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Eine Liga sieht rot

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Von: Patrick Hilmes

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Die SCR-Spieler Benjamin Kronawitter und Marlon Wolf im Zweikampf gegen zwei Rosenheimer.
Zwei von vier: Benjamin Kronawitter (l.) und Marlon Wolf (im Hintergrund) fehlen dem SC Riessersee für die Sonntagspartie in Höchstadt ebenso wie Kapitän Florian Vollmer und Aziz Ehliz. © ANDREAS MAYR

Im Spielplan der Eishockey-Oberliga Süd kommt derzeit stetig der Rotstift zum Einsatz. Viele Partien sind in den vergangenen Tagen und Wochen ausgefallen. Die Partie des SC Riessersee beim Höchstadter EC findet aber statt.

Garmisch-Partenkirchen – Die Farbe Rot steht für Liebe und Leidenschaft. Doch zugleich wird sie in vielerlei Hinsicht auch als Warnsignal verwendet, etwa bei Ampeln, Straßenverkehrsschildern, Bremslichtern oder Alarmknöpfen. Auch in der Schule hat die Farbe Rot meist nichts Gutes zu bedeuten, werden mit ihr doch gerne Fehler markiert. Der Rotstift kommt derzeit auch in der Eishockey-Oberliga Süd stetig zum Einsatz. Die Corona-Pandemie wütet weiter fleißig und sorgt für diverse Absagen. Alle Ausfälle werden im Spielplan rot gekennzeichnet. Und das ist mittlerweile die dominierende Farbe auf der Liste. Am vergangenen Wochenende fanden lediglich vier Partien statt. Auch das jetzige verspricht nicht mehr Oberliga-Eishockey. Lediglich zwei Partien konnten am Freitagabend über die Bühne gehen (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet), dasselbe Programm steht an diesem Sonntag an. Der Grund: Derzeit sind nur noch fünf Mannschaften der Liga spielfähig.

Nur zwei Partien am Sonntag

Rot hinterlegt wurde auch das Freitagsduell zwischen dem SC Riessersee und den EHF Passau Black Hawks, da sich ein Spieler der Niederbayern das Corona-Virus eingefangen hat und Kontakt zur Mannschaft hatte – im Gegensatz zum positiven Fall beim SCR. Die Weiß-Blauen sind weiterhin spielfähig und treten am Sonntag beim Höchstadter EC an. Zudem kommt es noch zum Aufeinandertreffen zwischen Regensburg und Landsberg. Alle anderen Partien fielen dem Rotstift zum Opfer.

SCR-Coach Pat Cortina muss auf Quartett verzichten

Den muss auch Riessersees Coach Pat Cortina bei seiner Aufstellung ansetzen. Gleich vier Namen sind rot durchgestrichen. Kapitän Florian Vollmer fällt weiterhin verletzt aus, Benjamin Kronawitter hat zwar die Isolation verlassen dürfen, ist aber nach der langen Pause noch nicht wieder fit genug für die Sonntagspartie. Marlon Wolf hat es im Training unter der Woche erwischt und fällt mit einer Oberkörperverletzung aus, Aziz Ehliz fehlt krank. Immerhin konnte der Coach vermelden, dass es am Freitag bei den Schnelltests keine neuen „bösen Überraschungen“ gab – alle verbliebenen SCR-Akteure wurden negativ getestet.

Trainer und Team haben Pause gut genutzt

Aber die vielen Spielausfälle haben natürlich den Rhythmus der Riesserseer gestört, waren Gift für die zuletzt konstant guten, wenn auch nicht immer erfolgreichen, Leistungen. Doch Cortina ist kein Coach, der jammert, sondern einer, der akzeptiert und nach vorne blickt. „Die Situation ist nicht neu. So war es letzte Saison, so war es am Anfang dieser Saison mit den Spielern aus München. Das Leben ist derzeit nicht normal, das Eishockey ist nicht normal.“ Sich arrangieren heißt das Zauberwort. Cortina tut noch mehr, er hat gar einen Vorteil ausgemacht, den ihm die Absagen beschert haben. „Dadurch hatten wir mehr Zeit fürs Training als geplant. Wir konnten die Intensität hochhalten und haben uns auf die individuelle Weiterentwicklung der Spieler fokussiert“, berichtet der 57-Jährige. Zumindest in diesem Punkt sei es eine gute Woche gewesen.

Lieber grün statt rot

Nun hofft der Coach, am Sonntag endlich mit seiner Mannschaft wieder in den Wettkampfmodus umschalten zu können. Mit dem Gegner hatte er sich zunächst nicht beschäftigt, schaute sich aber die Freitagspartie der Höchstadter beim ECDC Memmingen an. Daraus will Cortina wie aus der 4:7-Heimpleite Anfang Dezember gegen die Alligators seine Lehren ziehen. Denn beim Blick auf die Ergebnisse möchte er anschließend bei seinem SCR die Farbe Grün sehen. So werden Siege gekennzeichnet, Rot steht hingegen für Niederlagen. Die Farbe ist auch bei den Resultaten der Weiß-Blauen dominant.

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