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Harmonisches Duo: Armin Dallmayr (li.) und Martin Kirschner werden den SC Forst gemeinsam trainieren

Eishockey: Künftig ein Trainerduo beim SC Forst

Armin Dallmayr und Martin Kirschner übernehmen bei den „Nature Boyz“

  • Stefan Schnürer
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Nach dem überraschenden Weggang von Trainer Stefan Roth hat der SC Forst schnell Ersatz gefunden. Künftig wird ein Duo die Kommandos geben.

Forst – Trotz des Klassenerhalts in der Landesliga endete die Saison für den SC Forst mit einer unschönen Überraschung. Nach dem letzten Eistraining informierte Trainer Stefan Roth die Verantwortlichen der „Nature Boyz“, dass er in der kommenden Saison beim Ligakonkurrenten ESV Burgau an der Bande stehen wird. Ende April wurde der 39-Jährige, für den die Forster die erste Trainerstation im Erwachsenenbereich war, bei den „Eisbären“ auf deren Homepage offiziell als neuer Coach vorgestellt. „Stefan Roth begründet den Wechsel mit den sportlich höheren Anforderungen“, berichtete SC-Sprecher Werner Schilcher. Die Forster Verantwortlichen wünschten ihrem scheidenden Trainer zwar alles Gute für seine neue Aufgabe in Burgau, so ganz konnten sie ihren Unmut über diesen Abgang jedoch nicht verhehlen.

Mittlerweile dürfte der Ärger beim Vorsitzenden Lorenz Barfüßer und seinen Mitstreitern jedoch verraucht sein. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Roth sind die „Nature Boyz“ schnell fündig geworden, die ehemaligen Spieler Armin Dallmayr und Martin Kirschner sagten dem SC-Eishockeychef „relativ schnell zu“, wie der Verein in einer Mitteilung berichtet. „Denn alte Liebe rostet nicht“, wie Pressesprecher Schilcher anmerkt.

Eishockey. Dallmayr ist hauptverantwortlicher Trainer bei den „Nature Boyz“, Kirschner sein Assistent

Dallmayr (29) wird der hauptverantwortliche Trainer sein, Kirschner (35) sein Assistent. Beide Akteure sind Peißenberger Gewächse, ihre Ausbildung genossen sie in den Nachwuchs-Mannschaften des TSV. Dallmayr wechselte nach der U20 von Peißenberg zur EA Schongau. Nach einer Saison zog es ihn noch einmal für ein Jahr nach Peißenberg, ehe er ab 2012 bis 2016 für die „Nature Boyz“ aufs Eis ging. Danach beendete der Verteidiger seine aktive Karriere. In den vergangenen drei Jahren war Dallmayr als Co-Trainer in der U16 und zuletzt bei der U20 der Peißenberger tätig und sammelte unter dem verantwortlichen Trainer Christian Kratzmeir Erfahrungen.

Kirschner wechselte bereits 2003 nach Forst. Anschließend pausierte er wegen seines Studiums fünf Jahre, ab 2010 spielte er wieder für die „Nature Boyz“, wo er 2016 seine Karriere auch beendete. Wie Dallmayr unterstützte auch Kirschner in der vergangenen Spielzeit die Peißenberger U20, die in der Bayernliga einen respektablen dritten Platz erreichte. „Dort stellten beide fest, dass sie sich sehr gut verstehen und sportlich harmonieren“, so SC-Sprecher Schilcher. Somit sei beiden die Entscheidung, das Traineramt in Forst gemeinsam zu übernehmen, auch nicht sonderlich schwer gefallen. Sowohl für Dallmayr als auch für Kirschner ist es die erste Trainerstation im Seniorenbereich.

Eishockey: Die Landesliga-Gruppe mit dem SC Forst soll zehn Mannschaften umfassen

Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen ist im Moment noch unklar, ob und wann der Spielbetrieb in der Landesliga aufgenommen wird. Gleiches gilt laut Schilcher für die Vorbereitungszeit und den Spielmodus. Vorgesehen ist auch wieder ein Trockentraining, „aber auch da muss abgewartet werden“, sagt Forsts Pressesprecher. Wie es aktuell ausschaut, wird die Landesliga-Gruppe, in der die Forster an den Start gehen werden, zehn Mannschaften umfassen. Nicht mehr dabei sind die Bayernliga-Aufsteiger ESC Kempten, VfE Ulm/Neu-Ulm und ESV Buchloe, aus der Bezirksliga rücken zwei Aufsteiger, die Wanderers Germering und die SG Schliersee/Miesbach, nach.

Mit Michael Fichtl vom EV Regensburg konnten die Verantwortlichen bereits einen Neuzugang vermelden. Derzeit seien „aussichtsreiche Gespräche mit potenziellen Verstärkungen“ im Gange, berichtet Schilcher. Bis auf drei Akteure bleibe die Mannschaft aus der vergangenen Saison bestehen. Aufgrund dieser Aussichten sind sich beide Trainer einig, dass der vorzeitige Klassenerhalt als Saisonziel „sehr realistisch ist“, so Schilcher. 

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