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Das böse Wort mit C

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Von: Patrick Hilmes

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Die leere Ostkurve im Olympia-Eissportzentrum.
So wird es auch am Freitagabend im Olympia-Eissportzentrum aussehen: Die Partie des SCR gegen Passau wurde aufgrund eines positiven Coronafalls bei den Gästen abgesagt. © ANDREAS MAYR

Nun hat es auch den SC Riessersee erwischt: Ein Spieler wurde positiv auf Covid-19 getestet, hatte aber keinen Kontakt zur Mannschaft, die somit weiter spielfähig ist. Die Freitagspartie gegen Passau fällt dennoch aus.

Garmisch-Partenkirchen – Der hartnäckigste Gegner bleibt das Corona-Virus. Es wütet weiter in der Gesellschaft, es wütet weiter in der Eishockey-Oberliga Süd, es dünnt weiter den Spielplan aus. Neuestes Opfer: Die eigentlich für Freitagabend angesetzte Partie zwischen dem SC Riessersee und den EHF Passau Black Hawks. Grund ist ein positiver Befund beim Gegner aus Niederbayern, dazukommen weitere Verdachtsfälle innerhalb der Mannschaft. Doch auch der SCR verkündet, dass sich ein Spieler mit dem Virus infiziert hat.

Verschiedene Ergebnisse nach Schnelltests, erst PCR-Test verschafft Gewissheit

Der betroffene Riesserseer kam am vergangenen Freitag noch bei der 1:2-Niederlage gegen Passau zum Einsatz, trainierte mit dem Team auch am spielfreien Sonntag (Partie gegen Landsberg fiel aus), da er jedes Mal zuvor negativ getestet worden war. Anschließend gab Coach Pat Cortina seinen Mannen zwei Tage frei, einige ließen sich in dieser Zeit boostern (wir berichteten). Erst am Mittwoch stand das nächste Training an. Wie es beim SCR mittlerweile Usus ist, werden alle Akteure vor dem Betreten des Olympia-Eissportzentrums einem Schnelltest unterzogen. Anschließend müssen sie 15 Minuten im Auto oder an der frischen Luft auf ihr Ergebnis warten. Bei einem Spieler wurde der zweite Strich auf dem Test sichtbar – positiv. Ein zweiter Abstrich fiel zunächst negativ aus, der dritte wiederum positiv. Erst ein PCR-Test brachte Gewissheit: Der symptomfreie sowie doppelt geimpfte Spieler ist infiziert und hat sich in Quarantäne begeben. Frühestens nach sieben Tagen kann er die Isolation mittels eines negativen PCR- oder hochwertigen Schnelltests verlassen – solange er symptomfrei bleibt.

Striktes Testregime bei den Weiß-Blauen

Direkte Auswirkungen auf das Team der Weiß-Blauen hat dieser Fall aber nicht, da über 48 Stunden kein Kontakt zur Mannschaft bestand. Beim SCR herrscht ein striktes Testregime, das nach Weihnachten und Neujahr nochmals forciert wurde. „Nach den Feiertagen haben wir vor fast jeder Einheit alle Beteiligten getestet“, erzählt Geschäftsführer Pana Christakakis. Zudem gilt die FFP2-Maskenpflicht in der Kabine. Ab sofort wird diese Vorgehensweise sogar nochmals intensiviert. Jeder weiß-blaue Spieler, Trainer, Betreuer und so weiter wird einmal täglich das bekannte Stäbchen in der Nase zu spüren bekommen.

Kein Ergebnis bezüglich ligaweiter Teststrategie

Beim SCR wird die Sicherheit in Bezug auf die Corona-Pandemie besonders groß geschrieben, größer als es der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) verlangt. Die derzeitgen Regularien sehen lediglich vor, dass sich ungeimpfte Spieler vor Ligapartien testen lassen müssen – mehr nicht. Das soll sich künftig ändern. Eigentlich hatte Christakakis gehofft, dass dies bereits am vergangenen Mittwoch beschlossen wird. Doch bei der Videokonferenz mit dem DEB und den anderen Oberligisten wurden noch nicht alle Punkte abschließend geklärt. Dies soll in der kommenden Woche nachgeholt werden. Christakakis geht „zu 99,9 Prozent“ davon aus, dass sich künftig alle Spieler – egal ob ungeimpft, doppelt geimpft oder geboostert – vor den Partien testen lassen müssen. „Denn so kann es nicht weitergehen“, betont der Geschäftsführer.

Nur noch fünf Teams in der Süd-Staffel spielfähig

Das spiegelt der aktuelle Spielplan bestens wider. Gerne hätten die Garmisch-Partenkirchner heute Abend daheim gegen einen Ersatzkontrahenten gespielt, doch es sind lediglich noch vier weitere in der Süd-Staffel spielfähig. Nach den Teams aus Rosenheim, Lindau und Weiden hat es in dieser Woche auch Peiting, Deggendorf sowie Füssen erwischt. Alle vermeldeten mindestens einen positiven Akteur, der zudem Kontakt zu seinem Mitspielern hatte.

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