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Perfekter Auftakt : Nach nur sechs Minuten jubeln Louke Oakley (vorne) und der SCR über das 1:0 gegen Ravensburg.
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eishockey: del 2

SCR feiert Einstand nach Maß

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Der SC Riessersee ringt die Ravensburg Towerstars zum Auftakt in die DEL2-Saison mit 3:1 nieder. Torhüter Kevin Reich feiert ein starkes Punktspiel-Debüt.

Garmisch-Partenkirchen – Das ist ein Einstand nach Maß: Neue Legenden-Trikots unterm Dach, drei Punkte im Sack – besser hatte die DEL2-Saison für den SC Riessersee am Freitagabend nicht starten können. Das Team versüßte damit auch Trainer Toni Söderholm seine Premiere als Cheftrainer mit einem 3:1-Erfolg gegen die Ravensburg Towerstars. 20 bärenstarke Minuten ebneten den Weg zum ersten Dreier der neuen Saison.

Sie mussten lange stehen, die Spieler des SCR. Denn auch sie sollten dabei sein, wenn die Legenden Franz Reindl und Ignaz Berndaner auf dem Eis geehrt werden. Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer hatte schon befürchtet, die Riesserseer könnten schwere Beine bekommen und reduzierte seine Ansprache auf ein Minimum. Doch keiner seiner Vorredner musste ein schlechtes Gewissen haben. Den Hausherren schadete die Zeremonie nicht im Geringsten. Nein, die spielten in den ersten 20 Minuten wie beflügelt auf.

Es entwickelte sich ein wahrer Sturmlauf auf den Ravensburger Kasten. Dort gab Torhüter Jonas Langmann sein Bestes, doch das 1:0 des SCR fiel schon nach sechs Minuten fast zwangsläufig: Jared Gomes zog energisch vors Tor, bearbeitete den Goalie, Louke Oakley staubte ab. Der SCR belohnte sich also gleich in seiner frühen Drangphase. Die hielt aber an, war kein Strohfeuer. Mit einem mörderischen Tempo und vier Reihen beackerten die Riesserseer den Gegner. Allein Neuzugang Richard Mueller hätte sicher noch zwei Tore machen können, doch etwas fehlte es ihm am Abschlussglück. Einmal allerdings wurde er auch vom Torhüter im letzten Moment gelegt.

Das 2:0 war fällig. Man spürte es. Als Andreas Driendl dann Lubor Dibelka am kurzen Pfosten bediente, stocherte der Routinier den Puck in den Kasten. Das 2:0 ging absolut in Ordnung. Die Ravensburger bekamen kein Bein aufs Eis, mehr als ein paar Entlastungsangriffe war nicht drin.

Lässt sich ein Spitzenteam wie die Oberschwaben allerdings auf die Dauer so abfieseln? Nein. Trainer-Fuchs Jiri Ehrenberger hatte schon ein Mittel auf Lager. Das lautete offenbar: Auf den Körper gehen, sich wehren. Das taten die Ravensburger gleich zu Beginn von Abschnitt zwei deutlich intensiver. Und es wirkte. Der Faden riss ein wenig beim SCR. Von der Dominanz des ersten Drittels war nicht mehr viel zu sehen. Im Gegenteil: Kevin Reich, der Youngster im Tor des SCR, bekam richtig was zu tun. Doch der zeigte auch, warum er das Vertrauen von Trainer Toni Söderholm und den Vorzug vor Matthias Nemec erhielt. Er parierte alles, was in seine Richtung kam, war in dieser Phase ein großer Rückhalt.

Chancen auf der anderen Seite ergaben sich nicht mehr so viele, auch weil es im Powerplay – speziell zum Ende des Abschnitts – nicht ganz rund lief. Sah nicht schlecht aus, aber effektiv war es noch nicht. Dennoch: Das 2:2 brachte der SCR in die Kabine.

Ein offener Schlagabtausch wurde es dann im letzten Drittel. Der SCR ließ sich im heimischen Stadion natürlich auch nicht so abkochen, und die Ravensburger unterstrichen, dass sie Ambitionen haben in dieser Saison. Als in Überzahl Ondrej Pozivil dann tatsächlich das 1:2 mit einem verdeckten Schlagschuss gelang, war richtig Feuer drin. Die Entscheidung fiel durchaus kurios: Auf Riesserseer Seite landete die Scheibe an der Unterkante der Latte, im Gegenzug scheiterte zwar Mueller einmal mehr, doch Stephan Wilhelm versenkte den Nachschuss zum 3:1. Der Start nach Maß war perfekt – und die gut 2600 Fans und Meisterspieler vergangener Tage hatten einen unterhaltsamen Abend erlebt.

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