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Nicht nur ein medizinischer Notfall: Nach den beiden Heimniederlagen gegen Burgau und Reichersbeuern schweben die „Nature Boyz“ in akuter Abstiegsgefahr.

Eishockey-Landesliga-Abstiegsrunde

SC Forst mal wieder am Abgrund - Folgt diesmal der Absturz?

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In den vergangenen Jahren stand der SC Forst mehrfach vor dem Abstieg. Am Ende aber schafften sie stets den Klassenerhalt. Auch in dieser Saison stehen die „Nature Boyz“ vor dem Absturz in die Bezirksliga.

Forst – Nach den Heimniederlagen gegen den ESV Burgau (3:5) und den SC Reichersbeuern (3:10) warten die Forster seit elf Partien auf einen Sieg. Der SCF ist das einzig noch punktlose Team in der Landesliga-Abstiegsrunde. „Wir hatten noch nie so viel Pech mit Verletzten und Ausfällen wie in dieser Saison“, sagt Eishockeychef Lorenz Barfüßer, für den die dünne Personaldecke die Hauptursache für die Misere ist. „Wir konnten nie komplett spielen“, sagt Barfüßer. So fielen Daniel Schmidt, Jeremias Goll und Tobias Dietz frühzeitig mit langwierigen Verletzungen aus.

Eishockey: Viele Absagen machen dem Trainer des SC Forst das Leben schwer

Hinzu kamen immer wieder Absagen wegen Krankheit oder Verhinderung, die dem neuen Coach Stefan Roth die Arbeit alles andere als leicht machen. „Andere Vereine holen dann neue Leute, wir können und wollen das nicht“, so Barfüßer. Ein weiteres Problem ist die Unerfahrenheit der Mannschaft. Bei den Neuzugängen handelt es sich durchwegs um junge Spieler, die noch nicht höherklassig im Einsatz waren. „Früher haben wir oft Spieler bekommen, die nach vielen Jahren in der Bayernliga oder Oberliga aufhörten und bei uns ihre Karriere ausklingen ließen“, so der Forster Eishockeychef. Beispielsweise zog es alle Peißenberger, wie die Barth-Brüder, nach Bad Bayersoien. „Früher wären die vielleicht zu uns gekommen“, so Barfüßer.

Eishockey: Eishockeychef der „Nature Boyz“ bescheinigt seinem Team die Landesligatauglichkeit

Seiner Truppe bescheinigt er dennoch die Landesligatauglichkeit. „Die Jungs glauben an sich, nur brauchen sie jetzt auch mal wieder ein Erfolgserlebnis“, so Barfüßer. Er weiß, dass das Selbstvertrauen nach der Niederlagenserie stark angeknackst ist. Gegen den haushohen Favoriten Burgau zeigte Forst auch eine starke Anfangsphase. Roberto Gangemi (3.), Max Willberger (17.) und Anton Rauh (18.) schossen die Forster im ersten Drittel mit 3:1 in Front. Damit aber hatten sie ihr Pulver verschossen. Der Favorit drehte die Partie noch zu seinen Gunsten und siegte 5:3. Als chancenlos erwiesen sich die „Nature Boyz“ beim 3:10 gegen Reichersbeuern.

Diesen Freitag ist der SCF beim EV Fürstenfeldbruck gefordert (19.30 Uhr), am Sonntag geht’s im Heimspiel gegen den ebenfalls noch sieglosen EV Pfronten (17.30 Uhr). „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel, das müssen wir gewinnen“, fordert Barfüßer. 

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