Scott Bartlett hat in zwei Spielen drei Tore geschossen. foto: sehr/archiv

Bartlett bleibt – zunächst für drei Monate

Garmisch-Partenkirchen – Der 25-jährige Stürmer aus den USA hat die Erwartungen der SCR-Verantwortlichen in der Probephase erfüllt

Störungen kann Ralph Bader in der jetzigen Frühphase der Saison, die sich mit Siegen gegen den EC Peiting und den EV Füssen so gut angelassen hat, und vor dem Derby gegen die Tölzer Löwen gar nicht gebrauchen. Deshalb hat der Geschäftsführer des SC Riessersee, im allgemeinen nicht gerade dafür bekannt, besonders harmoniesüchtig zu sein, entschlossen, für Ruhe bei der Mannschaft und für Sicherheit bei Scott Bartlett zu sorgen. Gestern einigte er sich mit Bartlett, der bislang auf Probe und ohne Entgelt für vier Pflichtspiele seine Knochen für den SCR hinhielt, einen Vertrag zu geben. Der läuft erst einmal bis Ende Dezember zu jenen Konditionen, die bei Bartletts Eintreffen vereinbart waren, sollte er die Erwartungen von Bader und Trainer Marcus Bleicher erfüllen. „Ich wollte ihm den Druck nehmen“, sagt Bader. „Er sollte wissen, dass er bleiben kann, bevor er in die Partie gegen Bad Tölz geht. Er passt gut in unsere Mannschaft.“

In den ersten beiden Oberliga-Begegnungen hat der 25-jährige US-Amerikaner gezeigt, wo seine Stärken liegen. Er ist schnell, lauffreudig, mannschaftsdienlich und verfügt über einen guten Schuss. Drei Treffer sind eine Ausbeute, die sich sehen lassen kann. Hinter George Kink, der es auf fünf Punkte (2 Tore, 3 Beihilfen) brachte, ist er zweitbester Scorer. „Bei ihm stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Was er nicht kann, haben Bader und Bleicher ebenfalls erkannt. „Er ist mit Sicherheit kein Brad Self oder Jade Galbraith“, meint der SCR-Manager. „Beide waren in der Lage, ein Spiel alleine zu entscheiden.“

Diese Erkenntnisse haben ihn dazu bewogen, die Laufzeit des Vertrags auf drei Monate – mit einer Option auf Seiten des SC Riessersee – zu begrenzen. „Ich will versuchen, das Risiko zu minimieren – sowohl sportlich, als auch finanziell.“ Zwar sei die zweite Ausländerposition in den Etat eingepreist, doch müsse er für alle Eventualitäten gerüstet sein. Auch für personelle Engpässe, die durch Verletzungen wichtiger Spieler auftreten können: „Dann müssen wir in der Lage sein zu reagieren.“

Das Traditionsderby gegen Bad Tölz am Freitag ist für Bartlett das erste, für die Riesserseer Urgesteine Sepp Lehner, Andreas Raubal und Hardi Wild das erste seit vielen Jahren. Die zeitliche Distanz dürfte nicht daran geändert haben, dass Auseinandersetzungen mit den Bad Tölzer den Höhepunkt einer jeden Saison bilden. Das wird Bartlett bis Ende Dezember merken. Wenn die Freitagpartie gespielt ist, kommt er noch zweimal in den Genuss, Derby-Atmosphäre zu schnuppern.

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