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Chancenwucher: SC Riessersee verliert 1:2 in Passau

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Von: Marco Blanco-Ucles

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Viel zu besprechen hatten Riessersees Tobias Kircher (3.v.l.) und Passaus Jonas Franz. SCR-Stürmer Michael Knaub eilt seinem Teamkollegen zur Hilfe.
Viel zu besprechen hatten Riessersees Tobias Kircher (3.v.l.) und Passaus Jonas Franz. SCR-Stürmer Michael Knaub eilt seinem Teamkollegen zur Hilfe. © michael sigl

VON MARCO BLANCO UCLES

Bittere Niederlage für den SC Riessersee: Die Werdenfelser unterlagen am Freitagabend mit 1:2 in Passau.

Passau – 22. Oktober 2021: Der SC Riessersee bezwingt die Lindau Islanders in der Eishockey-Oberliga Süd mit 5:2. Es ist der zweite Sieg in Folge für die Werdenfelser. Das Besondere? Dieses „Kunststück“, also zwei Triumphe in Serie, gelang dem SCR seitdem nicht mehr. Auch die Tatsache, dass man nacheinander bei den beiden schwächsten Teams der Liga gastierte, änderte daran nichts. Auf den 3:1-Sieg in Landsberg folgte am Freitagabend eine ernüchternde 1:2-Niederlage in Passau.

Torschussverhältnis 39:20 pro SCR

Eines ist klar: Diese Pleite haben sich die Riesserseer selbst zuzuschreiben. Klar, Passau ließ im Schlussdrittel sein Herz auf dem Eis, bog die Partie mit einer Willensleistung um. Allerdings hätten die Niederbayern zu diesem Zeitpunkt einem Rückstand hinterherlaufen müssen, den sie nicht hätten drehen können Am Ende sprach das Torschussverhältnis mit 39:20 klar für die Gäste.

Der SCR fegte nach chancenarmen Auftakt im zweiten Abschnitt über die Passauer hinweg, erspielte sich Torchancen im Minutentakt. Riessersees Goalie Daniel Allavena hätte sich im zweiten Drittel auch in der Kabine ausruhen können, so wenig Gefahr entwickelte der Tabellenzehnte in dieser Phase. So weit, so gut. Das Problem der Garmisch-Partenkirchner: Aus dem Chancenfeuerwerk resultierte lediglich ein Treffer. Robin Soudek erzielte im Nachsetzen aus spitzem Winkel die längst überfällige Führung für das Team von Coach Pat Cortina. Zuvor war Felix Linden am Pfosten gescheitert und zog damit den Schlussstrich unter eine fast unglaubliche Phase des Pechs der Werdenfelser. Denn wie Linden scheiterten zuvor auch nacheinander Thomas Radu, Soudek und Michael Knaub am Torgestänge.

SC Riessersee verspielt Führung im letzten Drittel

Passau machte drei Kreuze zum Ende des zweiten Abschnitts und erkannte im Anschluss, dass sie trotz der Unterlegenheit nur einen Treffer hinten lagen. Der SCR hatte durch aggressives Forechecking in den ersten 40 Minuten Körner gelassen. Das Fehlen einiger Spieler – Florian Vollmer, Christopher Chyzowski, Luca Allavena oder Benjamin Kronawitter – gepaart mit dem straffen Zeitplan machten sich bemerkbar. Passau wurde stärker, die Garmisch-Partenkirchner gerieten in Bedrängnis, die Lücken in der Defensive wurden größer. Eine dieser Lücken wusste Levin Föst zu nutzen, marschierte durchs Riesserseer Zentrum und ließ Allavena keine Chance, der Ausgleich. Nun erwachten wieder die Gäste zum Leben, suchten ihr Heil in der Offensive – und wurden bestraft. Scheibenverlust in der Vorwärtsbewegung, Sergej Janzen ließ sich nicht zweimal bitten, das 2:1 für Passau. Der SCR drückte auf den Ausgleich, ohne allzu gefährlich zu werden. Nach 60 Minuten war der Frust beim Cortina-Team groß ob der absolut vermeidbaren Niederlage. Passau hingegen feierte den ersten Heimsieg der Saison.

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