Frustbewältigung: Martin Phohmann flippte kurz vor Schluss aus und kassierte eine Spieldauerstrafe. Foto: rabuser

Deja-vu in Rosenheim

Garmisch-Partenkirchen - Die zehnte Auswärtsniederlage des SC Riessersee ist perfekt. Bei den Starbulls Rosenheim setzte es am Freitagabend eine 1:5-Pleite - wie schon bei der Partie im Oktober. Das war aber nicht die einzige Parallele zu damals.

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Für die 150 mitgereisten Anhänger des SCR bahnte sich ein Deja-vu-Erlebnis an. Schon Ende Oktober, beim ersten Gastspiel der Werdenfelser, musste man Mitte des ersten Spielabschnitts Sorge tragen, es könnte böse ausgehen. Auch damals stand es nach 20 Minuten 3:0 für die Rosenheimer und die Partie war eigentlich gelaufen. Kurios: Die drei gestrigen Tore fielen bis auf wenige Sekunden zum gleichen Zeitpunkt wie einst. Einzig die Schützen waren andere. Fabian Zick traf im Nachschuss zum 1:0 und buchte damit im Vergleich der vierten Angriffsreihen den ersten Zähler auf das Starbulls-Konto. Und ehe die Mannen von Zdenek Travnicek sich versahen, lag der Puck schon wieder im Kasten. Beppo Frank, der frühere SCR-Verteidiger, hatte eingenetzt. Rosenheim traf und jubelte im Zwei-Minuten-Takt. Tor Nummer drei besorgte dann der Chef höchstpersönlich. Kapitän Stephan Gottwald wurde von Mitch Stephens so super freigespielt, dass der Abschluss nur Formsache war. „Willkommen in der grünen Hölle“, schmetterte der Stadionsprecher durchs Mikrofon.

Der SC Riessersee hatte sich entgegen der ursprünglichen Planungen abermals überrennen lassen. Travnicek blieb nichts anderes übrig, als eine Auszeit zu nehmen und neue Anweisungen zu verteilen. Das schien zu helfen. Zumindest was die Defensive betraf. Bis zur Pause hielten sich die Garmisch-Partenkirchner schadlos. Dazu musste Harti Wild allerdings Ryan Gaucher den Alleingang vermiesen. Über die Torchancen des SCR musste man nicht viel nachdenken - es gab keine.

Welch hohes spielerisches Potenzial in den Rosenheimern steckt, zeigten sie beim 4:0. Gottwald und Simon Wenzel kombinierten sich per doppeltem Doppelpass bis ganz nach vorne, Letzterer schloss zielstrebig ab. Das ging den Riesserseern definitiv schnell. Doch sie antworten auf ihre Weise. Tim Richter zog einfach mal vom Bullykreis ab und traf zum 1:4. In der Folgezeit konnten die Blauen das Geschehen ein wenig offener gestalten. Die schnellen Gegenstöße des SBR blieben dennoch gefährlich. Wild parierte gegen Robert Schopf als auch Stephens gewohnt souverän. Doch um die stabilen Rosenheimer auszuhebeln, hätten die Gäste nach vorne einfach mehr zeigen müssen. Zwei Überzahlspiele verebbten ohne Erfolg.

Für Martin Pfohmann nahm die Partie derweil ein unschmeichelhaftes, weil vorzeitiges Ende. Nach einem Check gegen den Kopf einen Gegenspielers, flippte der Mittelstürmer kurzzeitig aus. Eine weitere Disziplinarstrafe und somit eine Spieldauerstrafe waren die Folge. Passiert ist während der langen Unterzahl herzlich wenig. Das vorzügliche Unterzahl war eine der wenigen gelungenen Aktionen des SCR an diesem Abend. Markus Marsall setzte mit seinem Treffer den Schlusspunkt.

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