SCR-Speiler Uli Maurer liegt neben Memmingens Donat Peter auf dem Eis.
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Uli Maurer (l.) und Co. mühten sich, aber Memmingen entführte die Punkte.

SC Riessersee verliert erstmals unter Coach Ron Chyzwoski – 1:3 gegen Memmingen

Das Ende der Serie

  • vonPatrick Hilmes
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Erstmals muss sich der SC Riessersee in der Eishockey-Oberliga Süd unter Coach Ron Chyzowski geschlagen geben. Nach zuvor vier Siegen setzte es daheim gegen den ECDC Memmingen eine 1:3-Niederlage.

Garmisch-Partenkirchen – Beim SC Riessersee gibt es eine neue Baustelle. Die liegt aber nicht auf dem Eis, sondern darüber. Eine Lautsprecherbox, die unter dem Hallendach des Olympia-Eissportzentrums befestigt ist, wollte am Freitagabend nicht so richtig die Musik des DJ’s wiedergeben. Mal funktionierte sie, mal nicht. Das wiederum spiegelte sich auch auf dem Eis wider. Mal funktionierte der SCR, mal nicht. Diese Inkonstanz mündete letztendlich in eine 1:3-Heimniederlage des Eishockey-Oberligisten gegen die ECDC Memmingen Indians.

Temporeicher Beginn

Im ersten Drittel lief die Box noch einwandfrei, ebenso der SCR. Die Partie war ansehnlich mit viel Tempo, beide Mannschaften spulten mächtig Meter ab. Die besseren Chancen verbuchte dabei der Gastgeber. Simon Mayr mit Gewalt, Robin Soudek aus kurzer Distanz, Bastian Eckl mit Gefühl. Was sie einte: Sie beförderten den Puck nicht ins Tor. Ebenso Florian Vollmer nicht nach Traumpass von Soudek. Dann übernahmen die Indians das Kommando, schnürten den SCR über eine Minute in deren Drittel ein. Mit dem Resultat: 1:0 für den ECDC.

Lautsprecher bekommt Probleme, wie auch die Teams auf dem Eis

Im zweiten Drittel bekam der Lautsprecher dann seine Problemchen, ebenso die Teams auf dem Eis. Das hohe Tempo wurde gedrosselt, das Niveau sank, die Teams rieben sich in Zweikämpfen auf. Dennoch waren es wieder die Hausherren, die den Ton angaben. Soudek fing an zu zaubern. Der Tscheche ließ den Puck auf dem Schläger tanzen, bekam ihn so unter Kontrolle und schloss ab. Doch er vergoldete seine schöne Aktion nicht, sein Schuss verfehlte das Tor knapp. Besser machte es wenig später Christoph Eckl, der aus dem Rückraum das 1:1 erzielte. Doch die Freude währte nicht lange. Memmingen nutzte schnell eine Überzahl und ging wieder in Front. Der erneute Ausgleich lag ebenso direkt in der Luft. Moritz Miguez im Alleingang sowie Bastian Eckl und Christopher Chyzowski im Zusammenspiel scheiterten ebenso wie abermals Soudek.

SCR handelt sich unnötige Strafzeiten ein

Somit ging es mit dem knappen Rückstand aus SCR-Sicht in das Schlussdrittel. Und das spielten die Gastgeber zu Beginn fast durchgehend in Unterzahl. Erst nahm Soudek auf der Strafbank Platz, dann Vollmer, dann Bastian Eckl. Acht Minuten war das Drittel alt, sechs davon hieß es: vier Riesserseer gegen fünf Memminger. Das gefiel auch Coach Ron Chyzowski nicht: „Wir handeln uns unnötige Strafen ein, die Zeit und Energie kosten.“ Das war der Punkt. Den Weiß-Blauen rannte die Zeit davon und ihnen fehlte der nötige Punsch in der Offensive. Sie erarbeiteten sich zwar Chancen, doch die Scheibe wollte kein weiteres Mal ins Netz. Das lag auch am starken Gäste-Goalie Lukas Steinhauer, vor allem aber am SCR selbst. Es fehlte die letzte Konsequenz. Immer wieder konnten sich die Indians befreien, wie Sekunden vor dem Ende. Die Gastgeber hatten Goalie Christian Schneider durch einen Feldspieler ersetzt. Memmingen nutzte das, um mit der Schlusssirene das dritte Tor zu erzielen. „Wir haben es nicht geschafft, über 60 Minuten konzentriert zu spielen“, resümiert Chyzowski. Die Gemeinsamkeit zwischen dem SCR und der Lautsprecherbox.

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