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Als wären sie Meister geworden: Lautstark bejubelten Spieler und Verantwortliche nach dem Sieg gegen Farchant in der Kabine den Klassenerhalt. 

Eishockey: Landesliga

Klassenerhalt geschafft  - aber Vorsitzender des SC Forst stellt seiner Mannschaft schlechtes Zeugnis aus

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Den Klassenerhalt hat der SC Forst zwar geschafft, eine gute Note vom Vereins-Chef Lorenz Barfüßer gab es aber nicht.

Forst – Schon seit Jahren kämpft der SC Forst in der Landesliga mehr oder weniger von Beginn an ums Überleben. In der kürzlich abgelaufenen Spielzeit machten es die „Nature Boyz“ mal wieder besonders spannend. Erst im letzten Spiel der Abstiegsrunde machte der SCF den Klassenerhalt mit einem hauchdünnen 6:5-Erfolg beim TSV Farchant perfekt. „Das war ein richtig hartes Spiel, da hat uns Farchant wirklich nichts geschenkt“, zeigte sich SCF-Eishockeychef Lorenz Barfüßer nach der Zitterpartie erleichtert. „Die Mannschaft hat danach gefeiert, als hätte sie den Aufstieg geschafft“, berichtete Barfüßer. „Der Abschluss war in Ordnung, die Saison weniger“, bilanzierte der Forster Eishockeychef.

Eishockey: Erfahrene Spieler hörten in Forst auf, junge und unerfahrene kamen

Die „Nature Boyz“ starteten unter schwierigen Bedingungen in die Spielzeit, weil erfahrene Kräfte wie Martin Burger oder Daniel Ebentheuer aufgehört hatten und als Ersatz fast ausschließlich junge und unerfahrene Spieler bereitstanden. „Die Qualität im Kader war nicht so da“, räumte Barfüßer ein. Als weiteres Problem gesellte sich schnell eine hohe Ausfallquote dazu. „Wir hatten extremes Verletzungspech“, berichtete Barfüßer. Das Lazarett war über die ganze Saison gut gefüll. „Ich hatte meist nur acht bis neun Leute im Training. Da ist es schwer, taktische Geschichten einzuüben“, sagte Coach Stefan Roth, der seine Premiere als Trainer im Erwachsenenbereich feierte. „Ich habe einiges gelernt, wobei es mir die Mannschaft aber auch leicht gemacht hat“, lobte Roth die gute Zusammenarbeit und den Teamgeist bei den „Nature Boyz“.

Eishockey: Trainer Stefan Roth verlässt die „Nature Boyz“ und wechselt nach Burgau

Nach diesem Lehrjahr wird der 39-Jährige den Verein aber schon wieder verlassen. Roth wechselt zum Ligakonkurrenten ESV Burgau. „Dort gibt es andere Möglichkeiten. Das Ziel der Burgauer ist das Erreichen der Meisterrunde“, nennt Roth sportliche Gründe für seinen Wechsel. „Wir brauchen jetzt als erstes einen Trainer“, sieht Barfüßer als Hauptaufgabe für die nächsten Wochen. „Wenigstens haben wir in Sachen ,Ligazugehörigkeit’ Planungssicherheit“, so Barfüßer. Er ist erleichtert, dass bei den Forstern, im Gegensatz zu vielen anderen Klubs, die die Saison nicht zu Ende spielen konnten, klar ist, dass sie wieder in der Landesliga antreten werden. „Dieses abrupte Saisonaus bei allen macht es natürlich nicht einfach bei der Spielersuche, da plötzlich jeder Verein mit der Kaderzusammenstellung beginnt und wir am Ende der Nahrungskette stehen“, so Barfüßer. Er erwartet durchaus Probleme, geeignetes Personal zu finden. „Die Stimmung im Team war aber immer gut, deshalb bin ich zuversichtlich, dass es eine bessere Saison geben wird“, so Forsts Vorsitzender. 

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