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Er war wirklich nicht zu beneiden: Forsts Torhüter Jan Vlach (hier im Spiel gegen Reichersbeuern) und sein Kollege Markus Kieslich kassierten in zwei Partien 23 Tore.

Eishockey: Landesliga

SC Forst erlebt zwei Horrorspiele

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In den beiden Partien gegen Reichersbeuern und Ulm/Neu-Ulm gab es für den Eishockey-Landesligisten eine Bilanz des Grauens - nicht nur in sportlicher Hinsicht.

Forst Der SC Forst hat in der Landesliga 2 ein Wochenende hinter sich, wie es schlimmer nicht hätte verlaufen können. Das ist zum einen die verheerende sportliche Bilanz: Einer 1:9 (0:1, 1:4, 0:4))-Heimpleite gegen den SC Reichersbeuern folgte zwei Tage später ein 1:14 (0:7, 0:2, 1:5)-Debakel beim VfE Ulm/Neu-Ulm. Obendrein verletzten sich dort zwei Spieler derart schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Kleiner Trost: Auf diese beiden Mannschaften werden die „Nature Boyz“ hoher Wahrscheinlichkeit nach in dieser Saison nicht mehr treffen. Ulm/Neu-Ulm steht längst als Teilnehmer an der Aufstiegsrunde fest, und auch die Reichersbeuerner haben gute Chancen auf einen Platz unter den ersten vier. Der SC Forst hingegen muss versuchen, die Abstiegsrunde heil zu überstehen.

Eishockey: Forst hält dem Sturmlauf von Ulm nur wenige Minuten stand

Vor dem Spiel in Ulm hatte die dortige Presse den SC Forst als einen Gegner beschrieben, der den „Devils“ nicht liegt. Beim Hinspiel in Peißenberg hatten sich die Schwaben auch nur denkbar knapp mit 4:3 durchgesetzt. Diesmal jedoch wurden die „Nature Boyz“ zu einem Sparringspartner degradiert. Bis zur 5. Minute hielten sie dem Sturmlauf der Hausherren stand, dann aber ging’s dahin. Nach 16 Minuten lagen sie bereits mit 0:4 hinten, nach dem ersten Drittel stand es 0:7. Sechs Minuten vor dem Ende stand es 0:13, ehe Daniel Stöberl zumindest noch der Ehrentreffer für den SC gelang. Der letzte Treffer dieser Partie blieb aber den Ulmern vorbehalten.

Eishockey: Zwei Spieler des SC Forst ziehen sich Knochenbruch zu

Die hohe Niederlage allein wäre für die „Nature Boyz“ ja noch zu verschmerzen gewesen, doch suchte sie in Ulm zudem das Verletzungspech heim. Zuerst wurde Daniel Anderl heftig in die Bande gecheckt. „Man musste Schlimmeres befürchten“, berichtete SC-Pressesprecher Werner Schilcher. Der Übeltäter Dominik Synek erhielt 2+10 Strafminuten für diese Aktion, aus Forster Sicht war dies eine zu geringe Strafe. Während Anderl noch einigermaßen unversehrt davonkam, erwischte es zwei seiner Mannschaftskameraden erheblich schlimmer. Michael Krönauer erhielt einen Schlag auf das Handgelenk, dabei brach er sich den Grundgelenkknochen, zudem wurde die Kapsel in Mitleidenschaft gezogen. Tobias Dietz prallte dermaßen unglücklich in die Bande, dass er sich einen Bruch des Sprunggelenks zuzog. Beide Spieler mussten im Ulmer Krankenhaus behandelt werden. „Zumindest für Tobias Dietz dürfte die Saison somit vorzeitig beendet sein“, so Schilchers Befürchtung.

Eishockey: SC Forst gegen Reichersbeuern „mit schwacher Vorstellung“

Seinen unerfreulichen Anfang nahm das Wochenende für die „Nature Boyz“ mit dem 1:9 auf heimischer Eisfläche gegen den SC Reichersbeuern. Sofort war zu erkennen, dass die Gäste aus dem Tölzer Land unbedingt gewinnen wollten, um Platz vier, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt, abzusichern. Die Gastgeber hingegen boten laut SC-Sprecher Schilcher hinge „eine schwache Vorstellung“. rein ergebnismäßig lief es für die „Nature Boyz“ zunächst einmal gar nicht so übel. Die Führung der Gäste (11.) glich Daniel Stöberl Anfang des zweiten Drittels aus (24.). Nur 36 Sekunden später jedoch gerieten sie wieder ins Hintertreffen – es war der Anfang vom Ende.

Am kommenden Wochenende ist der SC Forst nur einmal im Einsatz. Am Sonntag, 22. Dezember, treffen die „Nature Boyz“ im Peißenberger Eisstadion auf den Tabellendritten ESC Kempten (17.30 Uhr). Auch gegen diesen Gegner ist die Gefahr, ein Debakel zu erleben, groß: Das Hinspiel verlor Forst mit 0:8.

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