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Auch das Wappen der Marktgemeinde haben die Täter am Olympia-Eissportzentrum beschädigt.

Stecken die Fans des EC Bad Tölz dahinter?

„FCK SCR“: Anti-Riessersee-Graffiti am Eisstadion

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Die Botschaft ist eindeutig: Rund zehn abwertende Sprüche in Richtung des SC Riessersee haben unbekannte Täter an die Wände des Olympia-Eissportzentrums gesprüht. Ein Logo des EC Bad Tölz lässt vermuten, dass es sich um einen Rache-Akt der Anhänger des Lokalrivalen handelt. 

Garmisch-Partenkirchen – Ein gelungener Streich war es. Nichts Dramatisches. Vier Banner hatten die Mitglieder der SC-Riessersee-Fangruppe BSG im vergangenen August auf das Stadiondach der Wee-Arena in Bad Tölz geschleppt. In großen Lettern war dort zu lesen: „Nur der SCR – 10 Jahre BSG“. Ein Geburtstagsgruß an den Lokal-Konkurrenten EC Bad Tölz – mit viel Schmäh versehen und ohne größere Folgen. Als der ECT die Plakate entfernt hatte, war alles wieder wie zuvor. Nichts war beschädigt.

In der Nacht auf Freitag gab es nun – der Verdacht liegt nahe – die Retourkutsche. Zumindest deutet Vieles darauf hin, dass es Anhänger des EC Bad Tölz waren, die mit mehreren Graffiti die Wände des Olympia-Eissportzentrums in Garmisch-Partenkirchen beschmiert haben. Rund zehnmal steht dort der Spruch „FCK SCR“ – gemeint ist wohl „FUCK SCR“. Zudem hinterließen die unbekannten Täter ein ECT-Logo an der OEZ-Fassade.

Kosten von rund 800 Euro

Im Gegensatz zur Aktion der BSG von vor einem Jahr ist es diesmal nicht damit getan, vier Plakate auf die Seite zu räumen. „Wir brauchen auf alle Fälle einen extra Graffiti-Entferner, um die Farbe wegzubekommen“, stellt Barbara Oberfranc von den Gemeindewerken klar, die für die technische Leitung am Eisstadion zuständig ist. Rechnet man die Personalkosten für den Maler hinzu, landet man bei einer Summe von rund 800 Euro. „Ein teurer Spaß.“

Auch gerichtlich sind die Gemeindewerke aktiv geworden. Einen Anzeige wegen Sachbeschädigung gegen Unbekannt haben die Eigentümer des OEZ bei der Polizei gestellt. Hohe Aussichten auf Erfolg rechnet sich Oberfranc bei der Tätersuche jedoch nicht aus. „Vermutlich laufen die Ermittlungen ins Leere“, sagt sie. „Schließlich haben die Tölzer mehr als nur zwei Fans.“

Christakakis will kein Öl ins Feuer gießen

Wenig begeistert von der Aktion ist auch Pana Christakakis. Der Geschäftsführer des SCR zählte am Freitagmorgen zu den Ersten, die die Schmierereien bemerkten. „Unnötig und bescheuert“ nennt er den Vorfall. Jedoch ist ihm wichtig, zu betonen, dass es nicht erwiesen ist, dass tatsächlich Fans der Tölzer Löwen dahinterstecken. „Das ECT-Logo kann theoretisch jeder an die Wand zeichnen.“ Ihm geht es darum, vor den anstehenden Testspielen gegen den DEL2-Klub am Montag, 19. August, und Samstag, 24. August, kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Er betont: „Wir brauchen keine gegenseitigen Scharmützel.“ Sollte es während der kommenden Begegnung zu Ausschreitungen kommen, befürchtet Christakakis in Zukunft ein erhöhtes Sicherheitsaufgebot bei Heimspielen des SC Riessersee – was wiederum zu mehr Kosten führen würde. Sein Vorschlag: „Haken wir die Sache ab und konzentrieren uns auf uns selbst.“

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