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SC Riessersee erhält Oberliga-Lizenz ohne Auflagen

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Von: Christian Fellner

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Eishockey: SC Riessersee erhält Oberliga-Lizenz ohne Auflagen
Moritz Miguez hat allen Grund zum Jubeln: Der SCR hat die Lizenz für die Oberliga erhalten. © Andreas Mayr

Das Warten hat ein Ende: Der SC Riessersee hat die Gewissheit, dass er in der kommenden Spielzeit in der Oberliga antreten darf. Der Deutsche Eishockey-Bund hat sich allerdings ein wenig Zeit gelassen.

Garmisch-Partenkirchen – Lizenz erteilt – ohne Auflagen. Die Nachricht traf Mittwochnacht ein. 23.56 Uhr. Pana Christakakis erinnert sich genau an die Uhrzeit. Immer wieder hatte er an diesem Abend sein E-Mail-Postfach aufgemacht und den Eingang überprüft. Nichts. Dabei war ihm das Schriftstück doch angekündigt worden. Um 23 Uhr ging er ins Bett. Er schlief unruhig. „Ich wollte endlich Sicherheit“, sagt der Geschäftsführer der Eishockey-GmbH des SC Riessersee. Um 2 Uhr morgens wachte er wieder auf. Nochmals warf er den Blick auf die E-Mails. Und da war die erlösende Mitteilung. 23.56 Uhr eben.

„Ich war schon angespannt“, räumt er ein. Natürlich gingen alle Beteiligten beim SC Riessersee fest davon aus, dass es klappt, dass sie alle Hürden gemeistert hatten. Doch: „Ich bin einer, der will das Schwarz auf Weiß haben“, sagt Christakakis. Das Schreiben von Oliver Seeliger, Verantwortlicher für den Spielbetrieb der deutschen Eishockey-Oberligen, brachte die nötige Entspannung.

Christakakis ist kein Fachmann für die Zahlen. Das räumt er ohne Umschweife ein. „Dafür brauchst du echte Experten“, sagt er. Die hat das neue Team an der Spitze beim Oberligisten: Andreas Wieland und Marcus Wolsdorf sind die Zahlenmenschen. „Gerade Andi hat sich da unheimlich reingehängt, ohne ihn wären wir in dieser Sache aufgeschmissen.“ Natürlich gab es noch die Unterlagen aus dem Vorjahr, in dem Stefan Endraß die Daten aufbereitet hatte. Den Katalog abzuarbeiten, dazu aber brauche es das nötige Fachwissen. Und einen langen Atem obendrein. „Du musst die ganzen Unbedenklichkeitsbescheinigungen einholen, bei den Krankenkassen beispielsweise“, präzisiert Christakakis. „Da gibt es ja nicht nur eine bei den Spielern.“ Ein Stadionvertrag muss vorgelegt werden. Keine einfache Sache in der Vergangenheit. „Aber das läuft super, wir hatten sehr gute Gespräche mit Herrn Lichtmeß. Die Gemeindewerke helfen uns, wo sie können.“

Ende Mai reichte der SCR die Unterlagen ein. Ein paar Nachfragen kamen zu Beginn, dann herrschte Ruhe. Der Pfingsturlaub von so manchem Funktionär kam offenbar dazwischen, hat Christakakis erfahren. Egal. Nun herrscht Gewissheit. Der SCR ist ab sofort offizieller, stinknormaler Oberligist, der keine Restriktionen mehr fürchten muss, auch Playoffs spielen dürfte. „Und das wollen wir natürlich.“

Der Geschäftsführer hofft, dass nun auch der Dauerkarten-Verkauf nochmals anzieht. 170 Tickets sind bereits an den Mann gebracht, 200 zusätzlich über Sponsorenpakete verkauft. „Wenn wir oben mitspielen wollen, dann brauchen wir aber insgesamt schon um die 500.“ Warum? Die Antwort kommt prompt: „Weil jeder, der glaubt, die Oberliga kostet nichts, sich ganz gewaltig täuscht.“

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