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Dann klebt mal: Betreuer Sigi Hempel (r.) zeigt Philipp Wachter und Tobias Eder, wie es am besten klappt.

eishockey: oberliga süd

SCR plant mit Etat von einer Million Euro

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Der drittgrößte Sponsor hält dem SC Riessersee die Stange und baut sein Engagement sogar aus: Das Unternehmen K-home wirbt künftig auch auf dem Helm. Bei PR-Termin am Pflegersee entsteht ein kurzer Imagefilm.

Garmisch-Partenkirchen – Beim SC Riessersee lässt man nichts unversucht, nach dem Aus in der DEL2 so professionell wie möglich weiterzuarbeiten. War ja auch eine Forderung des EHC Red Bull München, um die Kooperation mit dem Oberligisten weiterführen zu können. Von wegen Sparflamme.

Daran halten sich die Verantwortlichen. In dieser Woche hatte das junge Eishockey-Team des SCR eine Art PR-Termin am Pflegersee. Im Grunde genommen war es eine Einladung zum Mittagessen, um einen Sponsor auch einmal persönlich kennenzulernen. Diesen Anlass nutzte der Klub zudem, um einen kleinen Imagefilm zu drehen. „Für uns selbst und für die Sponsoren“, sagt Geschäftsführer Stefan Endraß. „Der wird auf unserer Videowand bei den Spielen laufen.“

Sponsorensuche und -pflege ist derzeit eines der größten Betätigungsfelder für die Männer hinter der sportlichen Riege. Mit der Firma K-home von Thomas Klöckner ist es gelungen, einen Partner der Vorsaison zu halten. Und nicht nur das: K-home hat sein Engagement sogar ausgeweitet. Das Unternehmen wirbt an der Bande, auf der Hose der Spieler und nun auch auf dem Helm. „Ich habe das getan, weil ich von der Zukunft überzeugt bin“, sagt Klöckner. „Ein solch einmaliger Klub muss weiter bestehen. Es ist erfrischend, so viele junge, hoch motivierte Leute zu sehen. Das ist alles positiv.“ Auch für ihn war die Zusage des Deutschen Meisters als Kooperationspartner das entscheidende Signal, selbst bei der Stange zu bleiben. „Sonst hätte das keinen Sinn gemacht.“

Für den SCR ist der Experte für Sicht- und Sonnenschutzlösungen nicht irgendein Unterstützer. „Unser drittgrößter Sponsor nach Tproneth und der Marktgemeinde“, verrät der Sponsoren-Beauftragte Pana Christakakis. Und Endraß fügt gleich noch an: „Er ist für unser Fundament unheimlich wichtig.“ Die finanzielle Basis sieht mittlerweile recht solide aus. Die GmbH plant mit einem Budget von rund einer Million Euro. „Für alles, Stadionmiete, Fahrten, Personal und Team“, sagt der Geschäftsführer. „Nicht, dass einer auf den Gedanken kommt, wir geben eine Million für die Mannschaft aus.“

Exakt diese Summe gilt es nach dem Kollaps in dieser Konsolidierungssaison ohne Playoffs dann aber auch zu erwirtschaften. „Eben durch Sponsoren, Dauerkarten, Zuschauereinnahmen bei den Spielen, Gastronomie und Fanartikel“, sagt Endraß. Er ist zuversichtlich, dass es gelingt. Der SCR verhandelt aktuell noch mit einem weiteren Geldgeber für die Hose, sonst aber sind die Werbeflächen an den Spielern ausgereizt. Daher sind die Verantwortlichen bemüht, vor allem im digitalen Bereich mehr auf die Beine zu stellen. Endraß und Christakakis denken dabei vor allem an die Videowand. Auch die neuen Tickets seien noch eine freie Werbefläche, „die zehntausende Menschen in dieser Saison noch in den Händen halten werden“, betont der Geschäftsführer.

Wichtig sind aber eben auch Partner wie K-home, die ganz herkömmlich auf dem Spieler und an der Bande werben. Um dem Team dies vor Augen zu führen, durften beim PR-Termin gleich einige Spieler die Helme des Teams mit den Logos bekleben. Nicht so einfach und sonst ein mühseliger Job von Betreuer Sigi Hempel.

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