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Von: Patrick Hilmes

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SCR-Spieler Robin Soudek im Spiel gegen den EV Füssen.
Platz 45 in der ligaweiten Scorerliste: Robin Soudek hat noch nicht zur Form der Vorsaison gefunden. Doch er bekommt auch weniger Eiszeit als viele andere Stürmer bei der Konkurrenz. © ANDREAS MAYR

Der SC Riessersee ist nach vier Niederlagen in Folge auf Rang acht der Eishockey-Oberliga Süd abgerutscht. SCR-Coach Pat Cortina will von seinem Plan aber nicht abrücken. Nun wartet der Höchstadter EC auf die Weiß-Blauen.

Garmisch-Partenkirchen – Auf Platz 45 der Scorerliste der Eishockey-Oberliga Süd steht Robin Soudek. In der internen Tabelle des SC Riessersee nimmt er Rang eins ein. Bisher hat es der tschechische Kontingentspieler in elf Einsätzen auf zwölf Scorerpunkte gebracht, drei Tore und neun Assists. Schaut man sich bei den anderen Teams der Liga um, verfügt fast jede Mannschaft über mindestens einen besseren Scorer. Die Top drei aus Weiden, Rosenheim und Memmingen haben gar jeweils acht Akteure in ihren Reihen, die auf mehr Punkte kommen. Sicherlich ein Unterschied, der sich auch in der Gesamttabelle niederschlägt. Dort steht der SCR nämlich nach vier Niederlagen am Stück lediglich auf Rang acht mit gehörigem Abstand auf die Spitze (23 Punkte) und auf die Playoff-Plätze (acht Zähler) – bei ein bis zwei weniger absolvierten Partien.

„Sicher gefallen mir die Ergebnisse nicht.“

Pat Cortina

Eines dieser Spiele wird heute Abend nachgeholt. Der Höchstadter EC empfängt die Riesserseer (20 Uhr). Das erste Aufeinandertreffen nach dem bitteren Playoff-Aus der Weiß-Blauen in der Vorsaison. Doch daran denkt man in Garmisch-Partenkirchen nicht mehr zurück. Der Blick richtet sich nach vorne – und der von Coach Pat Cortina ausschließlich auf das große Ganze, auf „das gesamte Bild“. Auch ihm sind die vergangenen Resultate ein Dorn im Auge. „Sicher gefallen mir die Ergebnisse nicht.“ Aber er versucht, sie auszublenden, auch wenn er gesteht, dass das „nicht einfach ist“. Doch Cortina bleibt bei seinem Vorgehen, will einzelnen Partien und Punkten nicht zu viel Bedeutung schenken, beteuert immer wieder, dass es sich um einen Prozess handelt, der Zeit braucht.

Stürmer anderer Vereine bekommen mehr Eiszeit

Das ist auch das Stichwort für Soudek. Cortina sind die Zahlen des Stürmers bekannt. „Es gibt sicher Spieler bei anderen Vereinen, die öfters treffen. Aber die bekommen auch mehr Eiszeit.“ Cortina spricht von 22 bis 23 Minuten in etwa, die Top-Stürmer bei der Konkurrenz erhalten. „Bei uns bekommt Robin aber genauso viel wie jeder andere auch. Das sind dann nur 15, 16 Minuten.“ Weniger Zeit und Chancen also, um es aufs Scorerboard zu schaffen. Doch das nimmt der Coach in Kauf – in dieser Phase der Saison. „Vielleicht werde ich das in Zukunft ändern. Vielleicht hätte dann manch einer öfters getroffen. Aber ich muss die ganze Mannschaft ein Level nach oben bringen, nicht nur einzelne Spieler.“ Jeder soll seine Chance erhalten, jeder soll seinen Beitrag leisten. Das ist einer der drei wichtigsten Punkte für Cortina. Dazu zählen noch defensive Kontrolle und Disziplin. Beides fehlte zuletzt in den Partien gegen Deggendorf (3:7) und Lindau (3:4 nach Penaltyschießen). „Gegen Deggendorf haben wir viel zu viele Strafzeiten bekommen, gegen Lindau mangelte es an der Balance. Wir wollten nur irgendwie das nächste Tor erzielen.“ Auf Kosten der Defensive.

Auf dem Positiven aufbauen

All das will er heute auf dem Eis in Höchstadt nicht wiedersehen, sondern nur die guten Aspekte vom vergangenen Sonntag. „An sich war es eine gute Partie, wir waren stark in den Zweikämpfen, hatten die Spielkontrolle, haben die Scheibe laufen lassen und wenige Chancen zugelassen.“ Darauf will Cortina aufbauen, auch wieder mit Soudek, der in Lindau aufgrund einer Unterkörperverletzung passen musste. „Aber er hat die vergangenen Tage mittrainiert und sollte wieder fit sein.“ Ebenso mit von der Partie wird wohl Goalie Daniel Allavena sein. Wer ansonsten vom EHC Red Bull München in Höchstadt auflaufen wird, ist fraglich. Der EHC war am Dienstagabend in Ingolstadt gefordert. Erst danach sollte entschieden werden, wer den SCR verstärkt.

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