CSU-Parteitag: Starkes Ergebnis - Markus Söder als Parteichef wiedergewählt

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Hardi Wild hat 328 Spiele als Torhüter bestritten. foto: Sehr-Archiv

SCR: Hardi Wild hängt die Schlittschuhe an den Nagel

Garmisch-Partenkirchen - Hardi Wild wird in der kommenden Saison nicht das Tor des SC Riessersee hüten - der 32-Jährige konzentriert sich auf seine Familie und seinen Job als Kaffee-Röster.

Es ist raus, und das ist gut so. So jedenfalls sieht es Hardi Wild. Der 32-Jährige wird sich in Zukunft ganz auf Job und Familie konzentrieren, die Pucks, die sollen künftig andere fangen beim SC Riessersee. „Ich hatte mich schon lange entschieden. Ich wollte nur warten, bis die Saison vorbei ist“, verrät der Garmisch-Partenkirchner. „Dieses Jahr war nochmal sehr anstrengend.“ Das will er sich selbst und seiner Frau Steffi nicht mehr antun. Eishockey sei für ihn zwar keine Last gewesen. Einschränkungen musste er durch die zwei Fulltime-Jobs aber doch hinnehmen. Und das nicht in zu geringem Maße. „Das Ganze geht halt schon an die Substanz. Wenn du morgens um 7 Uhr aus Bremerhaven zurückkommst und dann noch den ganzen Tag in der Arbeit stehst. Ich hatte keine Freizeit mehr.“

Verständnis für seine Entscheidung erntet er auch von GmbH-Chef Ralph Bader. „Es war für uns ja sowieso schon ein Glücksfall, dass er damals für die Oberliga zugesagt hatte“, blickt Bader zurück. „Denn er ist ja ein Multi-Unternehmer.“ Schon vor acht Jahren eröffnete Wild eine Filiale von „Subway“ im Ort. Seit gut vier Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Kaffee, röstet selbst und hat das Geschäft zum Laufen gebracht. Und trotzdem konnte Bader Wild noch zu einem Jahr 2. Bundesliga überreden. „Für uns ein Sechser im Lotto.“

Bereut hat es auch der Torhüter nie. „Es hat ja richtig Spaß gemacht. Ich glaube, dass es beim SCR auch noch nie so harmonisch gelaufen ist wie in dieser Saison.“ Doch irgendwann muss Schluss sein. Obwohl - so ganz kann er die Finger vom Eishockey nicht lassen. Gestern Abend gab er bereits sein „Comeback“ bei den Alten Herren. Als Feldspieler versteht sich. Das hatte er schon in den eineinhalb Jahren Pause gemacht, bevor er ins Tor zurückkehrte. Und bei der AH mischt er die Riesserseer Routiniers schon auch mal kräftig auf.

Einmotten wird er die Goalie-Ausrüstung aber nicht. „Ich möchte mich schon noch fit halten. Ich bin ja schließlich erst 32 und damit nicht uralt. Und wenn wirklich mal Not am Mann ist und vielleicht beide Torhüter verletzt sind, dann würd’ ich schon einspringen.“

Bader und Wild haben aber auch noch ein anderes Projekt vor Augen: „Ich werde als Torwart-Trainer weitermachen“, kündigt der Kaffee-Experte an. Sowohl bei den Profis als auch im Nachwuchs. „Ich wäre froh über spezielles Training gewesen, jetzt schauen wir halt mal, wie das läuft.“

Bader darf sich nun erst einmal um die Nachfolge kümmern. Er weiß seit vier, fünf Wochen von Wilds Plänen. „Wir haben vorher ja oft darüber geflachst, aber dann war es definitiv.“ Die Fühler hat er auch gleich ausgestreckt - und offenbar schon eine Lösung in Sicht.

Wild hinterlässt in jedem Fall eine große Lücke. So viel steht fest. „Eins zu eins kann man nie jemanden ersetzen“, weiß auch Bader. Er ist aber auch optimistisch, wieder einen starken Torhüter nach Garmisch-Partenkirchen lotsen zu können.

Christian Fellner

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