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Zurück im Kasten: Daniel Fießinger hat von den Ärzten grünes Licht bekommen.

SCR-Coach Kink appelliert: Nur nicht durchdrehen

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Der SC Riessersee richtet den Fokus zu 100 Prozent auf sich selbst: In der Verzahnungsrunde mit der Bayernliga verzichtet Trainer George Kink auf große Analysen der Gegner, er fordert volle Konzentration auf die eigenen Stärken, „dann werden wir auch keine Probleme bekommen“.

Garmisch-Partenkirchen – Eine besondere Anspannung hat George Kink noch nicht bemerkt in der Kabine. Obwohl für den SC Riessersee nun die heikle Phase der Eishockey-Saison beginnt. All die Topspiele gegen Rosenheim, Regensburg, Peiting oder Landshut sind ab sofort Makulatur. Sie waren schön anzuschauen, aber jetzt geht’s ans Eingemacht, um den Verbleib in der Oberliga.

Geschenkt wird der Klassenerhalt den Riesserseern von in Ehrfurcht erstarrenden Bayernligisten sicher nicht. Davon ist der Trainer überzeugt. „Jeder wird gegen uns zu 110 Prozent motiviert sein, für manchen Spieler ist es vielleicht die Partie seiner Karriere“, spekuliert Kink. Da gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Eine Eigenschaft, die jungen Mannschaften nicht unbedingt explizit nachgesagt wird. Vielleicht ist aber gerade die gewohnte Stimmung in der Kabine daher ein gutes Zeichen für die nächste Runde. Es muss ja auch nichts anders sein, es darf vielleicht sogar nichts anders sein, damit es so weitergeht wie bisher in dieser an sich erfolgreichen Saison.

Dass die Riesserseer heute Abend als Favorit in die sogenannte Verzahnungsrunde zwischen Oberliga und Bayernliga starten, ist logisch. Die Rolle akzeptiert Kink ohne Widerrede. „Das soll auch so sein“, spricht er Klartext. „Ein paar Fragezeichen“ bleiben aber dennoch. „Ich bin gespannt, wie in dieser Liga Eishockey gespielt wird.“ Stellen sich die Kontrahenten hinten rein, versuchen sie doch ein wenig mitzuspielen? Kink wird sich überraschen lassen. Denn auf ein Videostudium oder weitere eingehenden Analysen der Gegner hat der Coach verzichtet. „Der Fokus liegt nun voll auf uns selbst. Wir müssen unsere Sache zu 100 Prozent erledigen, und wenn wir das tun, werden wir auch keine Probleme bekommen.“ Davon ist er überzeugt. Zu sehr auf den Gegner zu achten, könnte der erste Schritt auf dem Weg sein, sich dem Konkurrenten auch anzupassen. Das dürfe nicht passieren. „Da werden wir sehr drauf schauen.“

Alle Spieler sollten vor allem mental bereit sein. „Wir müssen damit rechnen und darauf reagieren können, wenn Mannschaften nicht mitspielen so wie es die großen Brocken in der Oberliga getan haben.“ Dann gilt es, geduldig und ruhig zu bleiben, weiter zu arbeiten – Wechsel für Wechsel. „Wenn es unentschieden steht, müssen wir cool bleiben, wenn wir in Rückstand geraten, dürfen wir nicht durchdrehen.“ Für Kink ist dieser mentale Aspekt enorm wichtig. Dabei sieht er auch die Routiniers in der Pflicht, die Stimmung im Team ein wenig mit zu kontrollieren.

Nicht allzu glücklich ist der Trainer über die Personallage. Hatte es in den letzten Partien der Oberliga-Hauptrunde eher nach Entspannung ausgesehen, so gefällt Kink die Ausgangssituation vor dem Start gegen Peißenberg erst einmal gar nicht. „Neun Stürmer, fünf Verteidiger – nicht optimal“, sagt er ganz kurz. Das Thema ist lästig, weil es den SCR eben schon so lange plagt. Besser könnte die Situation nur werden, wenn die Münchner sich großzügig zeigen und eventuell doch Emil Quaas und einen der Stürmer, Tobias Eder oder Jakob Mayenschein, noch abstellen. Zum Champions-League-Halbfinale waren zuletzt alle beim EHC, der wieder zwei Verletzte mehr zu beklagen hat. „Ich weiß noch nicht genau, wie es ausschaut“, bedauert Kink. Kann sein, dass erst am Spieltag Klarheit herrscht.

Fix ist hingegen, dass Daniel Fießinger wieder zum Aufgebot gehört – und wohl gleich gegen Peißenberg fangen wird. „Er hat am Montag mit dem Training begonnen und am Mittwoch einen Belastungstest absolviert.“ Die Ärzte gaben grünes Licht beim Torhüter. Das ist positiv. Nicht so sehr, dass der SCR weiterhin auf Uli Maurer, Aziz Ehliz, Thomas Radu, Lorenz Mittermaier und Jakob Heigl verzichten muss. Der Kader, er bleibt das Dauer-Fragezeichen in dieser Saison.

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