titel

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Von: Andreas Knobloch

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Stanley Cup Colorado Avalanche Nico Sturm Freundin
Nico Sturm hält den Stanley Cup in die Höhe, an seiner Seite: Taylor Turnquist, die selbst schon ein Jahr zuvor mit Boston Pride den Titel holte. © Instagram Turnquist

Es ist vollbracht: Nico Sturm hat mit den Colorado Avalanche den Stanley Cup gewonnen. Unterstützt wurde er dabei von seiner Taylor Turnquist.

Augsburg - Nico Sturm ist Stanley-Cup-Sieger. Mit 27 Jahren ist der Eishockey-Profi von den Colorado Avalanche am Ziel seiner Träume angelangt. Sturm durfte als fünfter Deutscher den berüchtigten Pokal in die Luft heben. Vor ihm waren es Uwe Krupp, Dennis Seidenberg, Tom Kühnhackl und Philipp Grubauer.

Für ihn war es eine Achterbahnfahrt an Saison, was auch seinen Tränenausbruch am Sky-Mikro erklären könnte. „Mama und Papa zu Hause“, sagte er emotional aufgewühlt nach dem entscheidenden 2:1-Sieg im sechsten Finale gegen Tampa Bay Lightning, „ich möchte einfach Danke sagen.“ Dann schossen ihm die Tränen in die Augen.

NHL: Stanley-Cup-Sieg im März noch kein Thema für Nico Sturm

Erst im März war der 27-Jährige nach Denver transferiert worden, es folgte ein denkwürdiger Sturmlauf durch die NHL-Playoffs und am Ende „eine Explosion der Gefühle“, die Sturm recht sprachlos zurückließ: „Es fühlt sich so unrealistisch an. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“

Immer an seiner Seite bei dem emotionalen Triumph: Seine Freundin Taylor Turnquist. Und sie hat sogar vor Sturm schon einen Titel geholt. Turnquist spielt in der NHWL mit den Boston Pride. 2021 sagte Sturm noch zu The Athletic, dass Taylor ihm voraus sei. „Sie ist ein großartiger Hockey-Spieler und eine der besten auf den Schlittschuhen, nicht nur, wenn man zu den Frauen schaut.“

NHL: Taylor Turnquist immer an der Seite von Nico Sturm

In der Finalserie war Taylor an seiner Seite und auch beim entscheidenden Spiel in Tampa Bay mit im Stadion. Mittelstürmer Sturm, der nicht mit Marco Sturm verwandt ist, kam auch im letzten Match der Saison nur sporadisch aufs Eis, 5:43 Minuten lang war er vorwiegend mit Defensivaufgaben betraut - das Spektakel veranstalteten andere wie der Kanadier Nathan MacKinnon, der den 1:1-Ausgleich selbst erzielte und das Siegtor des Finnen Artturi Lehkonen vorbereitete.

Für seine (Neben-)Rolle beim dritten Titelgewinn der Avalanche ist Sturm dennoch dankbar. Deshalb führte sein erster Weg nach der Schlusssirene im Trubel auf dem Eis zu General Manager Joe Sakic. Er habe sich bei ihm bedankt, „dass er mich mit ins Team genommen hat, weil sie dachten, ich kann der Mannschaft helfen“, sagte er dem SID.

Er sei „ein Tiefenspieler“, erklärte er, „da geht es natürlich vor allem darum, hinten dicht zu machen, meine Bullys zu gewinnen, in Unterzahl gut zu stehen.“ So unspektakulär wie sein Spiel war bis vor kurzem auch seine Karriere verlaufen: In seiner Heimatstadt Augsburg ausgebildet, wechselte er in den Nachwuchs des Zweitligisten ESV Kaufbeuren, ging mit 19 nach Amerika - zu einem zweitklassigen Juniorenteam.

Nach Stanley-Cup-Sieg: Bald auch mal in der Nationalmannschaft?

Kein NHL-Klub interessierte sich für ihn. Sturm, der noch nie für die Nationalmannschaft spielte, studierte Wirtschaft an der Clarkson University in Potsdam/New York und geriet erst als Collegespieler in den Blick der besten Eishockeyliga der Welt. An der Clarkson University lernte auch Taylor kennen, die seitdem an seiner Seite ist. Im April 2019 unterschrieb er bei Minnesota Wild, drei Jahre später holte ihn Sakic nach Denver: „Das war natürlich mein Glück.“

Als Kind habe er davon geträumt, „in einem Stanley-Cup-Finale das entscheidende Tor zu schießen und dann den Cup in die Höhe zu stemmen“. Das Zweite wurde am Sonntagabend in Florida Realität, „er war ganz schön schwer, und man möchte nicht derjenige sein, der ihn fallen lässt“. Jetzt kann er den Sommer sicherlich genießen - mit Taylor. (ank mit SID)

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