1 von 17
Nächster Halt, Langmann: Der EVR-Torhüter hält einen Schuss von Michael Rimbeck in Drittel zwei. Im ersten Abschnitt waren beide schon einmal aufeinandergetroffen. Die Folge: eine Strafe für Rimbeck und viele Diskussionen.
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
2 von 17
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
3 von 17
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
4 von 17
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
5 von 17
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
6 von 17
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
7 von 17
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.
8 von 17
„Sieger der Herzen“: Mit 0:1 hat der SC Riessersee das Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars verloren.

Eishockey: DEL2

SCR: Nur Sieger der Herzen gegen Ravensburg

Garmisch-Partenkirchen - Enger geht es nicht: Ein Tor reicht SCR-Gegner Ravensburg, um drei Punkte aus Garmisch-Partenkirchen zu entführen. Für Unmut bei den Fans sorgt nicht die Niederlage, sondern der Schiri.

Natürlich pfiffen sie. Und es nahm den Besuchern auch keiner übel. Sie wollten einfach jedem mitteilen, dass sie unzufrieden das Stadion verlassen müssen. Die Spieler des SC Riessersee hatten damit recht wenig zu tun. 0:1 verloren sie zwar ihr Heimspiel gegen Ravensburg. Doch Trainer Tim Regan war so stolz auf seine Mannschaft, dass er sie kurzerhand „Sieger der Herzen“ taufte.

Den Zorn der Zuschauer bekamen Schiedsrichter Sascha Westrich und die Gäste aus Ravensburg ab. Der Offizielle für die Strafen, die er gegen den SCR gepfiffen hatte. Die Towerstars, weil sie nach Meinung des Publikums ständig Strafzeiten schinden wollten und zu oft am Boden rumlagen. Auch Trainer Regan störte sich an einigen Entscheidungen des Zweibrückeners. Hinterher sprach er erst von „Widrigkeiten“, die sein Team weggesteckt hat. Er wurde konkreter: „Auch was der Schiedsrichter mitunter gepfiffen hat.“

Thomas muss nach Bandencheck vom Eis

Los ging’s – genau genommen – 19 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels. Jonas Langmann, Torwart der Towerstars, rempelte Michael Rimbeck, als er an ihm vorbeilief. Auf die Strafbank fuhr aber der SCR-Stürmer. Wegen Behinderung, entschied Westrich. Ja, ja – da klingelt’s doch: Im ersten Duell der beiden Klubs hatte es eine ähnliche Strafzeit gegeben, die der EVR zum Sieg nutzte. Co-Trainer Toni Söderholm ärgerte Westrichs Pfiff so sehr, dass er auf dem Weg in die Kabine die Bandentür vor dem Unparteiischen zuknallte – und von ihm auf die Tribüne geschickt wurde. Im letzten Abschnitt kochte die Fan-Seele nochmals. Allerdings lag Westrich mit seinen Entscheidungen diesmal richtig: Felix Thomas checkte Vincenz Mayer in die Bande. Der Mittenwalder, der in Drittel eins für das gleiche Vergehen an einem SCR-Akteur hinausgestellt worden war, blutete danach im Gesicht. Für Thomas war die Partie gelaufen. Wenig später beförderte Valentin Gschmeißner EVR-Top-Scorer Mathieu Tousignant zu Boden. Westrich pfiff einen Check gegen den Kopf. Bedeutete zwei plus zehn Minuten Disziplinarstrafe. „Solche emotionalen Aktionen passieren dann auch mal“, sagt Regan, wenn man den Ausgleich auf „Biegen und Brechen“ schaffen will.

Was man Westrich auf jeden Fall vorwerfen kann: Seine Gestik sorgte für wenig Klarheit. Bei mehreren Fouls hob er erst Sekunden später die Hand, um den Regelverstoß anzuzeigen. Das irritierte – und erzürnte die Spieler. Torwart Matthias Nemec bekam eine Strafe aufgebrummt, weil er sich laut beschwerte.

Kapitaler Fehler entscheidet Partie

Bereits am Freitag beim Sieg in Kassel hatte Andreas Driendl eine Zehn-Minuten-Strafe wegen unsportlichen Verhaltens erhalten. Seine dritte der Saison, die damit eine Sperre nach sich zog. Also noch ein Mittelstürmer weniger. Regan probierte es in der Not mit Louke Oakley als Spielgestalter im zweiten Sturm. Das lief gut im ersten Drittel. Riessersee bestimmte, hatte mehr Chancen, traf aber nicht. Ravensburg blieb ohne Gegentor – „mit einem Funken Glück und großem Kampf“, wie Trainer Anton Krinner betont. An so ein Ergebnis habe er angesichts der Garmisch-Partenkirchner Offensive nicht geglaubt, sagt der Bad Tölzer. Goalie Langmann hielt die Gäste in der Partie. Er und sein Vorgänger Matthias Nemec auf SCR-Seite lieferten sich ein Privat-Duell, wer denn die besseren Paraden zeigt. Das Ergebnis: Unentschieden. Beim einzigen Gegentor war Nemec machtlos: Einen Fehlpass in Unterzahl, einen „kapitalen individuellen Fehler“ wie Regan sagt, nutzte Ravensburg (17.) durch Adam Lapansky aus.

Abschnitt zwei und die ganzen Versuche, noch auszugleichen, zermürbten Riessersee. „Einige Spieler hatten danach schon 20 Minuten Eiszeit“, sagt der Coach. Der EVR, der mit vier Sturmreihen antrat, hatte Kraft bis zum Ende. Er schnürte die Hausherren – nicht nur in Überzahl – in der eigenen Zone ein. „Wir haben zielstrebig zum Tor gearbeitet“, lobt Krinner. Ein Beleg: In Drittel zwei und drei schossen die Towerstars mehr als doppelt so oft auf den Kasten (25 zu 12 Versuche).

Auch interessant

Kommentare