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Im Schwitzkasten: Der SC Riessersee in Person von Louke Oakley (l.) ließ sich am Freitag nicht den Schneid abkaufen.
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Der SC Riessersee gewinnt sein Heimspiel gegen Bayreuth mit 3:1. Die Bilder des Spiels.
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Der SC Riessersee gewinnt sein Heimspiel gegen Bayreuth mit 3:1. Die Bilder des Spiels.
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Eishockey: DEL2

SCR gelingt eindrucksvoller Ausgleich

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SC Riessersee gewinnt sein Heimspiel mit 3:1 und ringt Bayreuth auch körperlich nieder – Torhüter IlyaSharipov, der für den kranken Matthias Nemec einspringt, zeigt eine herauragende Leistung – Finale um Playoff-Einzug nun am Sonntag in Bayreuth

Garmisch-Partenkirchen– Der SC Riessersee lebt noch. Und wie sogar. Mit einer beeindruckenden Vorstellung hat das Team von Trainer Tim Regan am Freitagabend die Pre-Playoff-Serie gegen den EHC Bayreuth ausgeglichen. Am Sonntag geht es nun nach Oberfranken, wo ab 18.30 Uhr die Entscheidung fällt, wer ins Playoff-Viertelfinale einzieht. Unbändiger Kampfgeist, die geforderte physische Präsenz des gesamten Teams und ein großartiger Torhüter Ilya Sharipov waren Garanten für den verdienten 3:1-Erfolg.

Tim Regan hatte eine Antwort versprochen. Dass eine Reaktion kommen würde auf die Vorstellung vom Dienstag – für ihn eine Frage der Ehre. Er sprach vom persönlichen Stolz. Er hat sich weit aus dem Fenster gelehnt. Doch er behielt Recht. Sein Vertrauen ins Team wurde belohnt. Das war ein anderer SCR als noch in Bayreuth. Einer, der bereit war für ein Playoff-Spiel. Einer, der wusste, um was es geht. Einer, der den Kampf annahm. Von der ersten Minute weg.

Dabei hatte der Tag schon miserabel mit einer schlechten Nachricht begonnen: Matthias Nemec meldete sich ab. Jetzt auch noch die Nummer eins. Dazu fehlte Simon Mayr. Rückenprobleme. Und schon waren es neun Mann, die dem SCR abgingen. Unglaublich. Diese Pechsträhne. Aber in diesen Situationen war der SCR bei allem Unglück am stärksten. Da wuchs er zusammen. Auch am Freitag.

Jeder, der noch ein blaues Trikot überstreifen konnte, war im Vollgas-Modus. Die Partie war erst 37 Sekunden alt, da wurde es richtig laut. Michael Rimbeck bugsierte im Slot den Puck über die Linie. Ja, vorbei an Tomas Vosvrda. Er war geknackt, und das schon in Minute eins. Das sollte doch ein gutes Omen sein. Wer 1:0 führte, der hat seine Partie immer gewonnen in den bisherigen Duellen.

Der SCR rackerte, er bot dem Gegner die Stirn, ja, er kaufte ihm den Schneid ab. Wirklich. Bayreuth musste auf die Zähne beißen. Aber die Gäste aus Oberfranken waren auch gefährlich. Immer wieder. Doch Ilya Sharipov, Nemecs Vertreter, war hellwach. Gegen Sergej Stas parierte er, gegen Michal Bartosch auch. Nur gegen Ivan Kolozvary war er chancenlos. Das 1:1 hatte freilich eine Vorgeschichte: Philip Wachter hatte in höchster Not Sebastian Busch gelegt. Der knallte mit voller Wucht in die Bande – für Schiedsrichter Ralph Bidoul eine Spieldauerstrafe. Hartes Urteil, denn nur wenige Minuten später stand der Bayreuther wieder auf dem Eis. In dieser Überzahl sprang Kolozvary der Puck vor die Kelle – 1:1. Wieder so ein Glückstreffer.

Druck machte eigentlich nur der SCR, der den Tigers ordentlich was vor den Latz knallte. In Überzahl nagelte Florian Vollmer den Puck an den Pfosten – Pech. Das blieb ein steter Begleiter. Denn auch Louke Oakley scheiterte in Durchgang zwei am Torgestänge. Zwischendurch hatte Sharipov abermals gegen Stas gerettet. Seine größte Tat aber folgte in der 35. Minute: Da liefen zwei Bayreuther auf den jungen Goalie zu, und mit einer Sensationsparade entschärfte er.

Es waren wenige starke Momente der Gäste. Der SCR dominierte. Und er wurde endlich belohnt: Der Kapitän höchstpersönlich sorgte für das 2:1. Eine Klasse-Kombination über Driendl und Oakley schloss Vollmer ab. Eigentlich hätte der SCR höher führen müssen. Doch erneut stand Vollmer zu Beginn des Schlussabschnitts das Lattenkreuz im Weg. Wie bitter. Oft rächt sich so etwas. Nicht an diesem Abend. Der gehörte den Hausherren. Und nach 50 Minuten baute der SCR das Polster tatsächlich aus: Zuvor hatte es gebrannt vorm Kasten. Erst Überzahl EHC, dann nochmals massiver Druck. Klar, die Gäste lagen ja auch zurück. Dann aber sprang die Scheibe zu Jakob Mayenschein. Der nahm allen Mut zusammen und startete sein Solo. Das endete erst mit dem 3:1. Über die gesamte Eisfläche marschierte er, narrte die Bayreuther und knallte den Puck in Regan-Manier rechts oben unters Dach.

Bayreuth erhöhte noch einmal den Druck. Doch der SCR wirkte souverän. Einmal war Sharipov noch auf etwas Glück angewiesen. Drei Minuten vor dem Ende, da klingelte es am Pfosten. Der Schiedsrichter forderte den Videobeweis an – kurze Zeit später Entwarnung: kein Tor. Die Gäste drückten vergeblich, der SCR brachte den Vorsprung heim. Driendl konnte es sich sogar leisten, am leeren Tor vorbeizuschießen.

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