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Glückliches Ende einer meist freudlosen Saison: Nach den beiden Siegen gegen Kempten bejubeln die „Nature Boyz“ den Klassenerhalt. 

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Forsts Aufschwung nach dem Trainerwechsel

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Der Vorsitzende der „Nature Boyz“, Lorenz Barfüßer,  ist mehr als zufrieden.   Er bezeichnet die  Verpflichtung  von Sepp Bachmeier als Glücksfall.

Forst – Lorenz Barfüßer hatte wirklich volles Vertrauen in seine Mannschaft, dass diese den Klassenerhalt in der Landesliga schaffen würde. „Es gibt keinen Plan“, sagte der Eishockeychef des SC Forst vor der entscheidenden 2. Runde im Play-down gegen den ESC Kempten. Nun, diesen nicht vorhandenen Plan muss Barfüßer auch gar nicht aus der Schublade kramen, denn nach den beiden Siegen gegen die Allgäuer (9:3, 2:1) steht fest: Die „Nature Boyz“ spielen auch in der Saison 2017/18 in der Landesliga.

Die Spieler dürfen jetzt in die wohlverdiente Sommerpause gehen, für Barfüßer hingegen geht die Arbeit weiter. „Wir fangen sofort mit der Planung für die neue Saison an“, so der SC-Vorsitzende. Am heutigen Dienstag hat die Mannschaft ihr letztes Training, „da werden wir schon ein bisserl vorfühlen“, so Barfüßer. Einige Spieler hätten bereits bekundet, weiter für Forst spielen zu wollen“, so der Forster Eishockeychef.

Noch unklar ist, wie es mit Trainer Sepp Bachmeier weitergeht. Eines ist klar: Seitdem der 49-Jährige seinen glücklosen Vorgänger Robert Balzarek an der Bande abgelöst hat, ging es mit den Forstern leistungsmäßig steil bergauf. Im Nachhinein bezeichnet Barfüßer die Verpflichtung Bachmeiers als „Glücksfall“. Ein entscheidender Grund für den Klassenerhalt war für Barfüßer aber auch der Zusammenhalt in der Mannschaft. Auch in der Vorrunde, als die Forster alle 14 Partien verloren, „war die Stimmung nie schlecht“, so Barfüßer. „Die Trainingsbeteiligung war immer gut, es hat nie einer unentschuldigt gefehlt.“ Der Vorsitzende der „Nature Boyz“ gibt aber zu, dass nach dieser katastrophalen Vorrunde auch er zu zweifeln begann, dass es mit dem Verbleib in der Landesliga noch klappen würde.

Barfüßer ist aber bewusst, dass auch in der kommenden Saison vom ersten Spiel an Abstiegskampf angesagt sein wird. „Mehr ist für einen Verein wie unseren nicht drin.“ Mit wachsendem Unbehagen beobachtet er, wie ausländische Akteure die Liga überschwemmen. „Dafür müssen dann deutsche Spieler weichen, die aus Freude Eishockey spielen.“

Der SC Forst hat den Klassenerhalt geschafft und kann jetzt beruhigt in die Sommerpause gehen. Doch auch der ESC Kempten, der auf sportlichem Wege abgestiegen ist, kann sich durchaus noch Hoffnungen auf den Verbleib in der Landesliga machen. Denn es kursieren Gerüchte, dass der EC Bad Tölz für die kommende Saison keine Mannschaft mehr für die Landesliga melden wird. Und vom Bezirksligisten SG Lindenberg heißt es, er wolle sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen. Die Sommerpause wird spannend.

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