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Am Ende jubelt wieder der SCR: Lubor Dibelka (2.v.r.) erzielte das schnelle 1:0 gegen Bad Nauheim 
SC Riessersee (blau) - EC Bad Nauheim;
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Eishockey: DEL 2

SCR: Wieder ein geknickter Gäste-Trainer

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Auch Petri Kujala, Trainer des EC Bad Nauheim, muss am Ende dem SC Riessersee und Trainer Toni Söderholm gratulieren. 30 Minuten hatte der SCR seine liebe Mühe mit den Hessen, dann aber feierte er doch noch einen klaren 6:1-Erfolg

Garmisch-Partenkirchen – Viel zu lachen haben die gegnerischen Trainer derzeit nicht, wenn sie nach den DEL2-Eishockeypartien im Pressekammerl des SC Riessersee sitzen. Ein bisschen zerknirscht schauen die meisten zuletzt drein: Rick Boehm kurz vor Weihnachten sowieso nach der heftigen Derby-Watschn für die Tölzer Löwen, Kim Collins (Crimmitschau) nach einer dramatischen Last-Minute-Niederlage. Leos Sulak und seinen Freiburgern war es nicht viel anders ergangen. Paul Gardner saß zuletzt tief versunken in seinem Stuhl und brachte bis auf ein paar Durchhalteparolen kaum Verwertbares nach der Pleite der Frankfurter heraus.

„Der Zweite macht sie halt rein!“

Gestern Abend war es Petri Kujala, der die Fragen von Moderator Charly Leitner beantworten durfte. Auch sein Team, die Roten Teufel aus Bad Nauheim, war leer ausgegangen. 6:1 lautete der Endstand für die Riesserseer. In einer Partie, die lange Zeit nicht so klar verlief, wie es das Resultat erscheinen lässt. Ganz und gar nicht. Doch: Auch Kujala saß als Verlierer im Kammerl. „Bis zur Hälfte waren wir gut dabei“, analysiert er sehr richtig. „Nach dem 1:1 oder auch 2:1 hatten wir die besseren Chancen.“ Genau so war’s. Aber: „Das ist halt der Unterschied, ob die auf Platz zwei oder zehn stehst. Der Zweite macht sie halt rein.“ Volltreffer.

Kujala bestätigt das Gefühl, das einen momentan beschleicht, wenn man so manchen Auftritt der Riesserseer verfolgt. Irgendwann denkt man sich: Können sie so ein Spiel verlieren? Offenbar nicht. Denn lange Zeit sah es wirklich so aus, als würde das eine richtig harte Nummer gegen die Hessen werden.

Nicht in den ersten drei, vier Minuten. Da fand Bad Nauheim gar nicht statt. Gleich der erste Wechsel brachte nach 42 Sekunden das 1:0. Lubor Dibelka vernaschte Goalie Timo Herden am langen Pfosten. Der Tscheche wartete lange, schob dann den Puck zwischen die Beine des Torhüters, der ihn sich mit einer Kickbewegung des Schoners selbst in die Maschen setzte. Schlitzohr Dibelka.

Das sah schon wieder nach einer Offensiv-Lawine aus, die auf die Nauheimer zurollte. Doch eine einzige Szene reichte, um den SCR aus dem Rhythmus zu bringen. Mattias Beck wurde ein wenig vom Schiedsrichter behindert, spielte einen Fehlpass, Marvin Ratmann donnerte den Puck dann aber vorbei. Dennoch: Die Souveränität war dahin.

Offener Schlagabtausch - es wurde hektischer

Es entwickelte sich ein seltsam offener Schlagabtausch. Die Partie wurde immer hektischer. Sehenswert: Eine Fußball-Einlage von Valentin Gschmeißner, der mutig an der gegnerischen blauen Linie einen hohen Puck mit dem Schlittschuh – quasi per Innenrist – zurück in die Zone kickte. Dafür gab’s Applaus.

Froh waren die SCR-Fans auch, dass die Referees nach einem Videobeweis einen Versuch von Nauheims Eric Meland als nicht über der Linie erklärten. Kein Tor. Weiter 1:0. Doch der Ausgleich rückte unweigerlich näher: Als auch Felix Thomas dann Schiedsrichter-Pech hatte, in der Rückwärtsbewegung am Linesman hängen blieb, war Cody Sylvester durch und netzte zum 1:1 ein. Ein kleiner Aufreger. Aber: „Unglücklich, das passiert. Die Schiedsrichter waren ganz sicher nicht unser Problem“, stellte SCR-Coach Toni Söderholm klar.

Vielmehr gefiel ihm die Einsatzbereitschaft bei einigen seiner Spieler nicht. „Nauheim war bissiger, hungriger, die Zweikämpfe zu Ende zu bringen.“ Auch die Offensivbemühungen bemängelte er. Es fehlte die Konsequenz. Vieles sah ganz nett aus, war letztlich aber absolut uneffektiv. „Wir waren in der Komfortzone, haben darauf gewartet, dass die Tore für uns fallen.“

Großes Lob für Matthias Nemec

Tja, und momentan tun sie das dann irgendwann auch noch. Während auf der einen Seite Matthias Nemec drei richtig große Chancen der Gäste entschärfte, war das 2:1 der Riesserseer genau so ein Treffer aus dem Nichts: Louke Oakley fälschte einen Flachschuss von Jared Gomes ab, und die Scheibe fluschte Herden durch die Beine. „Matthias hat uns erst die Chance gegeben, die drei Punkte noch zu holen“, lobt Söderholm.

Von da an ging es besser beim SCR, der Ende des zweiten Abschnitts alles klarmachte: Oakley nach starker Vorarbeit von Christian Hummer sowie Richard Mueller nach Traumvorlage von Andreas Driendl stellten auf 4:1. Joel Johansson mit einem Treffer gegen seinen Ex-Verein und Mattias Beck schraubten im Schlussabschnitt auf 6:1. Zu hoch – da waren sich beide Trainer am Ende einig. „Hinter diesem Sieg steckt sicher nicht unsere beste Leistung“, räumt Söderholm ehrlich ein. Kujalas Kommentar: Er zog nur kurz die Schulter hoch – Motto: Was willst du machen.

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