SCR-Goalie Daniel Allavena blickt ungläubig nach oben. Im Hintergrund feiern die Regensburger eines ihrer Tore.
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Ein bitterer Abend: SCR-Goalie Daniel Allavena kann es nicht glauben. Die Regensburger feiern.

Der SC Riessersee vergibt zu viele Chancen, die Eisbären nutzen ihre konsequent

Eiskalte Regensburger

  • vonPatrick Hilmes
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Der SC Riessersee hatte die Möglichkeit, dem Spielverlauf eine Wendung zu geben. Doch der SCR nutzte seine Chancen nicht und unterlag deshalb verdient bei den Eisbären Regensburg.

Regensburg – Es ist immer das undankbarste Zeugnis für eine Mannschaft. Teuer verkauft, gut mitgespielt, beste Chancen gehabt, wären die genutzt worden, hätte die Partie einen anderen Verlauf nehmen können. Genau dieses Zeugnis muss dem SC Riessersee ausgestellt werden. Im sechsten Saisonspiel der Eishockey-Oberliga Süd hätte alles anders laufen können für den SCR. Doch am Ende wurde eine 1:4-Niederlage in Regensburg verbucht.

Kalte Dusche für die Gäste

Der Hauptgrund war das, was die Regensburger von der ersten Minute an den Tag legten. Eiskalte Chancenverwertung. Los ging es damit bereits nach 40 Sekunden. Das 1:0 fiel nach einem bekannten Regensburger Schema. Schuss von der blauen Linie, vor dem Kasten hält Peter Flache den Schläger rein. Glücklich aber drin. Kalte Dusche für die Gäste vom Riessersee. Und sie bekamen den Wasserhahn zunächst nicht zu. Die Eisbären gaben Vollgas, für den SCR ging zu Beginn alles zu schnell. Die logische Konsequenz: das schnelle 2:0. Wieder sorgte dafür ein abgefälschter Schuss. Diesmal aber ein ungeplanter, wurde die Flugbahn der Scheibe doch von Eetu-Ville Arkiomaas Schläger verändert. Bitter für die Gäste, aber verdient.

Riessersee macht das Spiel, Regensburg die Tore

Das erste Powerplay brachte den SCR dann in die Partie. Druckvoll und energisch präsentierten sich die Mannen von Coach George Kink, doch eben auch glücklos. Insbesondere beim Alleingang von Christopher Chyzowski, der am Pfosten scheiterte. Im Pausen-Interview war Luca Zitterbart dennoch von einem Happy-End überzeugt: „Wir drehen das Spiel.“ Und die Möglichkeit dazu hatte der SCR, doch versiebte er weiter beste Chancen. Gegen Mitte des zweiten Durchgangs dürften die Fans vor den heimischen Bildschirmen ihre Hände vors Gesicht geschlagen haben. Riessersee erspielte sich wenige Meter vor dem Tor eine freie Schussbahn. Doch anstatt abzuziehen entschied man sich für den Querpass – abgefangen. Ein Sinnbild dieses Spiels. Das erkannte auch Coach Kink: „Wir müssen konsequenter und härter für die Tore arbeiten. Und wenn du die Tore nicht machst, kannst du hier nichts holen.“ Wenig später bekamen die Weiß-Blauen die Quittung dafür. Powerplay Regensburg, 3:0 Regensburg. Wieder dieser Punkt, der den Unterschied machte: eiskalte Chancenverwertung.

Kurze Hoffnung und spektakuläre Rettungsaktionen

Hoffnung keimte nochmals zu Beginn des Schlussdrittels auf. Chyzowski verwertete einen Abpraller zum 3:1. War da noch was möglich? Nein, den Gästen ging langsam aber sicher die Puste aus. Die Entscheidung folgte in Minute 52. Nikola Gajovsky erzielte seinen dritten Treffer. Das 4:1. „Der endgültige Knackpunkt“, betonte Kink. Goalie Daniel Allavena sah bei diesem Tor unglücklich aus, rutschte ihm die Scheibe doch durch die Beine. Wenig später machte er das aber wieder mit einer Glanzparade wett. Er war jedoch nicht der einzige SCR-Spieler, der sehenswert einen Gegentreffer verhinderte. Bei einem missglückten Ausflug Allavenas rettete Robin Soudek mit spektakulärer Fußabwehr. Ein schöner Abschluss eines guten Spiels. Mit jedoch zu vielen vergeben Chancen auf SCR-Seite.

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