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Roope Ranta

Eishockey: DEL 2

SCR: Kein Geld für ein Trio

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Keine neue Verträge für drei SCR-Spieler: Roope Ranta, Alexis Loiseau und Tobias Draxinger müssen den Zweitligisten verlassen.

Garmisch-Partenkirchen– Es geht um die Finanzen. Bei allen drei. Alexis Loiseau, Roope Ranta und Tobias Draxinger kann sich der SC Riessersee nicht mehr leisten. Deshalb erhalten alle drei Eishockey-Profis keine neuen Verträge beim Zweitligisten aus Garmisch-Partenkirchen.

Draxinger bezeichnet Sportdirektor Tim Regan als „den harten Fall“. Er hätte den Verteidiger gerne behalten, weil er alles für die Mannschaft gegeben habe. Solche Leute, die sich aufopfern, schätzt Regan. „Mir tut das für ihn leid.“ Doch die Defensive des SCR für die Spielzeit 2017/18 steht fast komplett. Den Großteil der Verträge hat der Verein bereits frühzeitig abgeschlossen. „Wir haben keinen Spielraum für einen weiteren“, sagt Regan. Die Entscheidung habe Draxinger als Profi hingenommen. Vielleicht sehe man sich ja einmal wieder. „Ich schließe die Türe niemals“, stellt der Sportliche Leiter klar.

Bei den Kontingentspielern Loiseau und Ranta fiel die Entscheidung leichter. Riessersee hatte die Stürmer während der Saison nachverpflichtet. „Über acht Monate sind sie nicht zu finanzieren“, sagt Regan. Kontrakte im Profi-Eishockey erstrecken sie für gewöhnlich über diese Laufzeit. Heißt: Im Sommer streichen die Cracks kein Gehalt ein. Außerdem hat ihr Abgang sportliche Gründe. Der Verein überlegt nach wie vor intensiv, ob er seine vierte und letzte Ausländer-Position für einen Verteidiger verwenden soll. „Wir sind hin- und hergerissen.“ Regan wollte sich diese Option auf keinen Fall verbauen. Es sind die Nachwehen der Eichinger-Verletzung. Bereits im November war der Top-Verteidiger für den Rest der Spielzeit ausgefallen. „Er war nicht zu kompensieren“, betont der 43-Jährige. Gerade in Überzahl ging Eichinger ab. Die Folge: Riessersee stellte das schwächste Powerplay der DEL2. Diesen Bereich sieht der Sportdirektor als eine der Hauptbaustellen für diesen Sommer an. „Wir müssen schauen, dass die Überzahl läuft“, sagt er.

Derzeit sondiert Regan den Markt. Gesucht wird ein Mann, der nicht zu viel kostet und unbedingt nach Garmisch-Partenkirchen will. „Der Spieler muss überzeugt vom Standort sein.“ Finanziell könne der SCR kein Risiko mehr eingehen. Große Transfers würden das Budget sprengen. Regan zufolge soll es sich im Vergleich zur Vorsaison nicht erhöht haben. Die Verträge der Ausländer (Matthias Beck, Louke Oakley, Jared Gomes) „bleiben absolut im Rahmen“. Im Vergleich mit den Top-Klubs der Zweiten Liga liegen sie sogar unter dem Durchschnitt, sagt der Sportliche Leiter. Auch Hammer-Neuzugang Lubor Dibelka belastet die Finanzen nicht übermäßig. „Für unsere Verhältnisse ist er bezahlbar. Woanders hätte er deutlich mehr verdienen können.“ Das Konzept des Vereins und die Heimatnähe haben den Top-Stürmer überzeugt.

Nichts Neues gibt’s derweil von der Trainer-Suche. Immerhin ein Kandidat fällt weg. Andreas Brockmann, der auch in Bad Tölz gehandelt wurde, verlängerte seinen Vertrag bei Halbfinalist ESV Kaufbeuren um ein weiteres Jahr. Dafür tauchen – zusätzlich zu den Münchner Co-Trainer Toni Söderholm und Derek Mayer – neue Namen im Trainer-Roulette auf. Neben Hugo Boisvert, Assistenz-Coach der Kassel Huskies, wird auch Ex-Übungsleiter Zdenek Travnicek gehandelt.

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