Nick Endreß im Trikot des SCR.
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Abschied: Nick Endreß verlässt den SCR, da er die Zusage für eine Ausbildungsstelle erhalten hat.

SC Riessersee löst auf Wunsch von Nick Endreß dessen Vertrag wieder auf

Berufliche Umorientierung

  • vonPatrick Hilmes
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Überraschender Abgang beim SC Riessersee: Der SCR hat auf Wunsch von Nick Endreß dessen Vertrag wieder aufgelöst. Endreß hat eine Zusage für eine Ausbildungsstelle erhalten.

Kehrtwende. Der SC Riessersee und Nick Endreß hatten sich im Februar auf einen neuen Zweijahresvertrag geeinigt. Doch nun hat sich der Spieler umentschieden und wird den Eishockey-Oberligisten verlassen.

Endreß suchte in der vergangenen Woche das Gespräch mit SCR-Geschäftsführer Pana Christakakis und bat ihn darum, seinen Vertrag aufzulösen. Hintergrund ist, dass sich der 24-Jährige bereits vor seiner Rückkehr im Januar zu seinem Heimatverein um eine Ausbildungsstelle in der Automobilbranche beworben hatte. Zunächst bekam Endreß eine Absage und wollte daher seine Laufbahn auf dem Eis forcieren. Daher wechselte er vom Bayernligisten Pfaffenhofen zum SCR. Unerwartet erhielt er nun aber doch die Zusage für die Lehre. Diese Chance will der Garmisch-Partenkirchner ergreifen, bat daher um die Vertragsauflösung und beendet nun seine Eishockey-Karriere. Der Traditionsklub kommt der Bitte nach, auch wenn er sie bedauert. „Natürlich verstehen wir seine Beweggründe“, versichert Christakakis. „Er hat jetzt eine gute Chance, um sich seine Karriere nach dem Profisport aufzubauen.“

Für den SCR bedeutet dieser überraschende Abschied aber, dass sich der bisher schmale Kader für die Saison 2021/2022 wieder reduziert. „Wir brauchen einen adäquaten Ersatz auf dieser Position“, bekräftigt Christakakis. Der Geschäftsführer betont auch, dass es noch „genügend Spieler auf dem Markt“ gibt, doch zugleich „beginnt jetzt auch die Pokerphase“. Heißt: Viele Spieler, die auch für einen Verein wie den SCR infrage kommen, liebäugeln noch mit einem Platz in der DEL2. Eines kann Christakakis dabei aber versprechen: „Wir wollen einen ausgeglichenen Kader und werden keine verrückten Sachen machen.“ Zudem gilt der Fokus zunächst der noch offenen Trainerfrage. „Die gilt es zuerst zu klären, noch kann ich aber keinen Vollzug melden.“

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