Den Gegner in die Schranken gewiesen: Der SC Forst (in blauen Trikots, hier Bastian Grundner, li., und Daniel Anderl) rangen Aufsteiger Lechbruck nieder.
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Den Gegner in die Schranken gewiesen: Die Forster (in blauen Trikots, hier Bastian Grundner, li., und Daniel Anderl) rangen Aufsteiger Lechbruck nieder.

Eishockey: SC Forst gewinnt seit langer Zeit mal wieder ein Landesliga-Auftaktspiel

„Nature Boyz“ beenden schwarze Serie

  • vonRoland Halmel
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Irgendwie war diesmal alles anders: Der SC Forst startete in eine Saison - und durfte am Ende jubeln.

Forst – Auftaktspiele und der SC Forst – das passte in den vergangenen Jahren nicht zusammen. Letztmals starteten die „Nature Boyz“ in der Saison 2014/15 mit einem Sieg. Damals bezwangen sie die 1b-Mannschaft des SC Riessersee mit 8:2. Doch es gab auch ganz andere Saisonpremieren: In der Spielzeit 2017/18 etwa gab’s zum Start ein 2:18 gegen den heutigen Bayernligisten Klostersee. Fünfmal in Folge geriet der Einstieg in eine neue Spielzeit für die Forster zuletzt zu einer Nullnummer. Diese schwarze Serie ist nunmehr beendet: Gegen den ERC Lechbruck gab es einen 8:5 (2:1, 4:4, 2:0)-Heimsieg.

Eishockey: SC Forst macht sich mit Strafzeiten das Leben schwer

„Die Mannschaft hat einen super Zusammenhalt gezeigt“, lobte Armin Dallmayr. Dem neuen Trainer der „Nature Boyz“ war die Erleichterung nach dem Auftakterfolg gegen den allerdings ersatzgeschwächten Aufsteiger anzumerken. „Wenn wir komplett waren, haben wir das Spiel bestimmt“, berichtete Dallmayr. Mit einigen Strafzeiten, die Lechbruck zu drei Powerplay-Toren nutzte, machten sich die Forster das Leben aber schwer.

Der erste Treffer fiel jedoch, als beide Teams vollzählig auf dem Eis waren. Während die Hausherren im ersten Drittel sehr nachlässig mit ihren Chancen umgingen, nutzten die „Flößer“ eine Gelegenheit von Matthias Köpf zum 1:0 (4.). Als sich die 150 Anhänger der Gastgeber mit einem Pausenrückstand für ihr Team anfreundeten, schlugen die Forster doch noch zu. Andreas Krönauer während einer Überzahl für den SC (19.) und Simon Fend (20.) nur 21 Sekunden später, bescherten den Gastgebern eine 2:1-Führung.

Eishockey: Forst erzielt innerhalb von 98 Sekunden drei Tore

Dieser Doppelschlag gab dem SCF für den Mittelabschnitt gehörig Auftrieb. „Die Mannschaft hat ein wahres Feuerwerk abgebrannt“, berichtete Pressesprecher Werner Schilcher erfreut von drei Treffern für die „Nature Boyz“ innerhalb von 98 Sekunden. Erst traf Fend (22.), ehe Geburtstagskind Elias Breidenbach (23.) und Michael Krönauer (24.) nachlegten – 5:1. Danach fingen sich die Lechbrucker aber wieder. Alexis Gaboury-Potvin brachte die Gäste mit einem Doppelpack bis auf 3:5 heran (31., 33.). Klaus Müller machte keine Minute später zwar das halbe Dutzend voll für die Forster (34.), dann aber leisteten sie sich wieder zwei fatale Strafzeiten. Die Folge: Marcus Köpf und Max Ott (jeweils 40.) verkürzten den Rückstand für die Flößer auf 5:6.

Im Schlussabschnitt gingen die Forster wieder konzentrierter zu Werke. Lechbruck kam nur noch vereinzelt zu Konterchancen, die Forsts Torhüter Andreas Scholz jedoch zunichte machte. Ein Powerplay-Tor durch Michael Krönauer zum 7:5 (51.) ebnete den Hausherren dann aber den Weg zum Sieg. Eineinhalb Minuten vor dem Ende nahmen die Gäste ihren Torhüter vom Eis. Erneut war es Michael Krönauer, der sich die Scheibe schnappte und sie zum 8:5 ins verwaiste Lechbrucker Gehäuse beförderte (60.)

SC Forst - ERC Lechbruck 8:5 (2:1, 4:4, 2:0)
1. Drittel: 0:1 (3:11) Matthias Köpf (Gaboury-Potvin), 1:1 (18:58) A. Krönauer (Müller, Guggemos/5-4), 2:1 (19:19) Fend (Anderl, Deibler).
2. Drittel: 3:1 (21:50) Fend (Grundner), 4:1 (22:32) Breidenbach (A. Krönauer), 5:1 (23:28) M. Krönauer (Müller/4-5), 5:2 (30:16) Gaboury-Potvin (5-4), 5:3 (32:30) Gaboury-Potvin (Ott) 6:3 (33:19) Müller (Gangemi), 6:4 (39:24) Marcus Köpf (Gaboury-Potvin/5-3), 6:5 (39:52) Ott (Zugmaier, Marcus Köpf/5-4).
3. Drittel: 7:5 (50:37) M. Krönauer (5-4), 8:5 (59:06) M. Krönauer (Empty-Net-Goal).
Strafminuten: Forst 20+10 für (Breidenbach) – Lechbruck 12. Zuschauer: 150

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